31.03.2022 | Presseinfo Nr. 22

Der Arbeitsmarkt im März 2022

Märkischer Kreis. Im März sinkt erneut die Arbeitslosigkeit im Kreis. 13.821 Männer und Frauen waren im Januar arbeitslos, 384 Personen weniger als im Vormonat (-2,7%) und 17,0 Prozent weniger als im März des Vorjahres.
 

„Üblicherweise verzeichnen wir im Frühjahr einen erhöhten Bedarf an Arbeitskräften,“ so Sandra Pawlas, Chefin der Arbeitsagentur in Iserlohn. „Dieser saisonale Effekt lässt sich auch in diesem Jahr erkennen. Der Bestand an Arbeitslosen schmilzt weiter und beschert uns rekordverdächtig niedrige Arbeitslosenzahlen im Märkischen Kreis. Seit der Wiedervereinigung waren in einem März nur im Konjunkturhoch 2019 weniger Arbeitslose gemeldet. Damals waren 13.356 Personen arbeitslos.“

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im März 2022 gesunken. Insgesamt waren 13.821 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 384 Personen oder 2,7 Prozent weniger.  Im Vergleich zum März des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 2.827 Personen bzw. 17,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im März 6,1 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 7,3 Prozent (-1,2 Prozentpunkte).                                                                         

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Berichtsmonat gesunken. 6.364 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 88,8 Prozent (5.650 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 158 Langzeitarbeitslose weniger.  Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Zahl dieser Arbeitslosen damit um 844 Personen.                                                                            

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren in diesem Monat 4.485 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat verringert um 193 Personen bzw. 4,1 Prozent. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Verringerung um 1.634 Personen oder 26,7 Prozent.                                                                           

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

Das Jobcenter Märkischer Kreis betreut aktuell in 14.925 Bedarfsgemeinschaften 20.232 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Die darin enthaltene Zahl der Arbeitslosen ermäßigte sich im März nochmals deutlich um weitere 191 auf 9.336 Personen und fällt um 1.193 Personen bzw. 11,3 Prozent niedriger aus als vor einem Jahr.

„Gegenüber dem Vorjahreszeitraum haben die Abgänge in Erwerbstätigkeit um 19,2 Prozent zugenommen. Hier zeigt sich, dass auch der vom Jobcenter betreute Personenkreis von der Aufnahmefähigkeit des heimischen Arbeitsmarktes profitiert“, erläutert Jörg Otto, Bereichsleiter des Jobcenters Märkischer Kreis.

Stellenangebot

Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 933 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet (-438 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 5.468 offene Stellen, 79 mehr als im Vormonat und 1.556 mehr als im Vorjahresmonat.                                                                        

Einschätzung für die kommenden Monate

„In diesem Monat können wir erstmals auf die Beschäftigung im Herbst vergangenen Jahres schauen und einen Blick auf eventuelle Veränderungen werfen“, erläutert Sandra Pawlas. „Üblicherweise ist der September die beschäftigungsstärkste Zeit des Jahres. Das spiegelt sich auch in der aktuell einsehbaren Beschäftigungslage wider. Trotz der langanhaltenden Corona-Eindämmungsmaßnahmen ist die Anzahl der Beschäftigten im September 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 2.116 Personen auf 163.659 Beschäftigte gestiegen. In den vergangenen Jahren hat die Beschäftigung ab 2016 vom konjunkturellen Aufschwung profitiert. Der Abschwung durch Corona hinterließ im ersten Jahr noch erkennbare Spuren mit sinkenden Beschäftigtenzahlen. Diese konnten sich aber bis zum letzten Herbst wieder schrittweise erholen und liegen mit rund einem Prozent nur geringfügig unter dem Niveau aus 2019.  Nach Branchen betrachtet, haben vor allem die Arbeitnehmerüberlassung und das verarbeitende Gewerbe wieder mehr Arbeitskräfte eingestellt.

In den vergangenen Monat beobachten wir verstärkte Stellenmeldungen, speziell in der Arbeitnehmerüberlassung, aber auch in anderen Branchen wie z.B. im Sozialwesen. Der angestiegene Arbeitskräftebedarf sichert die Beschäftigungssituation auf dem Arbeitsmarkt und kann sie bis in die erste Jahreshälfte 2022 weiter ausbauen.

Der Arbeitsmarkt geht von einer Erholung aus Corona über in eine Belebung mit saisonalem Rückenwind. Allerdings bleibt abzuwarten, in welchem Umfang die Geschehnisse in der Ukraine die Entwicklungen auf dem heimischen Arbeitsmarkt beeinflussen werden. Darüber hinaus bleiben die Risiken durch Corona, Liefer- und Materialengpässe sowie durch einen Inflationsschub weiterhin bestehen. Trotz der Unwägbarkeiten dürften sich die positiven Tendenzen auf dem Arbeitsmarkt im kommenden Monat weiter halten können.“