02.03.2021 | Presseinfo Nr. 11

Positive Signale am Arbeitsmarkt

Märkischer Kreis. Die Arbeitslosigkeit sinkt im Februar im Märkischen Kreis und das entgegen der Landesentwicklung (MK: -1,7%; NRW: +0,2%). Insgesamt waren 17.087 Männer und Frauen im Kreis arbeitslos, rund 300 Personen weniger als im Monat zuvor „Die Nachfrage an Arbeitskräften ist im Februar mit rund 1.100 neu gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen wieder gestiegen. Dieser Bedarf an Arbeitskräften lässt den Arbeitsmarkt im Februar wieder leicht Fahrt aufnehmen und sorgt für einen Rückgang der Arbeitslosigkeit", erklärt Agenturchefin Sandra Pawlas.

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im aktuellen Berichtsmonat Februar im Märkischen Kreis gesunken. Insgesamt waren 17.087 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 301 Personen oder 1,7 Prozent weniger. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 1.584 Personen bzw. 10,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im Februar 7,5 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 6,8 Prozent (+0,7 Prozentpunkte).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren in diesem Monat 6.578 Personen arbeitslos gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 292 Personen bzw. 4,3 Prozent verringert (Vorjahresvergleich: +689 Personen oder 11,7 Prozent). Verglichen mit den Vorjahren sinkt die Arbeitslosigkeit im - Bereich der Arbeitslosenversicherung deutlich stärker als im SGB II-Bereich. Auf Grund der Corona-Pandemie ergeben sich für Personen, die nur kurz ohne Beschäftigung waren, auf dem ersten Arbeitsmarkt wieder Beschäftigungsmöglichkeiten.

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

Das Jobcenter Märkischer Kreis betreut aktuell in 16.115 Bedarfsgemeinschaften 21.873 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Die darin enthaltene Zahl der Arbeitslosen ist im Februar geringfügig um 9 auf 10.509 Personen zurückgegangen. „Die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften und der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten bewegt sich auch weiterhin auf dem Niveau vor Beginn der Corona-Pandemie", berichtet Volker Riecke, Geschäftsführer des Jobcenters Märkischer Kreis und ergänzt: „Seit vergangenem Monat beobachten wir jedoch einen verstärkten Zugang von Arbeitslosen, deren Leistungsanspruch aus der Arbeitslosenversicherung ausgelaufen ist und die nunmehr auf Leistungen des Jobcenters angewiesen sind".

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Berichtsmonat leicht gesunken. 7.184 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 85,7 Prozent (6.159 Personen) zur Grundsicherung. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl dieser Arbeitslosen um 1.681 Personen.
Etwa 37 Prozent aller Arbeitslosen im Märkischen Kreis sind langzeitarbeitslos (Jahresdurchschnitt 2020). Der Anteil liegt damit auf landesweitem Durchschnitt mit ebenfalls rund 37 Prozent. In den vergangenen Jahren ist die Langzeitarbeitslosigkeit in der Region tendenziell gesunken. Während 2010 noch Höchstwerte verzeichnet wurden, die die Auswirkungen von der Finanzkrise erkennen ließen, konnte der Bestand an Langzeitarbeitslosen in den darauffolgenden Jahren nach und nach abgebaut werden. Erst 2019 konnte ein 10-Jahres-Tief erreicht werden.
Durch die Corona-Pandemie entfallen allerdings in erheblichem Maße Abgangsmöglichkeiten in Maßnahmen der Arbeitsförderung oder Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt. Im Märkischen Kreis wurden 2020 somit über 1.000 Langzeitarbeitslose mehr als im Vorjahr gemeldet. Trotz hoher Zuwächse in der Pandemie bleibt die Anzahl von Langzeitarbeitslosen aber noch unter dem Niveau von der Finanzkrise.

Stellenangebot – Nachfrage angezogen, Stellenbestand wächst

Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 1.129 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet (+335 zum Vormonat und +123 im Vergleich zum Vorjahresmonat). Im Bestand befinden sich insgesamt 3.666 offene Stellen, 239 mehr als im Vormonat und 1.105 weniger als im Vorjahresmonat.
"Erfreulicherweise wurden auch im Februar wieder Stellen aus nahezu jeder Branche gemeldet. Vor allem aus der Land- und Forstwirtschaft sowie dem verarbeitenden- und dem Baugewerbe konnten wir vermehrt Stellenmeldungen verzeichnen. Das ermöglicht wieder Abgangsmöglichkeiten in Beschäftigung und bringt Schwung in den Arbeitsmarkt.", erklärt Sandra Pawlas.

Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit

Mit aktuellem Datenstand für Januar 2021 sind im Märkischen Kreis insgesamt 323 Anzeigen auf Kurzarbeit für rund 3.114 potentiell betroffene Personen eingegangen; das sind 29 Anzeigen weniger als im Monat zuvor.

Tatsächlich realisierte Kurzarbeit

Den Agenturen für Arbeit stehen Daten über die tatsächlich realisierte Kurzarbeit im August 2020 zur Verfügung: In diesem Monat lag der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit bei durchschnittlich 35,9 Prozent. Im August 2020 haben im Märkischen Kreis insgesamt 1.694 Betriebe für 23.961 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Zum Vergleich: in der Finanzkrise wurden im Jahr 2010 insgesamt 5.197 Betriebe mit 56.153 Personen in Kurzarbeit verzeichnet.

Folgende Wirtschaftsabschnitte waren im August 2020 am stärksten von Kurzarbeit betroffen:

Verarbeitendes Gewerbe 720 Betriebe
Handel; Insandhaltung und Reparatur von Kfz 334 Betriebe
Gastgewerbe 174 Betriebe
Freiberufl., wissensch. u. techn. 117 Betriebe
sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen 107 Betriebe

Einschätzung für die kommenden Monate

„Insgesamt sendet der Arbeitsmarkt im Februar mit sinkender Arbeitslosigkeit und steigender Arbeitskräftenachfrage positive Signale", fasst Sandra Pawlas zusammen und ergänzt: „Saisontypisch würde nun die Frühjahrsbelebung einsetzen. Auf Grund der aktuellen Corona-Pandemie und des anhaltenden Lockdowns bleibt weiterhin abzuwarten, wie der Arbeitsmarkt hierauf -branchenspezifisch- in den nächsten Monaten reagieren wird. Derzeit zeigt er sich weitestgehend robust. Auf Grund dieser Entwicklungen blicke ich vorsichtig Richtung Frühjahr und möchte betonen: Heimische Betriebe suchen weiterhin Fachkräfte. Auch in der Zeit der Pandemie ist Qualifizierung weiterhin der Schlüssel, um Menschen nachhaltig in Arbeit zu bringen. Vor allem der Anreiz zur Qualifizierung während der Kurzarbeit ist wichtig. Arbeitgeber und Arbeitsuchende können sich jederzeit an uns wenden - wir beraten und unterstützen hier gern."

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0800 4 5555 20: Kostenfreie Servicenummer für Arbeitgeber

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Weitere Linktipps

www.arbeitsagentur.de/kurzarbeit

www.arbeitsagentur.de/corona-grundsicherung