20.08.2020 | Presseinfo Nr. 37

Kurzarbeit: Anzeigen sind zeitlich befristet

Darauf macht die Agentur für Arbeit Greifswald aufmerksam. „Mit einer Anzeige geben die Unternehmen zunächst eine Prognose ab, wie lange und in welchem Umfang im Betrieb kurzgearbeitet wird“, erklärt Klaus-Peter Köpcke, Geschäftsführer Operativ der Arbeitsagentur Greifswald.

Da niemand absehen konnte, wie lange der Shutdown andauert und welche längerfristigen Auswirkungen er hat, empfahl die Arbeitsagentur den Unternehmen, in ihrer Anzeige mindestens einen Zeitraum für von sechs Monaten anzugeben. Die ersten Corona-bedingten Anzeigen gingen ab Mitte März ein. Da eine Anzeige die Voraussetzung für eine spätere Abrechnung ist, rät Köpcke den Unternehmen, ihre Bescheide auf den Bewilligungszeitraum hin zu überprüfen. „Bei Bedarf muss für September eine neue beziehungsweise eine Verlängerungs-Anzeige eingereicht werden“, so Köpcke. In der Anzeige ist der erwartete Arbeitsausfall allerdings umfassender zu begründen. „Nachdem in weiten Teilen des öffentlichen Lebens wieder so etwas wie eine ‚neue Normalität‘ eingekehrt ist, sollten die Arbeitgeber bei der Begründung ihrer Anzeige gezielt auf die aktuelle betriebliche Situation eingehen“, so Köpcke. Wichtig sei auch der Blick in die Zukunft. Was unternimmt der Betrieb, den Arbeitsausfall weiter zu verringern und längerfristig Vollarbeit wieder zu erreichen.

Arbeitgeber können sich mit ihren Fragen an ihren Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service oder an die kostenfreie Hotline der Arbeitsagentur 0800 4 5555 20 wenden.

 

Zusatzinformation:

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald haben seit Beginn der Covid-19 Pandemie 2.771 Betriebe Kurzarbeit für 26.493 Beschäftigte angemeldet. Im März sicherten sich die Arbeitgeber mit ihrer Anzeige die Möglichkeit, Kurzarbeit für 8.592 Beschäftigte ganz oder teilweise zu nutzen.

Nach dem aktuellen Stand rechneten für März 1.203 Betriebe für 6.114 Beschäftigte Kurzarbeit ab. Damit wurde für 71 Prozent der Beschäftigten, für die Kurzarbeit angezeigt wurde, auch Kurzarbeit abgerechnet. Eine Aussage dazu, im welchem Umfang der einzelne Arbeitnehmer von Kurzarbeit betroffen war, ist allerdings momentan nicht möglich.