31.01.2019 | Presseinfo Nr. 4

Arbeitsmarktbericht Januar 2019

• Arbeitslosigkeit steigt zu Jahresbeginn
• Winterbeginn sorgt für Anstieg der Arbeitslosenzahlen
• weiterhin gut aufnahmefähiger Arbeitsmarkt
 

Arbeitslosigkeit steigt zu Jahresbeginn

Wie zu Jahresbeginn typisch, ist die Zahl der Arbeitslosen im Monat Januar angestiegen. Evelyne Beger, Chefin der Agentur für Arbeit Hildesheim, führt den Anstieg auf die saisontypischen Einflüsse zurück: „Das Quartalsende sowie befristete Arbeitsverträge, die nicht über das Jahresende hinaus verlängert wurden und vor allem die witterungsbedingten Einschränkungen in den Außenberufen haben für den Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar gesorgt.“

Im Arbeitsagenturbezirk Hildesheim ist die Arbeitslosigkeit im Januar auf 12.259 Personen angestiegen (+836 Personen bzw. +7,3%ggü. Vormonat). Das Vorjahresniveau wurde weiterhin deutlich mit 7,0% (929 Personen) unterschritten. Die Arbeitslosenquote ist im Januar um 0,4 Prozentpunkte auf 5,6% angestiegen (Vorjahresmonat 6,1%).

Die Anzahl der neu gemeldeten Stellen liegt mit 725 auf dem Niveau des Vormonats. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind dies 170 Stellen mehr (+30,6%). Die Zahl der offenen Stellen ist weiterhin hoch. Im Januar waren 2.943 Arbeitsstellen beim gemeinsamen Arbeitsgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter gemeldet, 303 (11,5%) mehr als vor einem Jahr.  „Die Bereiche verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen und der Handel bieten zahlreiche Einstiegschancen in den Arbeitsmarkt“, sagt Beger.

 

Arbeitslose nach Rechtskreisen

Der Winterbeginn hat sich auf beide Rechtskreise ausgewirkt. Im saisonsensibleren Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit / Arbeitslosengeld I) waren 612 Personen mehr (+16,7%) als im Vormonat arbeitslos gemeldet. Insgesamt stieg die Arbeitslosigkeit in diesem Rechtskreis auf 4.284 Personen an. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 197 Personen (-4,4%).

Im Bereich der für die Grundsicherung (SGB II) zuständigen Jobcenter ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 224 (+2,9%) auf 7.975 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies 732 Arbeitslose weniger (-8,4%).

 

Unterbeschäftigung

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Neben den Arbeitslosen zählen auch Personen als Unterbeschäftigte, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind. Im Januar waren nach vorläufigen Angaben 16.310 Menschen unterbeschäftigt. Das sind 913 Personen weniger als noch vor einem einem Jahr (-5,3%).

 

Entwicklungen in den Landkreisen

Im Landkreis Hildesheim waren im Januar 8.838 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat waren das 524 Personen mehr (+6,3%). Das Vorjahresniveau wurde weiterhin um 641 Personen (-6,8%) unterschritten. Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozentpunkte auf 6,0% angestiegen (Vorjahresmonat: 6,5%).

Im Landkreis Peine waren 3.421 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg von 312 Personen (+10,0%) gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen um 288 Personen bzw. -7,8%. Die Arbeitslosenquote ist um 0,5 Prozentpunkte auf 4,8% angestiegen (Vorjahresmonat: 5,3%).