02.03.2022 | Presseinfo Nr. 12

Der Arbeitsmarkt im Februar 2022

Märkischer Kreis. Im Februar sinkt die Arbeitslosigkeit im Kreis. 14.205 Männer und Frauen waren im Februar arbeitslos, 307 Personen weniger als im Vormonat (-2,1%) und starke 16,9 Prozent weniger als im Februar des Vorjahres.

„Nicht immer sind die Ergebnisse im Februar so positiv wie in diesem Jahr. Der milde Winter sowie die Corona-Lockerungen tragen zu einer konjunkturellen Verbesserung bei und sorgen für einen erhöhten Bedarf an Arbeitskräften“, erklärt Sandra Pawlas, Chefin der Arbeitsagentur Iserlohn. „Die sinkenden Arbeitslosenzahlen können auf eine zeitig einsetzende Frühjahrsbelebung hinweisen.“

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Februar 2022 gesunken. Insgesamt waren 14.205 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 307 Personen oder 2,1 Prozent weniger.  Im Vergleich zum Februar des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 2.882 Personen bzw. 16,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im Februar 6,3 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 7,5 Prozent (-1,2 Prozentpunkte).                                                                             

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Berichtsmonat gesunken. 6.522 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 88,6 Prozent (5.776 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 163 Langzeitarbeitslose weniger.  Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Zahl dieser Arbeitslosen um 662 Personen.                                                                       

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren in diesem Monat 4.678 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat verringert um 120 Personen bzw. 2,5 Prozent. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Verringerung um 1.900 Personen oder 28,9 Prozent.                                                                           

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

Das Jobcenter Märkischer Kreis betreut aktuell in 15.046 Bedarfsgemeinschaften 20.437 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Die darin enthaltene Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im Februar um 187 auf 9.527 Personen und fällt um 982 Personen bzw. 9,3 Prozent niedriger aus als vor einem Jahr.                                                                               

„Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben die Abgänge in Erwerbstätigkeit deutlich um 28,1 Prozent zugenommen. Dies zeigt, dass insbesondere auch geringqualifizierte Arbeitslose, für die zunehmend Stellen im Helferbereich zur Verfügung stehen, von der Aufnahmefähigkeit des heimischen Arbeitsmarktes profitieren“, erläutert Volker Riecke, Geschäftsführer des Jobcenters Märkischer Kreis.

Stellenangebot

Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 1.371 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet (+366 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 5.389 offene Stellen, 304 mehr als im Vormonat und 1.723 mehr als im Vorjahresmonat.                                                                             

Einschätzung für die kommenden Monate

Die Corona-Pandemie prägt in diesem Monat bereits zwei Jahre lang den Arbeitsmarkt. In einem Rückblick erklärt Frau Pawlas, der Arbeitsmarkt im Märkischen Kreis habe sich trotz Lockdown und Liefermängel robust gezeigt. Die Pandemie bedingten Veränderungen seien bis heute schon weitestgehend wieder aufgefangen worden.

„Jahreswerte der Arbeitslosigkeit zeigen uns unabhängig von saisonalen Effekten in den vergangenen Monaten einen schrittweisen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Wir nähern uns wieder dem Vor-Corona-Niveau.  Die Egebnisse von 2019 sind bis heute noch nicht ganz erreicht, aber in Anbetracht der auch in diesem Monat wieder sinkenden Anzahl von Arbeitslosen, blicken wir angesichts der politischen Situation verhalten optimistisch in die erste Jahreshälfte.“

Mit Blick auf den internationalen Frauentag am 8.März 2022 erläutert Frau Pawlas: “Die unterschiedlichen Entwicklungen von Männern und Frauen in der Arbeitslosigkeit zeigen uns, dass die Frauen in den letzten zwei Corona-Jahren weniger stark von Arbeitslosigkeit betroffen waren als die Männer.  Bei den Männern ging die Zahl der Arbeitslosen in den letzten Monaten ebenso kräftig wieder zurück, wie sie zu Beginn der Pandemie angestiegen ist. Der Anstieg bei den Frauen fiel im Vergleich dazu deutlich dezenter aus. Der Arbeitsmarkt der Frauen reagiert weniger anfällig, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass Frauen verstärkt in Branchen tätig sind, die weniger Konjunktur anfällig sind, wie z.B. im Gesundheits- und Sozialwesen, im Einzelhandel und in der öffentlichen Verwaltung. Allein in diesen Branchen sind über ein Drittel (35,6 Prozent) aller Frauen in der Region beschäftigt.“

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