25.05.2020 | Presseinfo Nr. 26

Azubis decken den Fachkräftebedarf nach der Coronapandemie

Evelyne Beger, Chefin der Agentur für Arbeit Hildesheim erklärt: „Große Unternehmen haben uns ihre Ausbildungsstellen bereits vor Beginn der Pandemie gemeldet und teilweise auch besetzt. Wir gehen davon aus, dass die Suche nach Auszubildenden in den kleinen und mittleren Betrieben nach der großen Unsicherheit der letzten Wochen erst jetzt richtig beginnen wird.“

So sieht der Ausbildungsmarkt im Landkreis Hildesheim aus:

Seit dem 01. Oktober 2019 wurden im gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters in Hildesheim knapp 1.835 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dies entspricht einem Minus von 204 Stellen zum Vorjahr. Auf der anderen Seite haben sich 1.940 Jugendliche als Bewerber bei der Berufsberatung registriert, knapp 442 weniger als im April 2019. Durch die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren gibt es in diesem Jahr weniger Schülerinnen und Schüler, wodurch die Chancen auf eine Ausbildung steigen.

Die beliebtesten Ausbildungsstellen sind bei den Jugendlichen wie so häufig die Berufe im Kaufmann/-frau im Einzelhandel und im Büromanagement, genauso wie Verkäufer/in oder Kfz-Mechatroniker/in. Mit fast 137 Stellen wurde der Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im Einzelhandel auch am häufigsten von den Unternehmen in Niedersachsen angeboten. Danach folgen der bzw. die Verkäufer/in, Kaufmann/-frau - Büromanagement und die Fachkraft für Lagerlogistik.

Hier werden noch viele Auszubildende gesucht:

In Agenturbezirk Hildesheim sind noch viele Ausbildungsstellen im Handel und Verkauf frei. Im Bereich Lagerwirtschaft und im Baugewerbe warten ebenfalls noch viele Ausbildungsplätze. Wenn sich Jugendliche für das Gesundheitswesen oder die Versicherungs- und Finanzdienstleistungen interessieren, bieten sich gute Chancen auf dem Ausbildungsmarkt. Selbst im Büro und in der Informatik sind noch Stellen unbesetzt. Grundsätzlich sind im Handwerk auch noch etliche Stellen zu finden.

Woran liegt es, dass Unternehmen und Jugendliche manchmal nicht zusammenfinden?

„Das Angebot an Ausbildungsstellen passt nicht immer zu dem, was sich die jungen Menschen wünschen“, informiert Beger. „In einigen Fällen stimmen die Erwartungen nicht überein. Manchmal ist die Mobilität der Bewerber wegen eines fehlenden Führerscheins oder einer ungünstigen öffentlichen Verkehrsanbindung nicht gegeben.“ Ein weiterer Grund ist, dass der Trend zum Erwerb eines höheren Schulabschlusses weiterhin anhält und deswegen statt der Berufsausbildung zunächst ein weiterer Schulbesuch präferiert wird.

Die Berufsberatung unterstützt die Jugendlichen bei der Suche nach Ausbildungsstellen oder Alternativen. Einfach einen telefonischen Beratungstermin vereinbaren und mehr Infos erhalten: Kostenlos unter 0800 4 5555 00 oder unter https://www.arbeitsagentur.de/bildung/berufsberatung. Jugendliche, die derzeit nicht über die Schulen mit der Berufsberatung in Kontakt stehen, können sich auch gern über die Hotline unter 05121 969 567 melden - immer dienstags von 10.00 bis 12:30 Uhr und donnerstags von 14.00 bis 17.00 Uhr bekommen sie dort Beratung und Unterstützung für Ihre Zukunftsplanung.

Immer informiert bleiben – folgen Sie uns bei Twitter: @BA_NDS_Bremen.