30.11.2020 | Presseinfo Nr. 66

Kurzarbeitergeld: Jetzt Anzeige auf Verlängerung stellen

Ab sofort können verkürzt arbeitende Unternehmen Kurzarbeitergeld bis zu 24 Monate erhalten. Dazu muss bei der örtlichen Arbeitsagentur eine Verlängerungsanzeige gestellt werden. Das geht formlos, für eine reibungslose Bearbeitung müssen aber bestimmte Angaben gemacht werden.

Grundsätzlich gilt: Kurzarbeitergeld kann für zwölf Monate bezogen werden. Um die Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie abzudämpfen, hat die Bundesregierung die Bezugsdauer für Betriebe, die in diesem Jahr in Kurzarbeit gegangen sind, auf maximal 24 Monate verlängert, längstens aber bis zum 31. Dezember 2021.

Für die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes ist eine neue Anzeige des Arbeitgebers bei der örtlichen Arbeitsagentur erforderlich. Dies kann formlos erfolgen, zum Beispiel per E-Mail. Wichtig ist allerdings, dass in der Anzeige die Dauer und die Gründe für eine Verlängerung geschildert werden, und entweder die Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat oder Einzelvereinbarungen mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern belegt und für die Abschlussprüfung aufbewahrt werden. Ohne diese Angabe kann die Verlängerung nicht bewilligt werden.

Aktuell gelten bereits erleichterte Zugangsregeln zum Kurzarbeitergeld, die ebenfalls verlängert wurden. So müssen zum Beispiel deutlich weniger Arbeitnehmer von Arbeitsausfällen betroffen sein, damit Kurzarbeit bewilligt werden kann. Der erforderliche Mindestanteil war zu Beginn der Corona-Virus-Pandemie von einem Drittel auf zehn Prozent heruntergesetzt worden.

Wenn der Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. Dezember 2020 entstanden ist, können auch weiterhin die Sozialversicherungsbeiträge für die Kurzarbeiter von der Agentur für Arbeit übernommen werden. Dafür muss Kurzarbeit bis zum 30. Juni 2021 aber auch realisiert worden sein. Die Erstattung erfolgt im ersten Halbjahr 2021 in voller Höhe, im zweiten Halbjahr zur Hälfte.

Die Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld kann auch unterbrochen werden. Ist in einem Unternehmen zum Beispiel kurzfristig ein größerer Auftrag zu bearbeiten, kann der Bezug der Lohnersatzleistung ausgesetzt werden. Wird wieder Kurzarbeitergeld beantragt, verlängert sich die Bezugsdauer um den Unterbrechungszeitraum. Wichtig ist, dass nach einer Unterbrechung von drei oder mehr Monaten eine erneute Anzeige der Kurzarbeit durch die Unternehmen und Betriebe erforderlich ist.

Alle Fragen rund um das Thema Kurzarbeit beantwortet die Agentur für Arbeit telefonisch unter der kostenfreien Hotline 0800 / 4 5555 20.