30.09.2021 | Presseinfo Nr. 50

Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt - 800 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr

Der Arbeitsmarkt in der Stadt Hagen stand im September im Zeichen der Herbstbelebung. Die Zahl der Arbeitslosen sank um 293 oder 2,4 Prozent auf 11.710. Die Arbeitslosenquote verringerte sich damit um 0,3 Punkte auf 11,5 Prozent. Im ersten Pandemieherbst vor zwölf Monaten waren es 814 Arbeitslose mehr, die Quote lag bei 12,3 Prozent.

„Der September ist mit der üblichen Herbstbelebung häufig der beste Arbeitsmarktmonat im ganzen Jahr. Und auch jetzt sind die Arbeitslosenzahlen für die meisten Personengruppen spürbar rückläufig. Wie erwartet sind sie insbesondere bei den Jüngeren schnell wieder gesunken, da sie als Fachkräfte gesucht werden“, so Katja Heck, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen. „Die Hochwasserfolgen für die Beschäftigung haben sich nicht ausgeweitet. Die aktuellen Kurzarbeitsanzeigen sind wieder sehr überschaubar geworden. Die Entwicklung ist saisontypisch und nicht mehr die Folge der Katastrophen der jüngeren Vergangenheit.“

Nach mehreren Monaten mit unterschiedlichen Tendenzen entwickelten sich Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung wieder in die gleiche Richtung. 2.586 Arbeitslose waren Kunden der Arbeitsagentur (185 oder 6,7 Prozent weniger als im Vormonat), 9.124 wurden durch das Jobcenter Hagen betreut (108 oder 1,2 Prozent weniger). Besonders deutlich sank die Arbeitslosigkeit bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren (-119 oder 10,2 Prozent auf 1.047), aber auch – in geringerem Umfang – bei Älteren über 50 Jahren (-30 oder 0,8 Prozent auf 3.695), schwerbehinderten Menschen (-19 oder 2,1 Prozent auf 870) und ausländischen Arbeitslosen (-34 oder 0,7 Prozent auf 5.177). Die Zahl der Langzeitarbeitslosen stagnierte hingegen mit 5.962 (+3 oder 0,1 Prozent), wobei sich immerhin der Vorjahresvergleich weiter verbesserte. Aktuell sind es noch 775 oder 14,9 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.

Kräftenachfrage
Hagener Unternehmen meldeten im September 223 neue Stellen (ohne Personaldienst-leister - PDL). Das waren sechs oder 2,8 Prozent mehr als im August und 32 mehr als im pandemiegeprägten Vorjahresmonat.
Die größte Kräftenachfrage gab es bei freiberuflichen Arbeitgebern (Ärzte, Rechts- anwälte, Steuerberater etc., 62 Stellen für Assistenzkräfte), im Gesundheits- und Sozial-wesen (42), im Handel (40), im verarbeitenden Gewerbe (20), in der öffentlichen Verwal-tung (17), in der Logistik (9) und im Gastgewerbe (9). Die Zahl der insgesamt bei der Arbeitsagentur zur Besetzung gemeldeten Stellen sank aktuell (wiederum ohne PDL) leicht um 19 oder 1,9 Prozent auf 988 und in Relation zum Vorjahresmonat sogar um 89 oder 9,9 Prozent.

Kurzarbeit und tatsächliche Inanspruchnahme
Im September zeigten acht Hagener Unternehmen für 130 potentiell betroffene Arbeit-nehmer Kurzarbeit neu an. Seit dem Beginn der Pandemie gab es damit in der Volmestadt fast 3.000 Anzeigen aus nahezu allen Branchen für 43.800 potentielle Kurzarbeiter. Im gesamten Bezirk, also inklusive Ennepe-Ruhr-Kreis, waren es 7.600 Anzeigen für nahezu 100.000 Personen. Für April 2021 liegen inzwischen Hochrechnungen zur effektiven Inanspruchnahme für die Stadt Hagen vor. Danach wurde Kurzarbeitergeld an 632 Betriebe für rund 7.400 Arbeitnehmer tatsächlich ausgezahlt, weitaus weniger als zu Beginn der Pandemie.

Gesamteinschätzung
Katja Heck fasst zusammen: „Die aktuelle Entwicklung ist insgesamt jahreszeitlich typisch, sie ist deutlich und nicht mehr pandemiegeprägt. Wir sind wieder ein Stück der Normalität nähergekommen. Ich bin optimistisch, dass sich die Belebung im Oktober fortsetzt.“

(...)

Download komplette Datei