20.05.2021 | Presseinfo Nr. 31

Chefin der Iserlohner Arbeitsagentur trifft CDU Generalsekretär

Märkischer Kreis. Wie stabilisiert Kurzarbeit den heimischen Arbeitsmarkt? Wie entwickelt sich die Langzeitarbeitslosigkeit im Kreis und welche Chancen bestehen für Jugendliche in Pandemie-Zeiten eine Ausbildung zu finden? Diese und weitere Themen standen im Fokus des Zusammenkommens zwischen Sandra Pawlas, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Iserlohn, und Paul Ziemiak, CDU Generalsekretär.
 

Vor über einem Jahr haben sich Sandra Pawlas, Chefin der Iserlohner Arbeitsagentur, und Paul Ziemiak, Generalsekretär der CDU, zuletzt persönlich in der Iserlohner Arbeitsagentur getroffen. Damals, noch ganz zu Beginn der Pandemie, war noch nicht zu abzusehen, welche Auswirkungen Corona auf das private, gesellschaftliche und berufliche Leben haben würde. Heute, über ein Jahr später, ist die Pandemie fast zum Alltag geworden und wirkt sich massiv auf den (heimischen) Arbeits- und Ausbildungsmarkt aus.
Pawlas und Ziemiak thematisierten bei ihrem Austausch u.a. die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit im Kreis und warfen einen besonderen Blick auf Kurzarbeit. „Wir merken ganz deutlich, dass unsere heimischen Arbeitgeber ihr Personal halten wollen. Durch den flexiblen Einsatz - auch in Kombination mit Qualifizierung - hilft Kurzarbeit und stabilisiert den Markt. Ohne diese Unterstützung hätte Corona noch viel massivere Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt im Märkischen Kreis gehabt“, erklärt Pawlas. Ergänzend legt Ziemiak dar: „Kurzarbeitergeld ist ein sehr wirksames Instrument gegen Massenarbeitslosigkeit und hat sich in der Corona-Pandemie bewährt. Viele Länder beneiden Deutschland um dieses Instrument.“

Erfreulich, so Pawlas, ist, dass der Markt wieder anzieht und neue Stellen gemeldet werden. „Das ist ein gutes Signal an alldiejenigen, die gerade auf Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. Die Krise ist natürlich noch nicht überwunden, durch vollere Auftragsbücher gerade in der Industrie merken wir aber, dass Arbeitgeber wieder Personal brauchen.“ Neben der Entwicklung des Arbeitsmarktes, hat Pawlas vor allem zum Ausbildungsmarkt sensibilisiert: „Der Ausbildungsmarkt bereitet mir aktuell größere Sorgen als die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt“, so Pawlas. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Jugendlichen, die eine Ausbildungsstelle suchen um rund 14 Prozent im Kreis gesunken, 13 Prozent weniger Ausbildungsstellen wurden gemeldet. „Die Pandemie erschwert es uns durch anhaltenden Lockdown Jugendliche in den Schulen vor Ort zu beraten. Zwar weichen wir auf telefonische Beratung und Videokommunikation aus und bieten digitale Informationsangebote an, aber wir erreichen dadurch einfach nicht alle“, erklärt Pawlas weiter. Auch Arbeitgeber sind aktuell noch zurückhaltend bei der Meldung neuer Stellen. „Es ist verständlich, dass Betriebe noch verunsichert sind, wie sich die eigene wirtschaftliche Lage bis zum Ausbildungsbeginn in ein paar Monaten entwickeln wird. Aber: Es ist immer wichtig, in den eigenen Nachwuchs zu investieren.“ Dies bestätigt auch Ziemiak: „Sowohl Berufsorientierung als auch die Ausbildung stellen eine wichtige Säule in der Zukunft dar und müssten auch während der Corona-Pandemie unbedingt weitergestärkt werden.“