30.01.2020 | Presseinfo Nr. 60

Beschäftigung stieg in der Metropolregion Hamburg um 215.700 auf über 2,15 Millionen Arbeitnehmer an

Arbeitsmärkte machen vor keiner Stadtgrenze halt, dies machen die neusten Pendlerdaten deutlich, die im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurden. Fast 260.000 Frauen und Männer pendeln von ihrem Wohnort zum Arbeitsort in Hamburg ein. In Gegenrichtung sind 73.250 Arbeitnehmer unterwegs. Beide Pendlerströme haben sich in den vergangenen Jahren deutlich vergrößert: fast 16.000 (+6,5 Prozent) pendeln mehr ein, aber deutlich stärker ist der Zuwachs bei den Auspendlern mit einem Plus von 19,4 Prozent oder fast 12.000 Personen. Regionale Flexibilität setzt eine intakte Infrastruktur voraus, dies ist ein wichtiger Aspekt beim Ausgleich auf dem Arbeitsmarkt der Metropolregion Hamburg, waren sich alle Akteure der Pressekonferenz einig.

Metropolregion Hamburg: Beschäftigung wächst, Pendlerströme nehmen zu, Unternehmen suchen Personal.

Die Agentur für Arbeit Hamburg stellt ihre aktuellen Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsdaten erstmals vor der Stadtgrenze in der Metropolregion Hamburg vor. Sönke Fock, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamburg, traf sich mit der Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe, Dr. Heike Grote-Seifert, in Barbüttel im Kreis Stormarn, um die Beschäftigungsentwicklung und Pendlerströme im Kreis und in der gesamten Metropolregion Hamburg vorzustellen. Auf dem Firmengelände der Canal-Control+Clean Umweltservice GmbH verabredeten sie sich mit Paulina Wassermeier (Betriebsleitung Rohr Jumbo (HH) und Personalmanagement Canal-Control+Clean), die mit ihrem Unternehmen für stetigen Beschäftigungsaufbau bei gleichzeitigem Fachkräftebedarf steht.

Aktuell suchen das Unternehmen und ihrer Tochterfirmen in und um Hamburg etwa 50 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, erklärt Paulina Wassermeier: „Wir beschäftigen etwa 450 Mitarbeiter, stellen weitere kaufmännische Angestellte, Vermessungstechniker, Rohrsanierer, Servicemonteure und weitere Fachkräfte ein. Aber auch Quereinsteiger erhalten einen qualifizierten Berufseinstieg."

Metropolregion Hamburg: Gesamtbeschäftigung steigt deutlich

Nach den aktuellsten Auswertungen waren am 30. Juni 2019 insgesamt 2,15 Millionen Frauen und Männer in der Metropolregion Hamburg sozialversicherungspflichtig beschäftigt. „Dies waren 215.700 oder 11,1 Prozent mehr als vor fünf Jahren (Juni 2014)“, erklärt Sönke Fock. In den zwanzig Kreisen und Landkreisen der Metropolregion Hamburg stieg die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SVB) sehr unterschiedlich an. So arbeiteten Mitte 2019 in Ludwigslust-Parchim 65.857 Frauen und Männer, dies waren 2.050 oder 3,2 Prozent mehr als im Juni 2014. „Der Landkreis Harburg erhöhte die Zahl der SVB um 11.842 (21,7%) auf 66.534 und verzeichnet damit den höchsten Anstieg im Vergleich aller 20 Kreise. Hamburg bleibt mit insgesamt 996.031 (+103.431 oder 11,6 %) Arbeitnehmern Mittel- und Knotenpunkt der Beschäftigung“, ergänzt Fock mit Blick auf die Gesamtsituation. Nach Hamburg hat Lübeck mit über 99.000 die meisten SVB, gefolgt vom Kreis Segeberg (93.031), der fast gleichauf ist mit Pinneberg (92.689) und Stormarn mit 86.534 Beschäftigten. Lüchow-Dannenberg weist mit 14.409 (+1.355 oder 10,4 %) die niedrigste Beschäftigung in der Metropole auf.

Metropolregion Hamburg: Pendlerbewegungen steigen

Die aktuellsten Pendlerdaten der Metropolregion Hamburg stammen vom 30.06.2018. An diesem Stichtag pendelten 258.523 SVB von ihrem Wohnort in der Metropolregion zum Arbeitsort in die Hansestadt ein. In Gegenrichtung fuhren 73.254 Hamburger zu ihren Arbeitsplätzen hinter die Landesgrenze. Fünf Jahre zuvor (Juni 2013) war das Verhältnis 242.666 Ein- zu 61.496 Auspendler. „Damit stieg die Zahl der Einpendler in diesem Zeitraum um 15.857 (+6,5%), die Zahl der Auspendler nahm mit einem Plus von 11.758 oder 19,4 Prozent überproportional zu. Dafür gibt es zahlreiche Gründe, die individuell betrachtet werden müssen. Verkehrsachsen des ÖPNV bzw. die Autobahnen A1, A23 oder A7 spielen sicher eine große Rolle, um Arbeitsplätze attraktiver Arbeitgeber in der Metropolregion zu erreichen“, bewertet Dr. Heike Grote-Seifert die Situation. Allein aus dem Kreis Stormarn fahren über 40.400 Frauen und Männer nach Hamburg, um dort zu arbeiten. Fast 19.200 Hamburger sind dagegen in Stormarn beschäftigt, ein Spitzenwert im Kreisvergleich. In den Kreisen Pinneberg bzw. Segeberg arbeiten jeweils etwa 14.500 in Hamburg wohnende Beschäftigte. Deutlich weniger sind es in Cuxhaven (200), Lüchow-Danneberg (46), Uelzen (289) oder Schwerin mit 334.

