22.06.2020 | Presseinfo Nr. 82

Kurzarbeitergeld muss rechtzeitig beantragt werden.

Nachdem zahlreiche Betriebe im März 2020 Kurzarbeit für sich und ihre Mitarbeiter (m/w/d) angezeigt haben, müssen sie in einem zweiten Schritt das Kurzarbeitergeld bei der Arbeitsagentur beantragen. Dazu haben sie insgesamt drei Monate Zeit. Für den Monat März läuft die Frist am 30. Juni 2020 ab. Darauf weist die Agentur für Arbeit Hamburg hin.

Anträge auf Kurzarbeitergeld

Fock: „Bei Kurzarbeit im März: Fristen beachten“

13.000 Betriebe hatten im März Kug beantragt – 9.500 Anträge liegen vor

Seit dem 16. März dieses Jahres ist der nicht terminierte Publikumsverkehr in der Agentur für Arbeit Hamburg durch die Corona-Pandemie ausgesetzt. Anliegen der Arbeitsuchenden oder auch der Arbeitgeber werden seither ausschließlich online oder telefonisch geklärt. „Die ersten Wochen waren für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unsere Kunden herausfordernd. Unser Telefonnetz brach streckenweise zusammen, der Online-Service war völlig überlastet und unsere Hausbriefkästen fassten die Anträge und Unterlagen nur mit Mühe“, erinnert sich Sönke Fock, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Hamburg und ergänzt: „Die Corona-Pandemie schlug mit voller Wucht in fast alle Wirtschaftszweige Hamburger Unternehmen ein. Kurzarbeit wurde zum Instrument der Beschäftigungssicherung in schwierigen Zeiten, um Fach- und Führungskräfte zu halten. Allein im März gaben über 13.000 Betriebe ihre Anzeige auf Kurzarbeit bei uns ab. Wir möchten heute auf das bestehende Fristende 30. Juni 2020 hinweisen, denn die Anträge auf Kurzarbeitergeld für den Monat März 2020 können nur bis Juni 2020 abgegeben werden.“

Der Arbeitgeber muss den Antrag auf Kurzarbeitergeld innerhalb einer Ausschlussfrist von 3 Monaten stellen. Die Frist beginnt mit Ablauf des Kalendermonats, für den das Kurzarbeitergeld beantragt wird.

„Uns liegen bisher etwa 9.500 Anträge auf Kurzarbeitergeld für den Monat März vor. Das ist eine hohe Anzahl von betroffenen Betrieben, denen wir sehr zeitnah das beantragte Kurzarbeitergeld erstatten konnten. Gleichzeitig wissen wir nicht, ob bis zum 30. Juni tatsächlich noch die –rein rechnerisch- ausstehenden 3.500 Anträge eingereicht werden“, bilanziert Fock und ergänzt, „Zahlreiche Betriebe haben vorsorglich Kurzarbeit bei uns angezeigt, um mögliche Arbeitsausfälle über Kurzarbeit kompensieren zu können.“ Erste statistische Auswertungen zum gesamten Umfang der in Anspruch genommenen Kurzarbeit werde in den nächsten Monaten vorliegen.

Bequem, schnell, direkt und sicher:

Handy-App: Kug-Anträge können bequem mit einer neuen Handy-App (Kurzarbeit: Dokumente einfach versenden) eingescannt oder hochgeladen werden. Der Versand an die zuständige Agentur für Arbeit ist rund um die Uhr möglich. Erhältlich ist die App in den Stores von Google und Apple.

Online: Über www.arbeitsagentur.de gibt es alle Informationen zur Kurzarbeit und Erklärvideos. Unternehmen können ihre Anzeige und die Anträge auf Kurzarbeit über den eService ausfüllen und online zusenden.

FAQ: FAQ zum Kurzarbeitergeld.

Presseteam der Agentur für Arbeit Hamburg

Frau Marina Marquardt