31.03.2021 | Presseinfo Nr. 12

Arbeitsmarkt im Weserbergland trotzt der Pandemie

• Arbeitslosigkeit auf robusten Arbeitsmarkt gesunken
• mehr Arbeitslose als vor einem Jahr
• Kurzarbeit stützt Arbeitsmarkt während der Pandemie

Arbeitslosenzahl:                        12.703 Arbeitslosenquote (Vorjahreswert):                 6,5% (5,7%)
ggü. Vormonat:                     -437 / -3,3% Stellenzugang (ggü. Vorjahresmonat):           809 (+2,5%)
ggü. Vorjahresmonat:         1.615 / +14,6% Stellenbestand (ggü. Vorjahresmonat):         2.928 (+4,2%)

Im März 2021 ist die Arbeitslosigkeit im Weserbergland gesunken: Mit 12.703 Arbeitslosen waren in den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg 437 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Die Arbeitslosigkeit ist somit im März saisontypisch gesunken.

„Seit einem Jahr hat die Corona-Pandemie unser Leben und somit auch den Arbeitsmarkt fest im Griff,“ sagt Gerhard Durchstecher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hameln. „Allen Widrigkeiten zum Trotz erweist sich der Arbeitsmarkt im Weserbergland weiterhin als robust.,“ so Durchstecher.
„Einerseits sind über 1.600 Menschen im Weserbergland mehr arbeitslos als im Vergleich zum März 2020, als die letzten Arbeitsmarktzahlen vor dem ersten Lockdown erhoben wurden. Wir arbeiten intensiv daran, zusammen mit den Arbeitslosen eine individuelle Perspektive zu entwickeln, sie zu vermitteln oder durch eine Qualifizierung eine Arbeitsaufnahme zu ermöglichen,“ berichtet er weiter.
„Andererseits hat die Möglichkeit der Kurzarbeit vielen Menschen ihre Arbeitsstelle erhalten. In der Spitze gab es im Mai 2020 in unseren drei Landkreise über 18.000 Kurzarbeitende in 2.229 Betrieben. Gestützt durch die Kurzarbeit hat der Arbeitsmarkt im Weserbergland die Zeit der Pandemie bisher mit einem blauen Auge überstanden,“ erklärt Durchstecher.

Landkreise

Im März ist in allen drei Landkreisen des Bezirks der Agentur für Arbeit Hameln ist die Arbeitslosigkeit gesunken. Während im Landkreis Hameln-Pyrmont die Arbeitslosigkeit um 2,8% sank (-158 Arbeitslose, insgesamt 5.480), gab es im Landkreis Schaumburg 222 arbeitslose Menschen weniger (-4,4%, insgesamt 4.795). Im Landkreis Holzminden waren es 57 Arbeitslose weniger (-2,3%, insgesamt 2.428). Im März haben bis zum 25. des Monats im gesamten Weserbergland 67 Firmen für 782 Mitarbeitende Kurzarbeit neu oder erneut angezeigt. Dies sind 126 Anzeigen weniger als im Vormonat. Im Landkreis Hameln-Pyrmont mussten 29 Unternehmen für 476 Mitarbeitende Kurzarbeit anmelden, im Landkreis Holzminden 17 Betriebe für 194 Mitarbeitende und im Landkreis Schaumburg 21 Arbeitgeber für 112 Mitarbeitende.

Arbeitslosigkeit: Übersicht Geschäftsstellen
Arbeitslosenzahl

Veränderung

ggü. Vormonat

Veränderung

ggü. Vorjahr

Arbeitslosenquote

(Vorjahreswert)

Agentur für Arbeit

Hameln

12.703

-437 / -3,3%

1.615 / 14,6%

6,5% (5,7%)

Hameln

4.653

-142 / -3,0%

   635 / 15,8%

6,8% (5,9%)

Bad Pyrmont

876

 -15 / -1,7%

  109 / 14,2%

8,5% (7,6%)

Holzminden

2.379

  -58 / -2,4%

  199 / 9,1%

6,8% (6,2%)

Rinteln

1.268

 -47 / -3,6%

  173 / 15,8%

6,2% (5,4%)

Stadthagen

3.527

-175 / -4,7%

  499 / 16,5%

5,7% (4,9%)

Arbeitskräftenachfrage

Im März 2021 wurden 809 neue Stelle von den Arbeitgebern im Weserbergland gemeldet. Dies ist im Vergleich zum Februar 2021 ein Zuwachs um 40 Stellen (+5,2%); auch zum Vorjahreswert (März 2021) ist ein Aufwuchs bei den gemeldeten Arbeitsstellen zu verzeichnen: +20 (+2,5%). Der Stellenbestand im März 2021 betrug 2.928 Stellen, somit 219 mehr als im März 2020 (+8,1%).

Unterbeschäftigung

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsförderung oder kurzfristig erkrankt sind. Die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) betrug nach vorläufigen Angaben im März 16.657 Personen (hierin sind die 12.703 arbeitslos gemeldeten Personen bereits enthalten), somit 401 Personen weniger als im Vormonat und 696 mehr als im März 2020.