Die Arbeitsmarktentwicklung im Mai 2022 in der Stadt Hagen

Saisonale Belebung schwächer – aber weiterhin viele neue offene Stellen Die Belebung auf dem Hagener Arbeitsmarkt hat im Mai angehalten, sich aber deutlich abgeschwächt. Die Zahl der Arbeitslosen sank um 13 oder 0,1 Prozent auf 10.828. Die Arbeitslosenquote blieb mit 10,7 Prozent unverändert. Vor einem Jahr waren es 11,8 Prozent und über 1.200 Arbeitslose mehr.

31.05.2022 | Presseinfo Nr. 34

„Die Belebung am Arbeitsmarkt hat sich zwar im Mai fortgesetzt, aber auch abgeschwächt. Die Entwicklung fällt saisontypisch aus. Die Zahl arbeitsloser Menschen sinkt deutlich langsamer, die Kräftenachfrage ist unverändert und die Kurzarbeit geht weiter zurück. Angesichts der wirtschaftlichen Nachrichten der letzten Wochen ist das immer
noch eine gute Entwicklung“, beschreibt Katja Heck, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen, den aktuellen Trend. „Zum 1. Juni übernehmen die Jobcenter die Betreuung geflüchteter Menschen aus der Ukraine. Der heimische Arbeitsmarkt ist auch für diesen Personenkreis aufnahmefähig.“

Die beiden Rechtskreise entwickelten sich unterschiedlich bei insgesamt recht kleinen Veränderungen. 2.227 Arbeitslose waren Kunden der Arbeitsagentur (42 oder 1,9 Prozent mehr als im Vormonat), 8.601 wurden durch das Jobcenter Hagen betreut (55 oder 0,6 Prozent weniger). Im Vergleich zum Vorjahr hat die Arbeitslosigkeit in beiden Bereichen sehr deutlich abgenommen. Die Zielgruppen zeigten im Mai nur kleine, aber unterschiedliche Entwicklungen: Bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren gab es einen Anstieg um 21 oder 2,5 Prozent auf 854, bei den Älteren über 50 Jahren einen Rückgang um 9 oder 0,3 Prozent auf 3.569. Bei arbeitslosen Menschen mit Schwerbehinderung waren es 5 oder 0,6 Prozent mehr und nunmehr 837. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sank um 9 oder 0,2 Prozent auf 5.616, wobei sich der Vorjahresvergleich wieder verkleinert hat. Aktuell sind es 290 oder 4,9 Prozent weniger als vor genau einem Jahr.

Kräftenachfrage auf gleichem Niveau
Der im Vormonat gemeldete Kräftebedarf wurde im Mai mit erneut 306 Stellenmeldungen von Hagener Unternehmen bestätigt. Somit bedeutete dies gegenüber dem Vormonat keine Veränderung, zugleich waren es nur zwei oder 0,6 Prozent weniger Stellen als vor einem Jahr. Die größte Kräftenachfrage hatten Personaldienstleister (79 gemeldete Stellen) und frei-berufliche Arbeitgeber (Rechtsanwälte, Steuerberater etc., 58 Stellen für Assistenzkräfte), gefolgt vom Gesundheits- und Sozialwesen (44) und dem Handel (34). Das verarbeitende Gewerbe hatte 20 Angebote, die Logistik 19. Die öffentliche Verwaltung meldete 13 Vakanzen, der Bereich Erziehung und Unterricht zehn. Die Zahl der insgesamt bei der Arbeitsagentur zur Besetzung gemeldeten Stellen stieg gegenüber April nochmal um 59 oder 3,0 Prozent auf 2.010 und in Relation zum Vorjah-resmonat sogar um 427 oder 27,0 Prozent. Dies belegt erneut, dass es schwieriger wird, Stellen zeitnah adäquat zu besetzen.

Kurzarbeit und tatsächliche Inanspruchnahme
Im Mai zeigten nur noch sieben Hagener Unternehmen für 75 potentiell betroffene Arbeitnehmer Kurzarbeit neu an. Seit dem Beginn der Pandemie gab es damit in der Volmestadt fast 3.000 Anzeigen aus nahezu allen Branchen für rund 46.000 potentielle Kurzarbeiter. Im gesamten Bezirk, also inklusive Ennepe-Ruhr-Kreis, waren es 7.700 Anzeigen für nahezu 100.000 Personen. Für Dezember liegen inzwischen Hochrechnun-gen zur effektiven Inanspruchnahme für die Stadt Hagen vor. Danach wurde Kurzar-beitergeld an 200 Betriebe für rund 1.400 Arbeitnehmer tatsächlich ausgezahlt, weitaus weniger als zu Beginn der Pandemie.

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