31.03.2020 | Presseinfo Nr. 28

Die Arbeitsmarktentwicklung in der Stadt Hagen

Arbeitsmarktdaten zeigen die Auswirkungen von Corona auf den Arbeitsmarkt noch nicht

Nach den vorliegenden März-Daten hat sich die Arbeitsmarktlage in der Stadt Hagen weiter leicht verbessert, mit einem Rückgang der Arbeitslosenzahlen um 57 auf 10.717 und einer unveränderten Arbeitslosenquote von 10,7 Prozent. Was angesichts der aktuellen Entwicklung paradox klingt, liegt an einem frühen Statistik-Stichtag zur Monatsmitte. Doch seitdem ist alles anders.
„In diesem Monat haben die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie das öffentliche Leben und die heimische Wirtschaft weitgehend stillgelegt. Dies gilt natürlich auch für den Arbeitsmarkt in der Stadt Hagen, auch wenn es in den aktuellen Zahlen noch nicht zum Ausdruck kommt", beschreibt Maren Lewerenz, Chefin der Agentur für Arbeit Hagen. „Stichtag für die Zahlen, die uns aktuell vorliegen, war der 12. März – und damit ein Zeitpunkt, zu dem die Einschränkungen noch moderat waren. Was seither wirtschaftlich und arbeitsmarktpolitisch gesche-hen ist, spiegelt sich in den Zahlen noch nicht wider, das wird erst im April der Fall sein. Der kommende Monat bleibt für eine richtungsweisende Aussage abzuwarten". An den generellen Effekten lässt die Arbeitsmarktexpertin jedoch schon heute keine Zweifel aufkommen: „Corona wird den Arbeitsmarkt auch bei uns schwer treffen und zu steigender Arbeitslosigkeit und sinkender Beschäftigung führen. Entscheidend für das Ausmaß wird es sein, wie lange der derzeitige Stillstand andauert und wie es den Unternehmen gelingt, diese Zeit ohne Kündigung und unter Nutzung der unterschiedlichen Landes- und Bundeszuschüsse zu überbrücken. Auch der Austausch von Unternehmensideen, zum Beispiel über die Plattform der Hagen Agentur, kann hier förderlich sein."


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