03.05.2022 | Presseinfo Nr. 33

Der Arbeitsmarkt im April 2022

Märkischer Kreis. Die positive Entwicklung auf dem heimischen Arbeitsmarkt setzt sich auch im April weiter fort: Insgesamt waren 13.659 Personen arbeitslos, 162 weniger als im Vormonat und 2.695 weniger als im April des letzten Jahres.
 

„Seit Beginn des Jahres ist die Arbeitslosigkeit kontinuierlich gesunken. Auch in diesem Monat ist die Zahl der Arbeitslosen zurückgegangen und liegt damit im saisonal üblichen Verlauf,“ so Sandra Pawlas, Chefin der Arbeitsagentur in Iserlohn. „Der Arbeitslosenbestand entwickelt sich positiv und liegt auf dem Niveau von April 2018.“ Damals waren 13.626 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet.

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im April 2022 gesunken. Insgesamt waren 13.659 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 162 Personen oder 1,2 Prozent weniger.  Im Vergleich zum April des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 2.695 Personen bzw. 16,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im April 6,0 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 7,2 Prozent (-1,2 Prozentpunkte).                                                                         

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Berichtsmonat gesunken. 6.283 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 88,6 Prozent (5.564 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 81 Langzeitarbeitslose weniger.  Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Zahl dieser Arbeitslosen damit um 1.026 Personen.                                                                             

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren in diesem Monat 4.360 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat verringert um 125 Personen bzw. 2,8 Prozent. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Verringerung um 1.398 Personen oder 24,3 Prozent.                                                                           

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

Im Jobcenter Märkischer Kreis ist die Anzahl der Leistungsempfänger gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Aktuell werden in 14.912 Bedarfsgemeinschaften 20.171 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Alter zwischen 15 und 65 Jahren betreut. Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im April um 37 auf 9.299 Personen und fällt um 1.297 Personen bzw. 12,2 Prozent niedriger aus als vor einem Jahr.

„Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften um 8,3 Prozent und die Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten um 8,9 Prozent zurückgegangen“, berichtet Anna Markmann, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkischer Kreis und ergänzt: „Die Abgänge in Erwerbstätigkeit haben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,5 Prozent zugenommen. Dies zeigt, dass insbesondere auch der vom Jobcenter betreute Personenkreis weiterhin von der Aufnahmefähigkeit des heimischen Arbeitsmarktes profitiert“.

Stellenangebot

Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 1.130 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet (+197 zum Vormonat). Besonders viele Stellen wurden im verarbeitenden Gewerbe und in der Zeitarbeit gemeldet, darüber hinaus auch im Handel und im Gesundheitswesen. Im Bestand befanden sich insgesamt 5.622 offene Stellen, 154 mehr als im Vormonat und 1.720 mehr als im Vorjahresmonat.                                                                       

Einschätzung für die kommenden Monate

"Auch im April entwickelt sich der Arbeitsmarkt im Märkischen Kreis positiv", berichtet Sandra Pawlas, Chefin Arbeitsagentur Iserlohn. "In diesem Monat haben uns die Unternehmen der Region wieder über 1.100 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das zeigt einmal mehr, wie widerstandsfähig der heimische Arbeitsmarkt reagiert. Noch im März, unter den ersten Eindrücken des Ukraine-Krieges, gingen die Stellenmeldungen deutlich zurück, erholten sich aber im Laufe des Aprils kräftig und liegen nun wieder im saisonalen Trend."

Vielfach können konjunkturelle Veränderungen bei den Stellenzugängen unmittelbar abgelesen werden. So sind beispielsweise mit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig im April 2020 über 600 Arbeitsstellen (-52,5%) weniger gemeldet worden als in dem Monat zuvor.

"Im Augenblick reagiert der heimische Arbeitsmarkt auf sich erschwerende Rahmenbedingungen und trotzt ihnen," resümiert Sandra Pawlas. " Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt im Märkischen Kreis sehr beständig: Beschäftigung, offene Stellen und Arbeitslosigkeit liegen auf gutem stabilem Niveau, was die Tendenzen für die kommenden Wochen prägen dürfte. Darüber hinaus bleibt abzuwarten, ob Materialengpässe, Lieferausfälle und Preisanstiege weiter bestehen bleiben und die Entwicklungen eintrüben können."