28.10.2021 | Presseinfo Nr. 28

Entwicklung am Arbeitsmarkt weiter positiv

+++ Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter, Quote liegt bei 7,2 % +++ Arbeitsmarkt benötigt weiterhin dringend Fachkräfte 

Überblick

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Halle waren Ende Oktober 15.531 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 710 Arbeitslose (4,4 Prozent) weniger als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr sind gegenwärtig 1.980 Frauen und Männer weniger arbeitslos gemeldet (- 11,3%).

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, ging um 0,3 Prozent im zurückliegenden Monat auf 7,2 Prozent zurück.

Der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen ist im Vormonats- und Vorjahresvergleich rückläufig, insbesondere bei den arbeitslosen Jugendlichen im Alter von 15 bis unter 25 Jahre. Aufgrund der Tatsache, dass aktuell weiterhin Jugendliche in Ausbildung bzw. nach erfolgreich absolvierter Ausbildung in das Beschäftigungssystem einmünden, haben wir auch in diesem Monat den klassischen Saisoneffekt.

„Der Arbeitskräftebedarf im Agenturbezirk bleibt hoch. Unsere Arbeitsmarktexperten gehen davon aus, dass die Arbeitslosigkeit weiterhin leicht sinken wird in den nächsten Monaten. Nach der eineinhalb Jahre anhaltenden Krise haben wir im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit aktuell die größten Herausforderungen. Gerade für diese Zielgruppe sind besondere Hilfen wie bspw. Qualifizierungs- und Trainingsmaßnahmen besonders zielführend, um im Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen “, so Simone Meißner, Chefin der Hallenser Arbeitsagentur.

Jugendliche und Ältere

Der relative Anteil arbeitsloser Jugendlicher an allen Arbeitslosen bleibt mit 10,4 Prozent hoch, die spezifische Arbeitslosenquote der unter 25jährigen liegt mit 8,2 Prozent immer noch über dem Agenturdurchschnitt.

Mit unserer Sonderhotline (0345/52491510) bieten wir weiterhin den Jugendlichen und Eltern auch zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres die Möglichkeit telefonisch alle Fragen rund um den Berufseinstieg zu klären.

Zahl der Langzeitarbeitslosen geht im Vergleich zum Vormonat leicht zurück

Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen beträgt im Agenturbezirk 44,6 Prozent. Eine Ursache des anhaltend hohen Anteils, sind die durch Krisenfolgen im Verlauf des Jahres 2020 und zu Beginn des Jahres 2021 gestiegene Zahl.

Stellenangebote auf hohem Niveau

Die Arbeitgeber meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und des Jobcenters Halle (Saale) 753 neue Stellen, damit steigt das Angebot an Stellenangeboten zum Vorjahresmonat (+26,9%). Aktuell sind der Agentur 4.110 Stellen zur Besetzung gemeldet.

Arbeitslosigkeit in den beiden Rechtskreisen

Rückgänge verzeichnen wir in beiden Rechtskreisen.

Im Rechtskreis SGB III (Arbeitslosenversicherung) waren 290 Frauen und Männer im Oktober 2021 weniger arbeitslos als im Vormonat. Im Oktober waren somit 4.025 Frauen und Männer im Rechtskreis SGBIII arbeitslos gemeldet.

Im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung) ist die Arbeitslosigkeit von September 2021 auf Oktober 2021 um 420 Personen gesunken. Im Bereich des SGB II gab es im Oktober 2021 11.506 Arbeitslose, 581 weniger als im Oktober des Vorjahres.

Regional bietet sich weiterhin ein differenziertes Bild

In der Stadt Halle waren im Oktober 9.826 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 701 weniger als vor einem Monat, von denen 7.614 (-460) die Grundsicherung bezogen. Der relative Anteil von SGB II Arbeitslosen der Stadt Halle hält sich auf einem hohen Niveau, aktuell 77,5%. Die Arbeitslosenquote der Stadt Halle liegt weiterhin mit 8,3 Prozent über dem Agenturdurchschnitt (7,2%).

Im Saalekreis sind derzeit 5.705 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Dies sind 9 Arbeitslose weniger als im Vormonat und 794 weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bleibt konstant wie im Vormonat mit 5,9 Prozent deutlich unter dem Agenturdurchschnitt. Der SGB II-Anteil an der Gesamtzahl der Arbeitslosen betrug 68,2% das entspricht 3.892 Personen (+40 Personen zum Vormonat).

Die Zahl der Arbeitslosen im Einzugsbereich der Geschäftsstelle Merseburg stieg leicht um 33 Personen bzw. 0,8 Prozent auf 4.375.