01.02.2022 | Presseinfo Nr. 3

Arbeitsmarkt bleibt stabil

• Arbeitslosenquote steigt saisonbedingt auf 7,5 %
• Fachkräftebedarf ungebrochen

Überblick

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Halle waren Ende Januar 16.224 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 1.000 Arbeitslose (6,6 Prozent) mehr als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr sind gegenwärtig 1.950 Frauen und Männer weniger arbeitslos gemeldet (-10,7%).

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, steigt um 0,4 Prozent im zurückliegenden Monat auf 7,5 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresquartal 2020 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Agenturbezirk Halle um 1,5% gestiegen (Stichtag 30.06.2021) Die Agentur für Arbeit Halle liegt im Vorjahresquartalsvergleich damit an der Spitze aller Agenturen in Sachsen-Anhalt.

„Trotz der aktuellen Corona-Unsicherheit sind unsere Arbeitsmarktexperten optimistisch, dass sich die Erholung des Arbeitsmarkts in diesem Jahr fortsetzen wird. Auch wenn die Auswirkungen der Corona-Pandemie immer noch Einfluss auf die Arbeitsmarktentwicklung in der Region haben, können wir weiterhin eine Stabilität in vielen Branchen verzeichnen. Die Arbeitsmarktindikatoren haben sich im Vergleich zu Januar 2021 deutlich verbessert. Dies haben wir in erster Linie den vielen Unternehmen zu verdanken, die ihre soziale Verantwortung wahrnehmen und die Arbeitsplätze im Unternehmen erhalten und in die Nachwuchsarbeit und Weiterbildung investieren“, so Simone Meißner, Chefin der Hallenser Arbeitsagentur.

Jugendliche und Ältere

Der relative Anteil arbeitsloser Jugendlicher an allen Arbeitslosen bleibt mit 9,6 Prozent hoch, die spezifische Arbeitslosenquote der unter 25jährigen liegt mit 7,8 Prozent leicht über dem Agenturdurchschnitt.

Mit unserer Sonderhotline (0345/52491510) und zahlreichen virtuellen Beratungsformaten bieten wir weiterhin den Jugendlichen und Eltern die Möglichkeit telefonisch und per Videochat alle Fragen rund um den Berufseinstieg zu klären.

Zahl der Langzeitarbeitslosen steigt leicht

Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen beträgt im Agenturbezirk 42,1 Prozent. Eine Ursache des anhaltend hohen Anteils, sind die durch Krisenfolgen im Verlauf des Jahres 2020 und zu Beginn des Jahres 2021 gestiegene Zahl.

Stellenangebote bleiben auf hohem Niveau

Die Arbeitgeber meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und des Jobcenters Halle (Saale) 527 neue Stellen. Aktuell sind der Agentur 3.414 Stellen zur Besetzung gemeldet.

Arbeitslosigkeit in den beiden Rechtskreisen

Zugänge verzeichnen wir saisonbedingt in beiden Rechtskreisen.

Im Rechtskreis SGB III (Arbeitslosenversicherung) waren 566 Frauen und Männer im Januar 2022 mehr arbeitslos als im Vormonat. Im Januar waren somit 4.576 Frauen und Männer im Rechtskreis SGBIII arbeitslos gemeldet.

Im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung) ist die Arbeitslosigkeit von Dezember 2021 auf Januar 2022 um 434 Personen gestiegen. Im Bereich des SGB II gab es im Januar 2022 11.648 Arbeitslose, 593 weniger als im Januar des Vorjahres.

Regional bietet sich weiterhin ein differenziertes Bild

In der Stadt Halle waren im Januar 10.156 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 550 mehr als vor einem Monat, von denen 7.712 (+239) die Grundsicherung bezogen. Der relative Anteil von SGB II Arbeitslosen der Stadt Halle hält sich auf einem hohen Niveau, aktuell 75,9%. Die Arbeitslosenquote der Stadt Halle liegt weiterhin mit 8,5 Prozent über dem Agenturdurchschnitt (7,5%).

Im Saalekreis sind derzeit 6.068 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Dies sind 450 Arbeitslose mehr als im Vormonat und 819 weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt mit 6,3 Prozent deutlich unter dem Agenturdurchschnitt. Der SGB II-Anteil an der Gesamtzahl der Arbeitslosen betrug 64,9% das entspricht 3.936 Personen (+195 Personen zum Vormonat).

Die Zahl der Arbeitslosen im Einzugsbereich der Geschäftsstelle Merseburg steigt im Januar 2022 um 344 Personen bzw. 4,7 Prozent auf 4.694.