02.09.2020 | Presseinfo Nr. 32

Arbeitsmarkt stabilisiert sich weiter

- Situation auf dem Arbeitsmarkt bleibt mit rund 8.900 Arbeitslosen deutlich über den Augustwerten des Vorjahres
- Allerdings melden sich etwas weniger Arbeitnehmer nach einer Kündigung arbeitslos, während gleichzeitig wieder mehr Menschen einen neuen Job aufnehmen
- Nur noch sieben Unternehmen beantragen im August neu Kurzarbeit

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit im August bedingt durch die Pandemiesituation deutlich um 20,2 Prozent (+1.478 Personen) auf 8.865 arbeitslos gemeldete Personen. Von Juli auf August sank die Arbeitslosigkeit hingegen leicht (-77 Personen; -0,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt 6,2 Prozent. Vor einem Jahr lag dieser Wert bei 5,2 Prozent.

„Die Konsolidierung auf dem Arbeitsmarkt setzte sich auch im August mit einem leichten Rückgang im Vergleich zum Vormonat fort. Allerdings befinden sich die Arbeitslosenzahlen nach dem Corona-Ausbruch weiterhin auf einem deutlich höheren Niveau als im Vorjahr. Positiv stimmt mich, dass sich im August etwas weniger Arbeitnehmer nach einer Kündigung arbeitslos melden mussten und gleichzeitig wieder mehr Menschen einen neuen Job begonnen haben“, erklärt Ronald Geist, Leiter der Heider Arbeitsagentur, die aktuelle Entwicklung.

Im Rechtskreis SGB III (Kunden der Agentur für Arbeit) sind zurzeit 3.331 Personen arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Arbeitslosen stieg damit im Vergleich zum Vorjahr sehr stark an (+835 Personen; +33,5 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat sank die Arbeitslosigkeit dagegen (-92 Personen; -2,7 Prozent).

Im Rechtskreis SGB II (Kunden der Jobcenter) stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich auf 5.534 Personen (+652 Personen; +13,4 Prozent). Im Vergleich zum Juli veränderte sich die Situation nur marginal (+15 Personen; +0,3 Prozent).

Kurzarbeitergeld

Im August zeigten sieben Betriebe Kurzarbeit neu an. Damit wurde im Zusammenhang mit der Corona-Krise seit März von 2.470 Unternehmen für 24.050 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. 1.358 der Anzeigen für 13.931 Beschäftigte entfielen davon auf den Kreis Dithmarschen und 1.112 Anzeigen für 10.119 Beschäftigte auf den Kreis Steinburg.

Wichtig ist: Es handelt sich hierbei nur um die Anzeigen auf Kurzarbeit, ob diese auch tatsächlich so eintreten wird, kann erst nach Abrechnung des Kurzarbeitergeldes durch den Betrieb ausgewertet werden. Die Betriebe haben für die Abrechnung des Kurzarbeitergeldes drei Monate Zeit.

„Im August ist die Inanspruchnahme der Kurzarbeit mit lediglich sieben neuen Anzeigen deutlich zurückgegangen. Allerdings befinden sich viele Betriebe und damit auch deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits seit mehreren Monaten in Kurzarbeit. Gerade für Branchen, die besonders hart von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sind, ist es gut, dass die Bezugsdauer und die erleichterten Zugangskriterien zum Kurzarbeitergeld weiter verlängert worden sind. So können die Firmen weiterhin ihr Personal halten und müssen keine Kündigungen aussprechen“, erläutert Geist.

Stellenmarkt

Im August teilten die Arbeitgeber dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Heide und der beiden Jobcenter Dithmarschen und Steinburg 370 offene Arbeitsstellen mit. Das sind 96 Stellen weniger (-20,6 Prozent) als im August 2019. Insgesamt meldeten die Arbeitgeber seit Jahresbeginn 3.253 offene Stellen, das sind 704 (-17,8 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum.

Im August suchten überwiegend das Gesundheits- und Sozialwesen, die Öffentliche Verwaltung sowie der Handel neues Personal.

Arbeitsmarktlage in den beiden Kreisen

Im Kreis Dithmarschen sind aktuell 4.329 Personen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosigkeit stieg damit im Vergleich zum August 2019 deutlich um 17,3 Prozent (+640 Personen). Im Vergleich zum Juli ging die Arbeitslosigkeit leicht zurück (-87 Personen; -2,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt 6,2 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 5,3 Prozent.

Im Kreis Steinburg sind zurzeit 4.536 Personen (+847 Personen; +23,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat verblieb die Arbeitslosigkeit auf einem Niveau (+10 Personen; +0,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt 6,3 Prozent. Vor einem Jahr lag dieser Wert bei 5,1 Prozent.