29.07.2021 | Presseinfo Nr. 57

Der Arbeitsmarkt im Juli 2021

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Juli erneut zurückgegangen.

„Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Juli erneut zurückgegangen. Dies ist besonders erfreulich, weil in den Juli-Monaten der Vorjahre die Arbeitslosigkeit aufgrund von saisonalen Effekten stets zugenommen hatte“, sagt Manfred Grab, der neue Leiter der Heilbronner Agentur für Arbeit, zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt. „Die positive Stimmung in den Betrieben ist nach schwierigen Monaten damit auf unserem Arbeitsmarkt spürbar angekommen.

Wir richten unseren Blick aber auch auf die Perspektiven junger Menschen.

Unter dem Motto „Nicht ohne Ausbildung in die Ferien“ unterstützt unsere Berufsberatung alle Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern, die noch nicht wissen, wie es nach der Schulzeit weitergehen soll. Unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater finden sicher für alle Interessierten eine individuelle Lösung.“

Arbeitslosenzahl im Juli: - 222 auf 10 658
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: - 2 338
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: - 0,1 auf 3,8 Prozent

Arbeitslosigkeit

Im Juli steigt normalerweise die Arbeitslosigkeit leicht an. Das war in den vergangenen Jahren die Regel. Doch nicht in diesem Jahr. Ende des Monats sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Heilbronn 10 658 Männer und Frauen ohne Job gemeldet; das sind 222 weniger als im Juni.

Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,1 auf 3,8 Prozent. Vor einem Jahr waren es noch 4,7 Prozent. Im Juli 2019 – dem Vergleichsmonat vor der Corona-Pandemie – lag die Quote bei 3,2 Prozent.

In Baden-Württemberg liegt im Juli 2021 die Arbeitslosenquote ebenfalls bei 3,8 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung

In der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III sind im Statistikzeitraum     4 847 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem letzten Monat sind das 132 Personen weniger und 2 147 weniger als im letzten Juli.

Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) ist ebenfalls zurückgegangen. Die im Heilbronner Agenturbezirk ansässigen Jobcenter registrieren im Juli 5 811 arbeitslose Menschen. Das sind 90 weniger als im Vormonat und 191 weniger als noch vor einem Jahr.

Entwicklung nach Personengruppen

Im Juli sind 4 791 Frauen arbeitslos gemeldet, 108 weniger als vor vier Wochen. Bei den Männern ist ein Rückgang um 114 auf 5 867 zu verzeichnen.

In der Altersgruppe der unter 25-Jährigen nimmt die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Juni um 120 auf 961 zu.

Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit erhöht sich von 2,8 auf 3,2 Prozent, liegt damit aber 1,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich im Juli viele Jugendliche nach Abschluss ihrer betrieblichen oder schulischen Ausbildung arbeitslos melden. Deshalb steigt um diese Zeit die Arbeitslosigkeit der Jüngeren an.

Bei den Älteren hat die Arbeitslosigkeit dagegen abgenommen. 3 697 Frauen und Männer in der Gruppe der über 50-Jährigen sind im Juli arbeitslos gemeldet, 166 weniger als im Vormonat. Vor Jahresfrist waren noch 4 085 Menschen in dieser Altersgruppe von Arbeitslosigkeit betroffen.

Kurzarbeit

Im Januar – aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor – waren im Heilbronner Agenturbezirk 19 712 Personen in 2 347 Betrieben von Kurzarbeit betroffen. Die Kurzarbeiter-Quote bezogen auf die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag bei 9,1 Prozent.

Arbeitskräftenachfrage

Den Vermittlungsfachkräften im Arbeitgeberservice werden 639 neue Stellen von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet. Das sind 64 mehr als vor einem Monat.

Der Stellenbestand ist gegenüber Juni um 120 auf 3 040 (plus 4,1 Prozent) angewachsen. Im Vorjahr betrug der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen 2 460.