30.06.2022 | Presseinfo Nr. 12

Der Arbeitsmarkt im Juni 2022

Die Arbeitslosigkeit im Juni 2022 hat sich gegenüber dem Vormonat um 1.125 Personen erhöht (2,6%). Der Arbeitslosenbestand lag mit 44.400 Personen um -8,4% unter dem Vorjahreswert (- 4.060). Die Arbeitslosenquote liegt über beide Rechtskreise bei 7% und damit 0,6 Prozentpunkt unter dem Vorjahresniveau (SGB III 1,6%; SGB II 5,4%). Insgesamt hatten sich 8.109 Personen (1.432 mehr zum Vorjahr) arbeitslos gemeldet. 6.991 Personen (- 904 zumVorjahr) haben ihre Arbeitslosigkeit beendet.

„Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit ist einerseits saisonal erklärbar, viele Jugendliche melden sich bei uns. Oft ist das von kurzer Dauer. Außerdem werden die Ukrainerinnen seit Anfang Juni vom Jobcenter betreut und werden nun in den folgenden drei Monaten in der Arbeitsmarktstatistik aufgenommen werden.
Wir beobachten außerdem einen Rückgang bei den Stellenangeboten. Das ist auf die Unsicherheit der Betriebe zurückzuführen, welche wirtschaftlichen Folgen der Krieg haben wird.
Insgesamt bleibt der Arbeitsmarkt aber robust, Fachkräfte sind gesucht und wir bieten die Förderung von Berufsabschlüssen für Arbeitslose und Beschäftigte an. Damit können sich Unternehmen Fachkräfte sichern und die Arbeitnehmer/-innen ihre Zukunft, erklärt Heike Döpke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hannover, zur Lage am Arbeits- und Ausbildungsmarkt.
Die Meldungen neuer Arbeitsstellen lagen im Juni 696 Stellen unter dem Vorjahresmonat. Seit dem Jahresbeginn wurden 13.958 Stellen neu gemeldet. Im Vergleich zum letzten Jahr waren dies 568 (-3,9%) weniger.
Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den Arbeitslosen auch die Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen und länger erkrankte Personen. Die Unterbeschäftigungsquote ist zum Vorjahr gesunken und lag bei 8,9% (VJ 9,5%; 1,9% im Rechtskreis SGB III und 7% im Rechtskreis SGB II).

Einstellende Branchen
Die größten Anteile der gemeldeten Stellen verteilen sich auf folgende Bereiche: Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (19,5%), Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (19,1%), Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (17,7%), kaufm. Dienstleistung, Handel, Vertrieb, Tourismus (14,3%) sowie Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht, Verwaltung (11,3%) und Bau, Architektur, Vermessung, Gebäudetechnik (9,9%).

Ausbildungsmarkt
Auf dem Ausbildungsmarkt sind 6.111 Ausbildungsstellen gemeldet (+ 120 zum Vorjahr) und
dem gegenüber stehen 5.652 gemeldete Bewerber (- 533 zum Vorjahr).