29.06.2018 | Presseinfo Nr. 18

Saisonbeschäftigung in Hamburg

Die Saisonvorbereitung in Hamburger Freibädern startet grundsätzlich im März eines jeden Jahres. Die Bäderland GmbH mit rd. 500 Mitarbeitern* sucht aktuell noch mehrere Saisonkräfte, die das Stammpersonal unterstützen.

„Wir schätzen unsere Saisonkräfte in den Freibädern sehr, denn sie sorgen für Sicherheit, sind sichtbare Dienstleister und geben Auskünfte. Studenten, Arbeitsuchende oder Teilzeitbeschäftigte, wer sportlich fit ist, gut schwimmen und auch tauchen kann, darf sich gern bei uns vorstellen", erklärt Dirk Schumaier, Geschäftsführer der Bäderland GmbH.

Für Sönke Fock, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Hamburg, sind befristete Beschäftigungsverhältnisse durchaus eine Brücke Richtung Festeinstellung: „Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt in Hamburg kontinuierlich an, aktuell sind 973.400 Arbeitsplätze besetzt. Ein Plus von 24.000 oder 2,5 Prozent zum Vorjahr. Über 17.000 offene Arbeitsstellen sind bei uns im Juni 2018 gemeldet. Darunter auch etwa 1.400 Saisonjobs, die in den Sommermonaten oder in der Vor- bzw. Weihnachtszeit zu besetzen sind. Bäderland ist ein gutes Beispiel für die Chancen, dass aus einem Saisonjob ein festes und langfristiges Angestelltenverhältnis wird. Die Gaststätte im Hotel Nige Hus auf Neuwerk sucht jährlich Servicekräfte und Allroundkräfte, auch für die derzeit laufende Saison."

Dirk Schumaier, Geschäftsführer Bäderland Hamburg: „Sommerzeit ist Freibadzeit, unser klassisches Saisongeschäft. Wir erhöhen unsere Kapazitäten für die Sommermonate mal eben um gut 10 Prozent. Dafür benötigen wir mehr Personal, das sind rd. 50 rettungskundige Servicemitarbeiter. Falls nicht vorhanden, kann man den Nachweis der Rettungsfähigkeit bei uns erwerben. Wir stellen zwar ganzjährig Menschen ein, doch gerade auch aus diesem Pool der Saisonkräfte übernehmen wir bei persönlicher Eignung einen nicht unerheblichen Anteil in eine dauerhafte Festanstellung. Manche dieser MitarbeiterInnen sind seit nunmehr über 40 Jahren bei uns und hatten vorher ganz andere Berufe oder Ausbildungen. Saisonarbeiter sind für uns daher viel mehr als bloße Aushilfskräfte. In erster Linie sind sie Lebensretter und können - wenn Sie es wollen - Teil der Bäderland-Familie werden, mit Weiterbildungen, Entwicklungsmöglichkeiten und einem sicheren Job.

Neben der Besetzung saisonaler Kapazitäten bietet Saisonarbeit also sowohl dem Bewerber als auch uns gute Chancen für ein gegenseitiges Kennen- und Wertschätzenlernen. Diese Möglichkeiten bieten wir ab 2019 auch jährlich Auszubildenden, die sich für den Beruf des Fachangestellten für Bäderbetriebe interessieren."

Das Saisongeschäft in Hamburg erstreckt sich hauptsächlich auf die folgenden Berufe: Lagerkräfte, Servicekräfte in der Hotellerie oder Gastronomie, Fachkräfte im Hoch- und Tiefbau, Mitarbeiter im Garten- und Landschaftsbau, darstellende Künstler oder Rettungsschwimmer in den öffentlichen und privaten Freizeitbädern.

Mit Blick auf den Saisonfaktor**unterliegt Hamburg allerdings nur geringen saisonalen Einflüssen, wie die beiliegende Karte zeigt. Im Vergleich zu anderen norddeutschen Bundesländern und Kreisen in Schleswig-Holsteins zeigt sich Hamburg stabil auf niedrigem Niveau, erklärt Fock: „Es überrascht nicht, dass Hamburg mit einem Wert von 109,6 Prozent deutlich geringeren saisonalen Effekten unterlegen ist als Schleswig-Holstein mit 118,6 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern mit 134,1 oder Niedersachsen mit 110,9. Hamburg hat kein klassisches Tourismusgeschäft, wie es in den Küstenregionen vorzufinden ist. Es ist praktisch ganzjährig präsent, geprägt durch eine kontinuierliche Anzahl von Tagesgästen aus der Metropolregion, Touristen und Geschäftsleuten, die auf ein ganzjährig vorhandenes Kulturangebot zugreifen.

Der Saisonfaktor in den Kreisen Ostholstein (145,9%) und Nordfriesland (143,8) nimmt in Schleswig-Holstein durch den Tourismus in den Sommermonaten einen Spitzenwert ein. Auf Bundesländerebene weist Hamburg hinter Nordrhein-Westfalen (108,4%) und Bremen (109,1%) einen der niedrigsten Werte aus, Mecklenburg-Vorpommern ist am stärksten von den Schwankungen des Saisongeschäftes mit 134,1 Prozent betroffen.

Stellenangebot Neuwerk:

Für die Gaststätte „Zum Anker" sucht das Hotel Nige Hus zwei Allroundkräfte, die neben Gartenarbeiten auch leichte Reparaturen vornehmen können. Küchenarbeit und das Spülen von Geschirr gehört ebenfalls dazu. Zudem wird eine freundliche und teamfähige Servicekraft für die Gastronomie gesucht, die eigenverantwortlich arbeitet und Spaß am Um-gang mit Gästen hat. Nähere Auskünfte erteilt Frau Palarz aus dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service Hamburg: Hamburg.Mitte-Arbeitgeber@arbeitsagentur.de

** Dieser Indikator bildet das Verhältnis des höchsten monatlichen Arbeitslosenbestandes in einem Jahr zum niedrigsten ab, als Maß für die saisonale Betroffenheit durch Arbeitslosigkeit. Je höher der Wert für eine Region ausfällt, desto ausgeprägter sind die Schwankungen im Verlauf eines Jahres. Eine Rate knapp über 100% deutet auf einen gleichmäßigen, von saisonalen Einflüssen unabhängigen Jahresverlauf hin.

Presseteam der Agentur für Arbeit Hamburg

Frau Marina Marquardt