Interview mit Stefan Schwab von Holz Adrian

Stefan Schwab ist einer der drei geschäftsführenden Gesellschafter der Firma Holz Adrian.
 

Wir freuen uns sehr, dass Sie uns für ein Interview zur Verfügung stehen und mit uns über das Thema „Ausbildung von Berufskraftfahrer/-innen" sprechen.

Was macht Ihr Unternehmen?

Die Holz-Adrian GmbH - gegründet 1919 - ist eines der ältesten, noch existierenden Holzhandelsunternehmen der Metropolregion Rhein-Neckar.
Unser Firmensitz befindet sich in der Spargel- und Festspielstadt Schwetzingen. Auf einer Fläche von über 7.300 qm lagern und zeigen wir so ziemlich alle Produkte, die Holzprofis das Herz höherschlagen lassen. Wir beschäftigen uns mit Allem, was mit Holz- und Holzwerkstoffen für den Innen- und Außenbereich zu tun hat.
Unsere Mitarbeiter sind gut ausgebildete und qualifizierte Spezialisten für die verschiedenen Warengruppen unseres Sortiments. Mit unserem betriebseigenen Fuhrpark beliefern wir Sie schnell und zuverlässig. Wir sind eines der innovativsten und expansivsten Unternehmen der Branche.

Warum benötigen Sie LKW-Fahrer/-innen:
Wir betreiben einen betriebseigenen Fuhrpark mit 10 Fahrzeugen im Werksverkehr. Uns ist es wichtig, den Kundenservice im Bereich der Logistik mit eigenen Fahrzeugen und eigenen Mitarbeitern aufrecht zu erhalten. Um den Fuhrpark und somit diesen Service auf einem guten, qualifizierten Niveau aufrecht zu erhalten, bedarf es auch qualifizierter Mitarbeiter, sprich Berufskraftfahrer.

Wie schwer ist es, geeignetes Personal zu finden, vor allem für den Bereich Berufskraftfahrer/-innen?
Es herrscht schon seit einigen Jahren auch in der Branche der Berufskraftfahrer ein Fachkräftemangel, auch der Nachwuchs lässt immer mehr nach, es werden immer weniger Berufskraftfahrer ausgebildet.
Durch den Krieg in der Ukraine wurde die Situation noch extrem verschärft, da viele ukrainische Fahrer in ihre Heimat zurück gegangen sind.

Welchen Herausforderungen müssen Sie sich als Arbeitgeber zukünftig stellen, insbesondere im Hinblick auf die Themen Digitalisierung und Transformation?
Unsere größte Herausforderung wird sein, die Abläufe und Strukturen von der analogen Welt in die digitale Form zu übertragen. Ein wichtiges Instrument ist hier die Schulung unserer Mitarbeiter, um hierbei die Umstellung auf die digitalen Abläufe und Strukturen zu erleichtern und voranzubringen.

Wie wichtig ist für Sie grundsätzlich das Thema Förderung der Mitarbeiter?
Für uns ist die Förderung in allen Bereich sehr wichtig. Egal, ob langjähriger Mitarbeiter oder Auszubildender im 1. Lehrjahr, es werden bei uns alle Mitarbeiter unterstützt sowie gefördert – dies entspricht unserer Firmenkultur. Denn für uns sind die Mitarbeiter unser höchstes Gut und die Firma ist nur so gut, wie der schwächste Mitarbeiter. Somit investieren wir sehr viel in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter.

Welche Vorteile sehen Sie in der Qualifizierung Ihrer Mitarbeiter/-innen?
Durch die Qualifizierung haben wir viele Vorteile generiert. Wir haben gute Strukturen geschaffen und können eine stetige Prozessoptimierung vornehmen und somit unsere Mitarbeiter auch ein wenig entlasten. Hierdurch haben wir sehr hohe Qualitätsstandards und geben unseren Mitarbeitern die nötige Sicherheit, dass Holz Adrian auch in Zukunft die Arbeitsplätze der Mitarbeiter sicherstellt.

Gehören die Begrifflichkeiten Qualifizierung von Mitarbeitern und Wertschätzung von Mitarbeitern für Sie eher Zusammen oder haben diese beiden Wörter keinen Zusammenhang für Sie? Warum?
Für uns gehört die Wertschätzung jedes einzelnen Mitarbeiters egal ob er ein ungelernter Arbeiter oder ein leitender Mitarbeiter ist, zu unserer Firmenkultur. Als mittelständiges, im Familienbetrieb geführtes Unternehmen, ist es uns sehr wichtig, dass jeder Mitarbeiter diese Wertschätzung erhält. Zu dieser Wertschätzung gehört auch, dass wir versuchen, jedem Mitarbeiter eine entsprechende verbesserte berufliche Qualifizierung oder eine Weiterbildung zu ermöglichen. Auch ist es sehr gerne gesehen, wenn unsere Mitarbeiter/-innen bei dem Wunsch nach Verbesserung der beruflichen Qualifikation oder Weiterbildung Eigeninitiative betreiben und die Geschäftsführung darauf ansprechen. Z. B. Herr Paun Ausbildung zum Berufskraftfahrer, Frau Ferger Fernstudium zur geprüften Grafikdesignerin, Herr Münkel Ausbildereignungsschein, um hier nur einige Beispiele zu nennen. Somit gehören diese beiden Begriffe indirekt und auch direkt zusammen.

