30.01.2020 | Presseinfo Nr. 5

Mehr Arbeitslose zum Jahresanfang

Nur bei Jugendlichen ging Arbeitslosigkeit zurück

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Hanau waren im Januar 9.882 Personen arbeitslos gemeldet, 705 mehr als im Dezember und 376 mehr als im Januar 2019.

„Der Monat Januar ist leider immer von einem Anstieg der Arbeitslosigkeit geprägt. Kündigungen befristeter Arbeitsverhältnisse zum Quartals- und Jahresende und aufgrund des beendeten Weihnachtsgeschäfts kommen mit denen aus witterungsabhängigen Branchen zusammen. Die höchsten Zugänge im Januar sind denn auch aus den Wirtschaftszweigen verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Einzelhandel und aus der befristeten Überlassung von Arbeitskräften zu verzeichnen“, erläutert Heike Hengster, Vorsitzende der Geschäftsführung der Hanauer Arbeitsagentur, die aktuell veröffentlichten Zahlen. „Die Agentur für Arbeit legt den Fokus auf die Qualifizierung der Menschen, die von Arbeitslosigkeit bedroht oder arbeitslos sind. Je eher Betriebe und Betroffene auf uns zukommen, desto höher sind die Chancen auf nachhaltige Beschäftigungsalternativen. Wir beobachten sehr genau, ob die im Verlauf des vergangenen Jahres sich abzeichnenden Entwicklungen am Arbeitsmarkt sich verstetigen werden.“

Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,3 Prozent gegenüber 4,0 Prozent im Dezember an. Im Januar 2019 lag sie bei 4,2 Prozent.

 

Die Entwicklung nach Rechtskreisen

Bei der Agentur für Arbeit waren im Januar 3.771 Personen arbeitslos gemeldet, 573 mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Anstieg von 542 Personen.

Beim Kommunalen Center für Arbeit waren im Januar 6.111 Menschen arbeitslos, 132 mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Januar 2019 ergab sich ein Rückgang von 166 Personen.

Bei der Arbeitsagentur sind die Menschen arbeitslos gemeldet, die nach einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten. Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ‚Hartz IV') angewiesen sind, werden vom Kommunalen Center für Arbeit des Main-Kinzig-Kreises (KCA) betreut. 

 

Die Entwicklung in der Hauptagentur und den Geschäftsstellen

In der Stadt Hanau waren 3.794 Menschen arbeitslos gemeldet, 168 Personen mehr als im letzten Monat und 93 mehr als im Januar 2019. Die Arbeitslosenquote stieg auf 7,4 Prozent gegenüber dem Dezemberwert von 7,1 Prozent (Vorjahreswert: 7,4 Prozent). 

Im Bereich der Hanauer Hauptagentur waren 8.309 Personen arbeitslos, 502 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,7 Prozent gegenüber dem Vormonatswert von 4,4 Prozent (Januar 2019: 4,6 Prozent). 

Im Bereich der Geschäftsstelle Schlüchtern waren 1.573 Personen arbeitslos gemeldet, 203 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg auf 3,0 Prozent gegenüber 2,6 Prozent im Dezember (Januar 2019: 2,9 Prozent).

 

Entwicklung nach Personengruppen

Im Januar waren 5.471 Männer (427 mehr als im Vormonat) und 4.411 Frauen (278 mehr als im Dezember) arbeitslos gemeldet. 1.044 Jugendliche unter 25 Jahren waren am Stichtag arbeitslos, 5 weniger als im Vormonat. 1.823 über 55-jährige hatten im Januar keine Arbeit, 127 Personen mehr als im Monat zuvor. 

 

Zu- und Abgänge in Arbeitslosigkeit

Der Arbeitsmarkt ist nicht statisch, sondern ständig in Bewegung. Zugänge in und Abgänge aus Arbeitslosigkeit gibt es jeden Tag. Im Monat Januar meldeten sich im Agenturbezirk Hanau 2.900 Personen neu oder erneut arbeitslos, 2,5 Prozent mehr als im Januar 2019. 46,9 Prozent kamen aus Erwerbstätigkeit, 21,3 Prozent aus einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme und 24,8 Prozent aus Nichterwerbstätigkeit.

2.198 Personen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 1,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. 27,7 Prozent gingen in Erwerbstätigkeit. 24,4 Prozent meldeten sich in Ausbildung oder eine sonstige Maßnahme und 36,4 Prozent in Nichterwerbstätigkeit ab.

 

Gemeldete Arbeitsstellen

3.294 offene Stellen waren im Januar bei der Hanauer Arbeitsagentur zur Vermittlung im Bestand, 5,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der Arbeitgeber-Service akquirierte 566 offene Stellen und konnte 505 Stellen erledigen.