31.03.2020 | Presseinfo Nr. 30

Über 2100 Anzeigen von Kurzarbeit im März

Die Agentur für Arbeit Hagen liefert eine erste Einschätzung zur wirtschaftlichen Auswirkung der Corona-Krise. Danach haben bis vergangenen Freitag über 2100 Betriebe in Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis eine Anzeige auf Kurzarbeit gestellt. Bei den Zahlen handelt es sich um erste vorsichtige Hochrechnungen.

„Mit der Anzeige von Kurzarbeit versuchen Betriebe, ihre Beschäftigten im Unternehmen zu halten und vor Arbeitslosigkeit zu bewahren. Deshalb ist es gut, dass viele jetzt davon Gebrauch machen und in der Folge von den gelockerten Regelungen profitieren", betont Agenturchefin Maren Lewerenz.

Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2009, also während der Wirtschafts- und Finanzkrise mit dem Höhepunkt der Nutzung von Kurzarbeitergeld im Mai 2009, zeigten knapp 1300 Betriebe für rund 34 650 Menschen im Agenturbezirk Kurzarbeit an. Diese Marke wird jetzt schon nach wenigen Wochen überschritten. Allerdings handelt es sich bei den aktuellen Zahlen um erste Hochrechnungen mit beschränkter Aussagekraft: „Wir werden die tatsächlichen Anträge abwarten müssen, um statistisch korrekt quantifizieren zu können", so Lewerenz weiter. „Derzeit gehen die Anzeigen auf Kurzarbeit auf verschiedenen Kanälen bei uns ein, teilweise auch mehrfach. Wenn wir diese Ungenauigkeiten bereinigt haben, werden wir ein schärferes Bild erhalten. Doch ganz egal, wie hoch die Inanspruchnahme ist – Kurzarbeitergeld ist eine Pflichtleistung. Wer einen Anspruch hat, erhält die Leistung in jedem Fall."