Interview mit Uwe Abele

Uwe Abele ist Geschäftsführer der ABELE Spedition u. Transport GmbH und führt den Familienbetrieb in dritter Generation.

Auf dem Bild sehen Sie den Ausbildungspaten des Betriebes Sven Thomas.
 

Wir freuen uns sehr, dass Sie uns für ein Interview zur Verfügung stehen und mit uns über das Thema „Ausbildung von Berufskraftfahrer/-innen“ sprechen.

Was macht Ihr Unternehmen und in welcher Position sind Sie dort tätig?
Uwe Abele, ich bin Geschäftsführer der ABELE Spedition u. Transport GmbH und führe unseren Familienbetrieb in dritter Generation.

Unser Unternehmen deckt ein breites Angebot an Leistungen ab: Standardtransporte, Maschinentransporte sowie Schwer- und Sondertransporte. Ebenfalls haben wir große Lagerkapazitäten (Hochregallager, Maschinenlager usw.), so dass wir unseren Kunden Komplettlösungen anbieten können: LKW Transport, Handling und Lagerung.

Sie bilden Berufskraftfahrer/innen aus. Was ist Ihnen wichtig bei der Auswahl Ihrer potentiellen Azubis?
Wichtig ist uns, dass die Bewerber und Bewerberinnen zuverlässig, verantwortungsbewusst und pünktlich sind, denn das sind wichtige Eigenschaften, die man für diesen Beruf einfach mitbringen muss. Außerdem sollten sie mindestens 18 bis 20 Jahre alt sein und den Führerschein Klasse B haben.

Welchen Schulabschluss müssen die Bewerber/-innen mitbringen?
Rechtlich gesehen, gibt es keine bestimmten Vorgaben. In der Regel stellen die Unternehmen Kandidaten mit Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss ein.

Wie lange dauert die Ausbildung und welche Inhalte hat sie?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und findet sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule statt, es handelt sich also um eine klassische duale Ausbildung. In der Schule werden die allgemeinen Fächer wie z. B. Deutsch oder Mathematik unterrichtet aber auch die berufsspezifischen Lernfelder wie z. B. Güter verladen oder elektrische Anlagen überprüfen, behandelt.

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Azubis dann Dinge wie z. B. die optimale Tourenplanung aber auch das Warten, Pflegen und Beladen des Fahrzeuges, die Funktionsweise der Fahrzeuge inklusive Motor, Kraftübertragung, usw.

Wo macht man den Führerschein und welche Führerscheine macht man denn in der Ausbildung?
Wir arbeiten mit regionalen Fahrschulen zusammen und orientieren uns i. d. R. am Wohnort unserer Azubis. Dort werden dann die Führerscheine C und CE gemacht, also umgangssprachlich die kleinen und großen LKW’s inklusive Hänger.

Fahren Azubis auch Fernverkehr?
Das kommt selbstverständlich auf das Tätigkeitsfeld des Unternehmens drauf an. In unserem Unternehmen fahren auch Azubis, wenn sie entsprechend dafür befähigt sind, im Fernverkehr.

Wie wird sich das Berufsbild in den kommenden Jahren verändern?
Das Berufsbild wird sich selbstverständlich auch im Hinblick auf die Digitalisierung verändern, aber vom autonomen Fahren sind wir noch ein ganzes Stück entfernt. Ich bin der Meinung, dass vor allem das Thema Vereinbarkeit von Beruf mit Freizeit und Familie die erste Stellschraube sein wird, die sich in den nächsten Jahren verändern wird und auch verändern muss.

Wie hoch sind die Übernahmechancen nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung?
Bei guten Leistungen übernehmen wir unsere Azubis nach Abschluss direkt in ein Arbeitsverhältnis. Und genauso macht es selbstverständlich auch die restliche Branche. Denn eines ist ganz klar: als Berufskraftfahrer bzw. Berufskraftfahrerin arbeitet man in einem krisensicheren Job. Das hat uns die Pandemie gezeigt.

Was passiert, wenn ich bei der Prüfung das erste Mal durchfallen sollte?
Wir betreuen unsere Azubis sehr engmaschig, das heißt, wir haben einen Ausbildungspaten, helfen bei den Prüfungsvorbereitungen und haben grundsätzlich immer ein offenes Ohr für unsere Mitarbeitenden. Sollte es aber dennoch passieren, dass man durchfällt, ist das auch kein Beinbruch. Dann wird die Prüfung selbstverständlich wiederholt und wir schauen gemeinsam, woran es lag und was wir beim nächsten Mal besser machen müssen.

Haben Sie dieses Jahr schon alle Ausbildungsplätze besetzt oder kann man sich noch bewerben?
Wir haben grundsätzlich immer Bedarfe und freuen uns über Bewerbungen oder einer Kontaktaufnahme.

Kann man bei Ihnen ein Praktikum machen?
Sehr gerne. Das raten wir grundsätzlich jedem, der unsicher ist, ob der Beruf etwas für ihn oder sie ist. Nehmen Sie einfach Kontakt mit dem Unternehmen auf und fragen, ob man mal ein paar Tage mitlaufen darf, um sich ein besseres Bild zu machen. Danach fällt einem die Entscheidung auch viel leichter.

Wieviel verdient man ungefähr in der Ausbildung zum Berufskraftfahrer/-in
Je nach Bundesland kann das unterschiedlich sein. In Baden-Württemberg liegen die Gehälter der Azubis um 1.000 € plus Spesen im Monat. Bei guter Entwicklung innerhalb der Ausbildung kann auch mehr verdient werden.

Warum Berufskraftfahrer/-in werden? Was sind die schlagenden Argumente? Gerade für technisch interessierte Menschen bietet der Umgang mit Fahrzeug und Technik sehr viel. Außerdem gibt es einem ein Stück weit die gewisse „Freiheit“, da jeder Arbeitstag anders verläuft. Wer also gerne am Lenkrad sitzt, wer es mag, eigenständig zu arbeiten und wer absolut verantwortungsbewusst ist, der bringt die besten Voraussetzungen für diese Ausbildung und auch den Beruf mit.

Interesse an einer Ausbildung?

Unsere Berufsberatung unterstützt dich dabei: 

Mach am besten gleich einen Termin!

Oder komm einfach vorbei zu unserem Sommer der Ausbildung!

Im Zeitraum vom 18.07 – 05.08.2022 sind wir im Rahmen unserer Öffnungszeiten auch persönlich und ganz ohne Termin für dich da:

Mo-Di   08:00-13:00 & 14:00-16:00 Uhr

Mi         08:00-13:00 Uhr

Do        08:00-13:00 & 14:00-18:00 Uhr

Fr         08:00-12:00 Uhr

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