30.11.2022 | Presseinfo Nr. 33

Arbeitsmarkt weiterhin stabil

• Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 7,5 %
• Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit setzt sich fort

Überblick

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Halle waren Ende November 16.145 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 44 Arbeitslose mehr als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr sind gegenwärtig 1.254 Frauen und Männer mehr arbeitslos gemeldet (+8,4 %). Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, bleibt bei 7,5 Prozent.

„Ein stabiler regionaler Arbeitsmarkt hilft aktuell mit, eine schwerwiegende Rezession in der Region zu vermeiden. Ob und in welchen Umfang sich das in den kommenden Monaten ändert, lässt sich momentan noch nicht abschätzen. Mögliche Belastungen, denen die regionale Wirtschaft und damit der Arbeitsmarkt ausgesetzt ist, beobachten wir aufmerksam. Und wir wissen, dass sich viele Menschen Sorge um ihren Arbeitsplatz machen. In Anbetracht des hohen Arbeitskräftebedarfs und der Erfahrung aus den zurückliegenden Krisen sind wir nicht beunruhigt. Jedoch wir sind vorbereitet und können hilfe- und ratsuchende Betriebe sowie Bürgerinnen und Bürger in schwierigen Phasen jederzeit gut unterstützen“, so die Hallenser Agenturchefin Simone Meißner.

Jugendliche

Der relative Anteil arbeitsloser Jugendlicher an allen Arbeitslosen bleibt mit 9,5 Prozent hoch, die spezifische Arbeitslosenquote der unter 25jährigen liegt mit 7,3 Prozent leicht unter dem Agenturdurchschnitt.

Mit unserer Sonderhotline (0345/52491510) und zahlreichen virtuellen Beratungsformaten bietet die Berufsberatung neben der persönlichen Beratung weiterhin den Jugendlichen und Eltern die Möglichkeit, sich telefonisch und per Videochat zu allen Fragen rund um den Berufseinstieg zu erkundigen.

Zahl der Langzeitarbeitslosen sinkt deutlich im Vorjahresvergleich

Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen beträgt im Agenturbezirk 37,1 Prozent. Eine Ursache des anhaltend hohen Anteils sind die durch Krisenfolgen im Verlauf des Jahres 2020 und zu Beginn des Jahres 2021 gestiegene Zahl der Langzeitarbeitslosen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist allerdings ein deutlicher Rückgang im Agenturbezirk mit 11,0 Prozent zu verzeichnen.

Bestand an Stellenangeboten weiterhin auf hohem Niveau

Die Arbeitgeber meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und des Jobcenters Halle (Saale) 847 neue Stellen. Aktuell sind der Agentur 3.347 Stellen zur Besetzung gemeldet.

Arbeitslosigkeit in den beiden Rechtskreisen

Im Rechtskreis SGB III (Arbeitslosenversicherung) waren 32 Frauen und Männer im November weniger arbeitslos als im Vormonat. Im November waren somit 4.240 Frauen und Männer im Rechtskreis SGBIII arbeitslos gemeldet.

Im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung) ist die Arbeitslosigkeit von Oktober 2022 auf November 2022 um 76 Personen angestiegen. Im Bereich des SGB II gab es im November 11.905 Arbeitslose, 882 mehr als im November des Vorjahres.

Regional bietet sich weiterhin ein differenziertes Bild

In der Stadt Halle waren im November 10.310 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 40 weniger als vor einem Monat, von denen 7.907 (+25) die Grundsicherung bezogen. Der relative Anteil von SGB II Arbeitslosen der Stadt Halle hält sich auf einem hohen Niveau, aktuell 76,7%. Die Arbeitslosenquote der Stadt Halle liegt weiterhin mit 8,6 Prozent über dem Agenturdurchschnitt (7,5%).

Im Saalekreis sind derzeit 5.835 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Dies sind 84 Arbeitslose mehr als im Vormonat und 452 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt mit 6,1 Prozent weiterhin deutlich unter dem Agenturdurchschnitt. Der SGB II-Anteil an der Gesamtzahl der Arbeitslosen liegt bei 68,5% das entspricht 3.998 Personen (+51 Personen zum Vormonat).

Die Zahl der Arbeitslosen im Einzugsbereich der Geschäftsstelle Merseburg steigt im November 2022 um 60 Personen bzw. +1,3 Prozent auf 4.576. 

Fazit:

„Die Unternehmen sind vorsichtiger geworden mit Entlassungen. Denn wenn Fachkräfte erst mal weg sind, wird es oft äußert schwierig, neue anzuwerben. Der allgemeine Fachkräftemangel wirkt sich wie eine Art Beschäftigungssicherung aus“, so Meißner abschließend.