04.01.2022 | Presseinfo Nr. 1

Der Arbeitsmarkt im Dezember 2021

Märkischer Kreis. Zum Jahresende sinkt die Arbeitslosigkeit im Kreis. 14.192 Männer und Frauen waren im Dezember arbeitslos, neun Personen weniger als im Vormonat (-0,1 Prozent) und 15 Prozent weniger als im Dezember des Vorjahres.
 

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Dezember 2021 gesunken. Insgesamt waren 14.192 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies neun Personen oder 0,1 Prozent weniger.  Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um -2.504 Personen bzw. -15,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im Dezember 6,3 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 7,3 Prozent (-1,0 Prozentpunkte).                                                                       

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Berichtsmonat gesunken. 6.683 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 88,9 Prozent (5.942 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 63 Langzeitarbeitslose weniger.  Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Zahl dieser Arbeitslosen damit um 333 Personen.                                                                             

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren in diesem Monat 4.570 Personen arbeitslos gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 15 Personen bzw. 0,3 Prozent erhöht. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Verringerung um 1.896 Personen oder 29,3 Prozent.                                                                        

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

Das Jobcenter Märkischer Kreis betreut aktuell in 15.205 Bedarfsgemeinschaften 20.551 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Die darin enthaltene Zahl der Arbeitslosen ermäßigte sich im Dezember nochmals um 24 auf 9.622 Personen und fällt um 608 Personen bzw. um 5,9 Prozent niedriger aus als vor einem Jahr. „Die Anzahl der Arbeitslosen unterschreitet das Vorkrisen-Niveau und zeigt, dass insbesondere auch geringqualifizierte Arbeitslose, für die zunehmend Stellen im Helferbereich zur Verfügung stehen, von der Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes im Kreisgebiet profitieren“, erläutert Volker Riecke, Geschäftsführer des Jobcenters Märkischer Kreis.

Stellenangebot

Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 899 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet (-179 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 5.050 offene Stellen, 171 weniger als im Vormonat und 1.475 mehr als im Vorjahresmonat.                                                                             

Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit
Mit aktuellstem Datenstand für November 2021 sind im Märkischen Kreis insgesamt 104 Anzeigen auf Kurzarbeit (alle Anspruchsgrundlagen) für rund 1.760 Personen eingegangen, das sind 15 Anzeigen weniger als im Monat zuvor.                                                  

Tatsächlich realisierte Kurzarbeit
Nun stehen den Agenturen für Arbeit Daten über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit im Juni 2021 zur Verfügung. In dem Monat lag der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit bei durchschnittlich 34,5 Prozent. Im Juni 2021 haben im Märkischen Kreis insgesamt 1.129 Betriebe für 6.673 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Das waren 2.542 Kurzarbeiter/innen weniger als im Monat zuvor.                                                                   

Einschätzung für die kommenden Monate

Sandra Pawlas fasst die Entwicklung am Arbeitsmarkt im Dezember zusammen: „Auch im Dezember setzt sich die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt fort. Insgesamt sinkt die Arbeitslosigkeit im Kreis, was nicht zuletzt auf das Instrument Kurzarbeit zurückzuführen ist, mit dem ein Großteil der Beschäftigung in den Betrieben gehalten werden konnte.“ Für den Jahresbeginn prognostiziert Pawlas: „Es ist aktuell völlig unklar, wie sich das pandemische Geschehen durch die Verbreitung der Omikron Variante auf den heimischen Arbeitsmarkt auswirken wird. Wir rechnen mit einem saisontypischen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar, der sich vermutlich im ersten Quartal aber wieder reduzieren wird. Auch ein Anstieg von neuen Anzeigen auf Kurzarbeit ist wahrscheinlich.“

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