Mitarbeiter/-innen zu qualifizieren bedeutet meistens auch, Mitarbeiter-/innen freizustellen für den Zeitraum der Weiterbildung. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass man gegebenenfalls Tagesabläufe umstrukturieren muss. Was können Sie anderen Unternehmen raten, wenn es um dieses Thema geht? Wie sind Sie dieses Thema angegangen und haben es in Ihrem Hause umgesetzt?
Wir sind bei Holz Adrian in der glücklichen Lage, sehr gute und flexible Mitarbeiter/-innen zu haben, so dass wir die Arbeit unseres Mitarbeiters während der Weiterbildung auf seine Kollegen umlegen konnten. Da die Umverteilung nur eine begrenzte Zeit nötig war, konnten wir diese Maßnahme in unserem Hause gut umsetzten. Da unser Mitarbeiter nach seiner Weiter- bzw. Ausbildung zum Berufskraftfahrer nicht mehr unserem Lager- sondern zukünftig unserem Fahrerteam angehört, mussten wir hier natürlich nach einem neuen Mitarbeiter für das Lagerteam suchen und haben diesen glücklicherweise auch kurzfristig gefunden.

Wieso haben Sie sich an die Agentur für Arbeit gewandt und wie sind Sie auf unser Förderprogramm aufmerksam geworden.
Die zuständige Mitarbeiterin hat in ihrer vorherigen Arbeitsstätte schon einige Weiterbildungsmaßnahmen mit dem damaligen Förderprogramm WeGebAU der Arbeitsagentur begleitet, so dass wir natürlich hier wieder gerne die Arbeitsagentur als Partner mit ins Boot holen wollten und hoffen, dass wir auch zukünftig bei der Personalsuche und der Weiterbildung Unterstützung erhalten.

Wie zufriedenstellend waren Sie mit der Antragsstellung?
Die Antragsstellung ging sehr einfach und es kam auch in sehr kurzer Zeit die Genehmigung bzw. der Bildungsgutschein. Frau Hanf, unsere direkte Ansprechpartnerin, stand uns immer mit Rat und Tat beiseite und auch offene Fragen wurden sehr schnell beantwortet. Durch diese tolle Unterstützung war es für uns sehr einfach, die Antragsstellung durchzuführen.

Hat sich die Förderung Ihrer Mitarbeiter/-innen zusammen mit der Agentur für Arbeit Heidelberg gelohnt? Warum?
Auf jeden Fall. Wir können bzw. konnten so dem Fachkräftemangel etwas entgegenwirken und die Qualifizierung unserer Mitarbeiter erheblich verbessern. Auch konnten wir die Mitarbeiterbindung noch steigern. Auch ein wichtiger Punkt für uns war, dass wir viele Dinge dadurch nicht an externe Personen vergeben müssen, sondern können diese mit eigenen Mitarbeitern zu unseren eigenen Strukturen und in unseren eigenen Prozessen in kurzen und schnellen Wegen selbst abbilden.

Suchen Sie denn noch geeignetes Personal und wenn ja, wohin kann man sich wenden, wenn man Interesse hat?
Wir suchen für die Bereiche Lagerlogistik und Fuhrpark noch qualifiziertes Personal. Bei Interesse kann man gerne seine Bewerbungsunterlagen an die Personalabteilung schicken.

Was ist Ihnen bei Ihrer Mitarbeitergewinnung wichtig? Was müssen Ihre zukünftigen Mitarbeiter/-innen mitbringen?
Die wichtigsten Dinge sind Selbstmotivation, Berufsinteresse und Teamfähigkeit. Des Weiteren sollte man Spaß an seiner Arbeit haben und diese auch mit dem nötigen Herz und Verstand erledigen. Alles andere ergibt sich in einem persönlichen Gespräch.

Was geben Sie anderen Unternehmen mit auf dem Weg hinsichtlich des Themas Qualifizierung ihrer Beschäftigten?
Das Thema Qualifizierung der Mitarbeiter ist enorm wichtig und sollte immer wieder in Angriff genommen und auch die Mitarbeiter für eine Weiterbildung motiviert werden. Die Arbeitsagentur Heidelberg ist hier der richtige Partner.

Sie sind Unternehmer und benötigen Unterstützung bei der Qualifizierung Ihrer Mitarbeitenden?

Stärken Sie die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens, indem Sie Ihre Beschäftigten qualifizieren. Wir unterstützen Sie, indem wir eine Weiterbildung unter bestimmten Voraussetzungen fördern.

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