28.02.2020 | Presseinfo Nr. 10

Arbeitsmarktbericht Februar 2020

Arbeitsmarkt profitiert vom milden Wetter

- Ausbildungsende: Fachkräfte auf Arbeitssuche
- Schulabgänger: jetzt bei der Berufsberatung melden
 

Nach einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat ist die Zahl der Arbeitslosen auch im aktuellen Berichtsmonat geringfügig gestiegen. Die sonst zu dieser Jahreszeit üblichen saisonalen Negativeinflüsse insbesondere aufgrund der witterungsbedingten Einschränkungen blieben allerdings fast aus.

Im Februar waren 12.151 Frauen und Männer im Arbeitsagenturbezirk Hildesheim arbeitslos gemeldet. Das waren 203 (+1,7%) mehr als im Januar und 138 (+1,1%) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vormonat auf 5,5% leicht angestiegen (Vorjahresmonat 5,5%).

Die Arbeitslosenzahl der unter 25-Jährigen ist verglichen mit dem Vormonat um 124 Personen (+11,8%) auf 1.175 Personen angestiegen. Vor Jahresfrist waren 14 Jugendliche (1,2%) weniger ohne Beschäftigung. Laut Evelyne Beger, Vorsitzende der Geschäftsführung, beruht der saisonale Anstieg insbesondere auf dem Ende der 3,5-jährigen Ausbildungen. „Nicht alle jungen Fachkräfte konnten in ihrem Ausbildungsbetrieb eine Anschlussbeschäftigung finden“, so Beger. „Unternehmen, die neuen Fachkräften eine berufliche Perspektive anbieten möchten, können sich an unseren Arbeitgeber-Service vor Ort unter der kostenfreien Rufnummer 0800 4 5555 20 wenden.“

Für die angehenden Berufsstarter, die in diesem Jahr die Schule beenden, gilt es nach dem Halbjahreszeugnis an die berufliche Zukunft zu denken. „Wer noch keinen Kontakt zur Berufsberatung aufgenommen hat, sollte dies schnell nachholen“, rät die Agenturchefin. Seit Oktober meldeten die Unternehmen im Agenturbezirk 1.688 Ausbildungsstellen und damit -9,2% weniger als im vergangenen Jahr. Gleichzeitig nahmen 1.638 Jugendliche die Unterstützung der Berufsberatung an, 18,5% (-373 Personen) weniger als im Vorjahreszeitraum. Einen Termin zur Berufsberatung gibt es unter der kostenfreien Servicenummer 0800 4 5555 00 oder online unter https://www.arbeitsagentur.de/meine-eservices.

Stellenmarkt
Im Februar meldeten die Unternehmen 736 neue Stellen gemeldet (+111 bzw. +17,8% mehr als im Vormonat). Gegenüber dem Vorjahr sind dies 73 Stellen weniger (-9,0%).

Die Zahl der offenen Stellen ist weiterhin auf gutem Niveau. Im Februar waren 2.706 Arbeitsstellen beim gemeinsamen Arbeitsgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter gemeldet, nur 191 (-6,6%) weniger als vor einem Jahr.  So bieten insbesondere die Bereiche des verarbeitenden Gewerbes, des Gesundheits- und Sozialwesens, Lager und Logistik sowie des Handels zahlreiche Einstiegschancen.

Arbeitslose nach Rechtskreisen
Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit / Arbeitslosengeld I) leicht um 54 Personen (+1,2%) und liegt mit + 2,4% (102 Personen) leicht über dem Niveau des Vorjahres. In diesem Rechtskreis waren im Februar damit 4.390 Arbeitslose zu verzeichnen.

Im Bereich der für die Grundsicherung (SGB II) zuständigen Jobcenter ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Januar um 149 Personen (+2,0%) auf 7.761 Arbeitslose angestiegen. Im Vergleich zum Februar 2019 waren es damit 36 Arbeitslose mehr (+0,5%).

Unterbeschäftigung
Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Neben den Arbeitslosen zählen auch Personen als Unterbeschäftigte, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind[1]. Im Februar waren nach vorläufigen Angaben 16.615 Menschen unterbeschäftigt. Das sind 317 Personen mehr als noch vor einem Jahr (+1,9%).
[1]Dazu gehören Personen in Arbeitsmarktmaßnahmen, beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Gründungszuschuss etc. Aufgrund der Vorläufigkeit der Daten zur Maßnahmeteilnahme können sich hier in den kommenden Monaten noch Änderungen ergeben. Nicht enthalten sind Beschäftigte in Kurzarbeit, weil diese Daten erst mit mehrmonatiger zeitlicher Verzögerung erhoben werden können.

Entwicklungen in den Landkreisen
Im Landkreis Hildesheim waren im Februar 8.793 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat waren das 142 Personen mehr (+1,6%). Das Vorjahresniveau wurde um 156 Personen (+1,8%) überschritten. Die Arbeitslosenquote betrug 5,9% (Vormonat: 5,8; Vorjahr: 5,8%).

Die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitsagentur (Arbeitslosengeld I) ist gegenüber dem Vormonat minimal um 0,3% (9 Personen) auf 3.027 Arbeitslosen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit um 0,8% (25 Personen) in diesem Bereich leicht gesunken.

Im Jobcenter Hildesheim (Arbeitslosengeld II) waren im Februar 5.766 Personen arbeitslos. Dies entspricht einer Zunahme zum Vormonat von 133 Personen (+2,4%). Im Vorjahresvergleich ist ebenfalls eine Zunahme um 3,2% (+181 Personen) zu verzeichnen.

Im Bereich der Geschäftsstelle Alfeld ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 0,9% (14 Personen) auf 1.628 Arbeitslose gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit dabei um 5,7% (88 Personen). Das ergibt eine Arbeitslosenquote von 5,0% (Vorjahr 4,7%).

Im Landkreis Peine waren 3.358 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg von 61 Personen (+1,9%) gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen um 18 Personen bzw. -0,5%. Die Arbeitslosenquote betrug 4,6% (Vormonat: 4,5; Vorjahr: 4,7%).  

Im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit (Arbeitslosengeld I) ist die Arbeitslosigkeit um 3,4% (+45 Personen) auf 1.363 Personen angestiegen. Gegenüber dem Vorjahr ist eine Zunahme von 10,3% (127 Personen) zu verzeichnen.

Im Bereich des Jobcenter Peine (Arbeitslosengeld II) hingegen ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat nur leicht um 0,8% (+16 Personen) auf 1.995 gestiegen, lag jedoch um -6,8% (-145 Personen) weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau.