01.12.2020 | Presseinfo Nr. 74

Presseinformation Arbeitsmarktreport November 2020

Der Arbeitsmarkt in Hamm und im Kreis Unna:

Herbstbelebung trägt auch im „Lockdown light"
Arbeitslosigkeit sinkt weiter
Kurzarbeitsanzeigen wieder gestiegen

Die Entwicklung

Die günstige Entwicklung der letzten Monate auf dem Arbeitsmarkt in Hamm hat sich trotz des zweiten Lockdowns im November nicht nur gehalten, sondern sogar verstärkt. Die Zahl der Arbeitslosen nahm um 331 auf 8.476 ab. Die Arbeitslosenquote sank um 0,4 Punkte auf 9,0 Prozent. Vor einem Jahr waren es allerdings 7,6 Prozent.

Die Rechtskreise hatten eine ähnliche Entwicklung: 2.498 waren bei der Arbeitsagentur gemeldet (152 oder 5,7 Prozent weniger als im Vormonat), und 5.978 wurden durch das Kommunale Jobcenter betreut (179 oder 2,9 Prozent weniger). Beim Vorjahresvergleich waren die Unterschiede größer: Dabei waren 828 oder 49,6 Prozent mehr Erwerbslose bei der Arbeitsagentur als im November letzten Jahres verzeichnet, und 565 oder 10,4 Prozent mehr beim Jobcenter. Insgesamt gibt es aktuell in der Stadt Hamm fast 1.400 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr (+19,7 Prozent).

„Der zweite Lockdown hat sich auf die aktuell günstige Arbeitsmarktentwicklung in Hamm nicht gravierend ausgewirkt. Die Herbstbelebung hält an und hat die Arbeitslosenzahl sogar noch deutlicher sinken lassen als im Vormonat. Im November letzten Jahres stieg sie dagegen schon wieder an, und das noch ohne Corona. Somit ist natürlich auch der beträchtliche Abstand zur Vorjahresarbeitslosigkeit kleiner geworden. Waren es im Oktober noch über 1.700 Arbeitslose mehr, so sind es derzeit noch knapp 1.400 mehr als vor genau zwölf Monaten", so Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm. "Sichtbar werden die neuerlichen Pandemiemaßnahmen aber bei der Kurzarbeit. Hier hat es bei den Anzeigen wieder einen spürbaren Anstieg gegeben. 89 weitere Unternehmen haben Kurzarbeit angezeigt. Dass dies nicht noch mehr waren, ist der Tatsache geschuldet, dass die meisten betroffenen Arbeitgeber bereits seit dem Frühjahr zu erwartende Arbeitsausfälle vorsichtshalber für einen längeren Zeitraum angezeigt hatten."