Umweltservice bietet vielseitige Jobs: Canal-Control+Clean

Zitate Paulina Wassermeier (strategisches Personalmanagement)

„Wir wissen, dass dauerhafter Unternehmenserfolg nur mit motivierten, engagierten und gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich ist, denn das ist die Basis für einen guten Service. Wir setzen daher auf modernste Technik in Kombination mit kontinuierlicher Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter.“, beantwortet Paulina Wassermeier die Frage, was Canal-Control als Arbeitgeber auszeichnet, „Wir fördern Talente, entwickeln Potenziale und initiieren Karrieren - für eine langfristige Zusammenarbeit. Unsere Kolleginnen und Kollegen sollen sich bei uns wohl fühlen. Neben einem familiären Betriebsklima, kurzen Abstimmungswegen und stets offenen Türen bieten wir daher auch ein firmeninternes Gesundheitsmanagement. Dazu gehören auch wöchentlich frisches Obst, gemeinsame sportliche Aktivitäten, Mitarbeiterevents und natürlich und vor allem modernstes Arbeitsmaterial in Form von Arbeitskleidung, Technik und Fuhrpark. Unsere Dienstwagen mit rund 580 PS oder der innovative Vakuumsauger, den wir im Einsatz haben, lassen so manch ein Mitarbeiterherz höherschlagen.“, fügt Paulina Wassermeier schmunzelnd hinzu. „Bei Canal-Control entscheiden sich Arbeitsuchende für ein starkes Unternehmen und vielversprechende Zukunftsperspektiven.“

Dr. Heike Grote-Seifert, Paulina Wassermeier und Sönke Fock sind sich in der Bewertung der Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten in der Metropolregion einig: „Die Auswertungen zeigen, dass der Arbeitsmarkt an keiner Kreis- oder Landesgrenze haltmacht und viele Beschäftigte eine hohe regionale Flexibilität und Beweglichkeit beweisen. Unternehmen müssen sich mit Blick auf den demografischen Wandel und den Strukturwandel auf Veränderungen einstellen. Die regionalen Arbeitsagenturen informieren und beraten zu anstehenden Anpassungen in den Betrieben und fördern beispielsweise notwendige Weiterbildungsmaßnahmen beschäftigter Arbeitnehmer.“

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Metropolregion Hamburg am Arbeitsort:

 

 

 

 

Angaben in den Kästen: Stichtage 30.06.2019 / 30.06.2014 (absolute, prozentuale Veränderung)
Angaben in den Kästen: Stichtage 30.06.2019 / 30.06.2014 (absolute, prozentuale Veränderung)

 

 

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort:

Erstellungdatum: 27.01.2020 - Statistik-Service Nordost
Region (Arbeitsort) Stichtag 30.06.2019 Stichtag 30.06.2014 Veränderung absolut Veränderung in %
Deutschland 33.407.262 30.174.505 3.232.757 10,7
Metropolregion Hamburg (Stand: 2017) 2.153.558 1.937.829 215.729 11,1
Hamburg, Freie und Hansestadt 996.031 892.600 103.431 11,6
Lübeck, Hansestadt 99.053 88.921 10.132 11,4
Neumünster, Stadt 40.641 34.759 5.882 16,9
Dithmarschen 42.518 38.103 4.415 11,6
Herzogtum Lauenburg 48.811 43.912 4.899 11,2
Ostholstein 62.095 56.444 5.651 10,0
Pinneberg 92.689 83.342 9.347 11,2
Segeberg 93.031 81.713 11.318 13,9
Steinburg 39.381 36.239 3.142 8,7
Stormarn 86.534 77.463 9.071 11,7
Cuxhaven 49.164 43.517 5.647 13,0
Harburg 66.534 54.692 11.842 21,7
Lüchow-Dannenberg 14.409 13.054 1.355 10,4
Lüneburg 59.494 52.987 6.507 12,3
Rotenburg (Wümme) 56.980 51.747 5.233 10,1
Heidekreis 48.041 43.792 4.249 9,7
Stade 63.256 58.235 5.021 8,6
Uelzen 30.026 28.148 1.878 6,7
Schwerin, Landeshauptstadt 50.834 48.555 2.279 4,7
Nordwestmecklenburg 48.179 45.799 2.380 5,2
Ludwigslust-Parchim 65.857 63.807 2.050 3,2

 

 

 

Presseteam der Agentur für Arbeit Hamburg

Frau Marina Marquardt