04.01.2022 | Presseinfo Nr. 2

Die Arbeitsmarktentwicklung im Dezember 2022 im Ennepe-Ruhr-Kreis

Arbeitslosigkeit sinkt zum Jahresende Arbeitsmarkt ist auch nach dem zweiten Pandemiejahr stabil
Die günstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Ennepe-Ruhr-Kreis hat sich auch am Jahresende fortgesetzt, wenn auch nur noch verhalten. Die Zahl der Arbeitslosen sank um drei auf 10.265, die Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent tangierte das natürlich nicht. Vor genau zwölf Monaten waren es über 1.500 Arbeitslose mehr, die Quote lag bei 6,8 Prozent.

„Schon früher wurde zum Jahresende eine sinkende Arbeitslosigkeit festgestellt, diesmal erreicht sie dabei aber den Jahresbestwert. Das ist für einen Dezember nicht selbstverständlich und zeigt, dass sich der Arbeitsmarkt nach den Schockwellen des Vorjahres in 2021 schon wieder gut erholt hat“, so Katja Heck, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen. „Doch der Corona-Einfluss auf den heimischen Arbeitsmarkt könnte wieder stärker werden. Die weitere Entwicklung ist sehr von der angekündigten Omikron-Welle und möglichen neuen Pandemiemaßnahmen abhängig. Zusätzlich werden die Arbeitslosenzahlen im Januar jahreszeitlich bedingt deutlich ansteigen. Die kurzfristige Prognose ist also ungünstig. Doch trotz der für uns noch vorhandenen Einschränkungen durch das Hochwasser sind wir nicht nur auf einen möglichen Anstieg der Kurzarbeit, sondern auch auf andere Notfallszenarien vorbereitet.“

Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung entwickelten sich leicht unterschiedlich. 3.468 Arbeitslose waren Kunden der Arbeitsagentur (16 oder 0,5 Prozent weniger als im Vormonat), 6.797 wurden durch das Jobcenter EN betreut (13 oder 0,2 Prozent mehr). In den Personengruppen waren alle Veränderungen nur sehr marginal. Die Zahl der jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren ging um nur drei zurück (-0,4 Prozent auf 694), während die der Älteren um 34 oder 0,9 Prozent auf 3.688 zunahm. Steigende Zahlen gab es auch bei ausländischen Arbeitslosen (um 40 oder 1,4 Prozent auf 2.990). Die Zahl der Langzeitarbeitslosen verringerte sich hingegen auf 4.420 (-34 oder -0,8 Prozent), wobei sich der wichtige Vorjahresvergleich weiterhin verkleinerte. Aktuell sind es gerade noch 27 oder 0,6 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.

Kräftenachfrage zum Jahresende belebt
Im Dezember meldeten die Unternehmen im Kreis 578 neue Stellen. Das waren 88 oder 18,0 Prozent mehr als noch im November und 252 oder 77,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im gesamten Jahr 2021 wurden im Kreis fast 5.200 Stellen gemeldet, 29,3 Prozent mehr als 2020. Die größte Kräftenachfrage hatte im Dezember das verarbeitende Gewerbe im Kreis (102 gemeldete Stellen), Personaldienstleister (69), das Gesundheits- und Sozialwesen (55), der Handel (44) und sogar das Baugewerbe (44). Es folgten die öffentliche Verwaltung (22) und freiberufliche Arbeitgeber (Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater etc., 17 Stellen für Assistenzkräfte). Das Gastgewerbe meldete sechs, die Logistik nur fünf Stellen. Die Zahl der insgesamt bei der Arbeitsagentur zur Besetzung gemeldeten Stellen stieg aktuell um 58 oder 2,4 Prozent auf 2.522 und in Relation zum Vorjahresmonat sogar um 961 oder 61,6 Prozent.

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