01.02.2021 | Presseinfo Nr. 6

Arbeitsmarkt im Weserbergland bleibt Anfang 2021 stabil

*Arbeitslosigkeit im Januar saisontypisch gestiegen
*weniger Arbeitslosmeldungen als im Januar 2020
*Weiterbildung als Schwerpunkt in 2021

Arbeitslosenzahl:                        12.980 Arbeitslosenquote (Vorjahreswert):                 6,6% (6,0%)
ggü. Vormonat:                     787 / 6,5% Stellenzugang (ggü. Vorjahresmonat):           553 (-21,6%)
ggü. Vorjahresmonat:         1.236 / 10,5% Stellenbestand (ggü. Vorjahresmonat):         2.624 (-3,2%)

Zum Jahresanfang 2021 ist die Arbeitslosigkeit im Weserbergland im Januar gestiegen: 12.980 Menschen waren im Bereich der Agentur für Arbeit Hameln arbeitslos gemeldet. Somit ist ein saisontypischer Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen.

„Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen bewegt sich für einen Januar in einem saisontypischen Rahmen, allerdings auf hohem Niveau," sagt Gerhard Durchstecher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hameln. Trotz des verschärften Lockdowns zeigt sich der Arbeitsmarkt im Weserbergland weiterhin robust: „Den Unternehmen durch Kurzarbeit zu ermöglichen, ihre Beschäftigten nicht entlassen zu müssen und bei Bedarf flexibel einsetzen zu können, ist weiterhin die beste Möglichkeit, durch diese Krise zu kommen," so Durchstecher.

„Der Arbeitsmarkt ist immer in Bewegung, auch im Lockdown. Im Januar haben sich im Bereich der Agentur für Arbeit Hameln 2.754 Personen neu oder erneut arbeitslos gemeldet, 500 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig haben 1.963 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendet, 480 weniger als im Januar 2020," erklärt Durchstecher weiter.

„Somit mussten sich Anfang 2021 weniger Menschen arbeitslos melden als zu Beginn 2020. Die höheren Arbeitslosenzahlen ergeben sich vor allem dadurch, dass die Menschen länger benötigen, um neue Arbeit zu finden, gerade unter den aktuellen Bedingungen des Lockdowns. Wir wollen das Jahr 2021 daher verstärkt dazu nutzen, arbeitslosen Menschen, die nicht sofort eine neue Stelle beginnen können, Weiterbildungen anzubieten, sofern dies im Rahmen der Pandemie möglich ist. Damit können wir die Zeiten der Arbeitslosigkeit sinnvoll überbrücken und gleichzeitig dem Fachkräftemangel entgegenwirken" erläutert Durchstecher abschließend.

Landkreise

In allen drei Landkreisen des Bezirks der Agentur für Arbeit Hameln ist die Arbeitslosigkeit im Januar gestiegen. Im Landkreis Holzminden war der Anstieg mit 2,1% am geringsten (+49 Arbeitslose, insgesamt 2.427), im Landkreis Hameln-Pyrmont stieg die Zahl der Arbeitslosen im Januar 2021 mit 9,4% am stärksten (+484 Arbeitslose, insgesamt 5.615). Im Landkreis Schaumburg stieg die Arbeitslosenzahl um 5,4% (+254 Arbeitslose, insgesamt 4.938).

Im Januar haben bis zum 25. des Monats im gesamten Weserbergland 355 Firmen für 2.553 Mitarbeitende Kurzarbeit neu angezeigt. Dies sind 29 Anzeigen mehr als im Vormonat. Im Landkreis Hameln-Pyrmont mussten 143 Unternehmen für 1.173 Mitarbeitende Kurzarbeit neu anmelden, im Landkreis Holzminden 49 Betriebe für 415 Mitarbeitende und im Landkreis Schaumburg 163 Arbeitgeber für 965 Mitarbeitende.

Arbeitslosigkeit: Übersicht Geschäftsstellen
Arbeitslosenzahl

Veränderung

ggü. Vormonat

Veränderung

ggü. Vorjahr

Arbeitslosenquote

(Vorjahreswert)

Agentur für Arbeit

Hameln

12.980

787 / 6,5%

1.236 / 10,5%

6,6% (6,0%)

Hameln

4.785

416 / 9,5%

   538 / 12,7%

6,9% (6,2%)

Bad Pyrmont

874

69 / 8,6%

70 / 8,7%

8,5% (8,0%)

Holzminden

2.383

48 / 2,1%

117 / 5,2%

6,8% (6,4%)

Rinteln

1.311

52 / 4,1%

124 / 10,4%

6,4% (5,8%)

Stadthagen

3.627

202 / 5,9%

387 / 11,9%

5,8% (5,2%)

Arbeitskräftenachfrage

Im Januar 2021 wurden im Weserbergland 553 neue Stelle von den Arbeitgebern gemeldet. Dies ist im Vergleich zum Dezember 2020 ein Rückgang um 127 Stellen (-18,7 %) zum Vormonat; auch zum Vorjahreswert (Januar 2020) ist ein Rückgang bei den gemeldeten Arbeitsstellen zu verzeichnen: -152 (-21,6%). Der Stellenbestand im Januar 2021 betrug 2.624 Stellen, somit 87 weniger als im Januar 2020 (-3,2%).

Unterbeschäftigung

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Hiermit werden neben den Arbeitslosen auch Personen dargestellt, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie an Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind. Die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) betrug nach vorläufigen Angaben im Januar 16.883 Personen, somit 494 Personen mehr als im Vormonat und 551 mehr als im Januar 2020.

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