26.07.2019 | Presseinfo Nr. 90

So kunstvoll kann Schweißen sein

Wasserspiel im Eingangsbereich der GfW-Metallwerkstatt wurde als Ausbildungsprojekt angefertigt

Eigentlich ist das Aufstellen eines neuen Wasserspiels im Eingangsbereich eines Gebäudes nicht besonders erwähnenswert. Mit dem Wasserspiel vor der Hanauer Metallwerkstatt der Gesellschaft für Wirtschaftskunde e.V. (GfW) hat es jedoch etwas Besonderes auf sich: Es wurde im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen in verschiedenen Schweißverfahren von einem Teilnehmer und seinem Ausbilder selbständig konzipiert und aus Metallresten gefertigt.

Metin Ata aus Hanau hat früher als Montierer gearbeitet und absolviert in der Schweißkursstätte der GfW Qualifizierungen in verschiedenen Schweißtechniken. Finanziert wird dies über einen Bildungsgutschein von der Agentur für Arbeit Hanau.

„Mit dem Wasserspiel ist ein Projekt gestaltet worden, das sich wirklich sehen lassen kann“, freut sich Heike Hengster, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hanau. „Es zeigt deutlich, dass Herr Ata mit Leidenschaft bei der Sache ist. Ich glaube, man kann mit Fug und Recht davon ausgehen, dass er nach dem Abschluss seiner Qualifikation zügig in Arbeit gehen wird.“

GfW-Geschäftsführer Reinhold Maisch ergänzt: „Wir sind sehr stolz darauf, dass hier sichtbar wird, wie mit der Fertigkeit des Schweißens ästhetisch anspruchsvolle Objekte gestaltet werden können.“

Rund 30 Arbeitsstunden haben Metin Ata und sein Ausbilder Turgut Karaoglu mit dem Entwurf der Konstruktion zugebracht. Vierkantrohre aus Stahl und Edelstahl waren durch Plasmaschneiden in die gewünschten Längen zu bringen und die Bauteile durch verschiedene Schweißverfahren so miteinander zu verbinden, dass das Endprodukt die gewünschte Funktion erfüllt und noch schön aussieht. Es waren komplizierte Verbindungen zu schweißen, denn die wasserführenden Rohre sind aus Edelstahl, während die Konstruktionsteile aus Baustahl sind. Dabei musste alles exakt berechnet sein, damit das Wasser auch in die nächste Kaskadenöffnung fließt.

„Mit derart ansprechenden Projekten kann man die erlernten Schweißtechniken gut vertiefen“, weiß Ausbilder Turgut Karaoglu. „Je mehr man übt, desto größer wird die Erfahrung und desto besser kann man im Betrieb die geforderten schweißtechnischen Aufgaben erfüllen“.

Metin Ata muss noch einige Prüfungen in verschiedenen Schweißtechniken bestehen. Darauf wird er in den nächsten Lehrgängen vorbereitet. Dann hat er seine Prüfungen in nahezu allen gängigen Schweißverfahren abgelegt und besitzt sehr gute Aussichten auf eine Beschäftigung.