10.03.2020 | Presseinfo Nr. 65

Hamburg: Über 23.000 Menschen mit Behinderung arbeiten im 1. Arbeitsmarkt

Knapp 5.000 Betriebe und Behörden in Hamburg sind verpflichtet schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen, 2 Drittel von ihnen kommen dem nach. Am 31. März 2020 endet die Frist, beschäftigte Menschen mit Behinderung der Arbeitsagentur zu melden.
Betroffen sind 4.771 Unternehmen und 123 öffentlichen Arbeitgeber in Hamburg mit mindestens 20 Beschäftigten. Bis zum 31. März 2020 müssen sie Auskunft geben, wie viele Mitarbeitende mit Behinderung 2019 bei ihnen tätig waren.

Hamburg mit Beschäftigungsquote im Mittelfeld

Annähernd 33.000 Arbeitsplätze sind in Hamburg mit schwerbehinderten oder ihnen gleichgestellten Menschen zu besetzen, auf 2 Drittel der Betriebe und Behörden trifft das zu. Die Beschäftigungsquote liegt bei privaten Arbeitgebern bei 3,6 Prozent und beim öffentlichen Dienst bei 7,0, insgesamt beträgt sie 4,2 Prozent. Damit liegt Hamburg bundesweit im Mittelfeld.

„Einen Anteil an dieser Situation hat sicherlich der steigende Fachkräftebedarf in vielen Branchen“, erklärt Sönke Fock, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamburg. „Andererseits haben wir es aber immer noch mit vielen Vorbehalten zu tun, wenn es um Inklusion am Arbeitsmarkt geht. Da müssen wir Betriebe noch besser unterstützen. Das macht vor allem ein Team unseres Arbeitgeber-Service Hamburg, die Arbeitgeber aufsuchen und beraten und sich auch um die Besetzung der freien Stellen kümmern.“

Arbeitsmarkt für schwerbehinderte Menschen

Im Februar 2020 waren über 3.000 Menschen mit Behinderung in der Hansestadt arbeitslos gemeldet (3.115), das sind 4,6 Prozent der Arbeitslosen (67.710). Bei einem Drittel (1.669) der 4.894 beschäftigungspflichtigen Betriebe ist kein einziger Mensch mit Behinderung tätig. „Arbeitgeber oder ihre Personalverantwortlichen werden gezielt vom Arbeitgeber-Service Hamburg angesprochen und für diese Personengruppe sensibilisiert“, sagt Fock. „Dabei geht es nicht darum, den `moralischen` Zeigefinder zu erheben, sondern den Arbeitgebern andere Sichtweisen zu vermitteln und vielleicht über Praktika schwerbehinderte Menschen kennenzulernen. Denn viele unserer arbeitslosen Menschen mit Behinderung sind Fachkräfte oder Experten, die in den Betrieben gebraucht werden“.

Vordrucke für das Anzeigeverfahren inkl. der Berechnung der Ausgleichsabgabe können unter www.IW-Elan.de kostenfrei heruntergeladen werden.

Kontakt: Arbeitgeber-Service Hamburg, 040 2485 – 4015 / - 1076 / - 1671
Hamburg.Arbeitgeber-Schwb@arbeitsagentur.de

Tipp: Neue Ausgabe „Schwerbehinderte Menschen im Betrieb – Leistungen und Hilfen zur Inklusion – Ratgeber für Arbeitgebende und schwerbehinderte Menschen in Hamburg 2020“
Kostenfrei: Pressestelle (Marina Marquardt) Hamburg.pressemarketing@arbeitsagentur.de