01.03.2019 | Presseinfo Nr. 10

Arbeitsmarktbericht Februar 2019

• Arbeitsmarkt profitiert vom milden Wetter 
• Ausbildungsende: Fachkräfte auf Arbeitssuche
• Schulabgänger: jetzt bei der Berufsberatung melden
 

Arbeitsmarkt profitiert vom milden Wetter

Nach dem Anstieg der Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat ist die Zahl der Arbeitslosen im aktuellen Berichtsmonat gesunken. Die sonst zu dieser Jahreszeit üblichen saisonalen Negativeinflüsse blieben aus.

Im Februar waren 12.013 Frauen und Männer im Arbeitsagenturbezirk Hildesheim arbeitslos gemeldet. Das waren 246 (2,0%) weniger als im Januar und 1.197 (-9,1%) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 5,5% gesunken (Vorjahresmonat 6,1%).

„Die Zahlen überraschen positiv“, freut sich Evelyne Beger, Chefin der Hildesheimer Agentur für Arbeit. „Der Arbeitsmarkt profitiert einerseits von den milden Temperaturen und andererseits davon, dass die Betriebe an ihren Fachkräften festhalten.“

Die Arbeitslosenzahl der unter 25-Jährigen ist verglichen mit dem Vormonat um 129 Personen (+12,5%) auf 1.161 Personen angestiegen. Vor Jahresfrist waren 135 Jugendliche (10,4%) mehr ohne Beschäftigung. Laut Beger beruht der Anstieg insbesondere auf das Ende der 3,5-jährigen Ausbildungen. „Nicht alle jungen Fachkräfte konnten in ihrem Ausbildungsbetrieb eine Anschlussbeschäftigung finden“, so Beger. „Unternehmen, die neuen Fachkräften eine berufliche Perspektive anbieten möchten, können sich an unseren Arbeitgeber-Service vor Ort unter der kostenfreien Rufnummer 0800 4 5555 20 wenden.“

Für die angehenden Berufsstarter, die in diesem Jahr die Schule beenden, gilt es nach dem Halbjahreszeugnis an die berufliche Zukunft zu denken. „Wer noch keinen Kontakt zur Berufsberatung aufgenommen hat, sollte dies schnell nachholen“, rät die Agenturchefin. Seit Oktober meldeten die Unternehmen im Agenturbezirk 1.859 Ausbildungsstellen und damit +6,4% mehr als im vergangenen Jahr. Gleichzeitig nahmen 2.011 Jugendliche die Unterstützung der Berufsberatung an – 5,6% weniger als im Vorjahreszeitraum. Einen Termin zur Berufsberatung gibt es unter der kostenfreien Servicenummer 0800 4 5555 00 oder online unter https://www.arbeitsagentur.de/meine-eservices.

 

Stellenmarkt

Im Februar meldeten die Unternehmen 809 neue Stellen gemeldet (+84 bzw. 11,6% ggü. Vormonat). Gegenüber dem Vorjahr sind dies 249 Stellen weniger (-23,5%).

Die Zahl der offenen Stellen ist weiterhin hoch. Im Februar waren 2.897 Arbeitsstellen beim gemeinsamen Arbeitsgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter gemeldet, 109 (3,9%) mehr als vor einem Jahr.  So bieten insbesondere die Bereiche des verarbeitenden Gewerbes, des Gesundheits- und Sozialwesens und des Handels zahlreiche Einstiegschancen.

 

Arbeitslose nach Rechtskreisen

Die Arbeitslosigkeit in den beiden Rechtskreisen entwickelte sich unterschiedlich. Während im saisonsensibleren Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit / Arbeitslosengeld I) die Arbeitslosigkeit nahezu unverändert blieb, ist sie im Jobcenter gesunken. Im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 4 (+0,1%) auf 4.288 angestiegen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 139 (-3,1%).

Im Bereich der für die Grundsicherung (SGB II) zuständigen Jobcenter ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 250 (-3,1%) auf 7.725 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies 1.058 Arbeitslose weniger (-12,0%).

 

Unterbeschäftigung

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Neben den Arbeitslosen zählen auch Personen als Unterbeschäftigte, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind[1]. Im Februar waren nach vorläufigen Angaben 16.377 Menschen unterbeschäftigt. Das sind 800 Personen weniger als noch vor einem Jahr (-4,7%).

[1]Dazu gehören Personen in Arbeitsmarktmaßnahmen, beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Gründungszuschuss etc. Aufgrund der Vorläufigkeit der Daten zur Maßnahmeteilnahme können sich hier in den kommenden Monaten noch Änderungen ergeben. Nicht enthalten sind Beschäftigte in Kurzarbeit, weil diese Daten erst mit mehrmonatiger zeitlicher Verzögerung erhoben werden können.

 

Entwicklungen in den Landkreisen

Im Landkreis Hildesheim waren im Februar 8.637 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat waren das 201 Personen weniger (-2,3%). Das Vorjahresniveau wurde weiterhin um 916 Personen (-9,6%) unterschritten. Die Arbeitslosenquote betrug 5,8% (Vormonat: 6,0; Vorjahr: 6,5%).

Im Landkreis Peine waren 3.376 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang von 45 Personen (-1,3%) gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen um 281 Personen bzw. -7,7%. Die Arbeitslosenquote betrug 4,7% (Vormonat: 4,8; Vorjahr: 5,2%).