22.05.2018 | Presseinfo Nr. 12

Kindergeld auch nach Ende der Schulzeit

Über 17.000 Schülerinnen und Schüler beenden zum Sommer in Hamburg ihre Schulzeit. Zahlreiche Jugendliche starten mit einer Berufsausbildung, beginnen ein Studium, jobben oder gehen zeitweise ins Ausland.

„In dieser Lebensphase gibt es viele familiäre und persönliche Veränderungen, die auch den Anspruch auf Kindergeld betreffen können. Um das Kindergeld nahtlos weiterzahlen zu können, benötigen wir dazu entsprechende Mitteilungen und Nachweise der Eltern. Zurzeit werden durch die Familienkasse Nord Anschreiben an die Eltern verschickt, deren Kinder die Schule beendet haben und die älter als 18 Jahre sind. Betroffen sind hiervon etwa 10.000 Kinder in Hamburg", erklärt der Leiter der Familienkasse Nord, Guntram Bombor.

Veränderungen nach Ende der Schulausbildung sollten zeitnah mittels Übersendung des Nachweises an die Familienkasse Nord mitgeteilt werden. Eine Kopie der Studienbescheini-gung oder des unterzeichneten Ausbildungsvertrages ist ausreichend. Zahlreiche Formulare zu unterschiedlichen Veränderungen stehen auch im Online-Formulardienst unter www.familienkasse.de bereit.

Dauert die Unterbrechung länger als vier Monate seit Schulende, genügt der Nachweis, dass sich das Kind um einen Ausbildungs- oder Studienplatz bemüht, beispielsweise anhand von Bewerbungsschreiben und/oder Rückmeldungen dazu. Eine Meldung bei der Arbeitsagentur ist nur in wenigen Einzelfällen notwendig, z. B. wenn sich das Kind entscheidet, direkt in das Berufsleben zu starten, sich also um einen Arbeitsplatz bemüht.

Die Familienkasse Nord mit Sitz in Hamburg ist für die drei norddeutschen Bundesländer Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg zuständig. Sie leistete im ver-gangenen Jahr folgende Zahlungen:

Region Anzahl der Eltern(-teile)
-gerundet-
Anzahl der Kinder
-gerundet-
ausgezahltes Kindergeld
-in Euro-
Familienkasse Nord insgesamt 674.500 1.097.600 2,6 Milliarden
Hamburg 204.800 334.700 811,6 Millionen
Schleswig-Holstein 308.300 510.900 1,2 Milliarden
Mecklenburg-Vorpommern 161.400 252.000 599,3 Millionen

Presseteam der Agentur für Arbeit Hamburg

Frau Marina Marquardt