01.06.2021 | Presseinfo Nr. 34

Der Arbeitsmarkt im Mai 2021

Märkischer Kreis. Der Positivtrend setzt sich fort: Die Arbeitslosigkeit sinkt im Mai im Kreis erstmals wieder unter die 16.000er Marke: Insgesamt waren 15.915 Männer und Frauen im Kreis arbeitslos, rund 440 Personen weniger als im Monat zuvor (-2,7%). Auch der Stellenmarkt zieht deutlich an: über 4.000 offene Stellen bieten Arbeitsuchenden Chancen eine neue Beschäftigung zu finden.

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Mai 2021 gesunken. Insgesamt waren 15.915 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 439 Personen oder 2,7 Prozent weniger.  Im Vergleich zum Mai des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um -2.100 Personen bzw. -11,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im Mai 7,0 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 7,9 Prozent (-0,9 Prozentpunkte).                                                                         

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Berichtsmonat gesunken. 7.286 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 88,0 Prozent (6.412 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies -23 Langzeitarbeitslose weniger.  Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl dieser Arbeitslosen allerdings um 1.163 Personen.                                                                            

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren in diesem Monat 5.377 Personen arbeitslos gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat verringert um 381 Personen bzw. 6,6 Prozent. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine deutliche Verringerung um 1.699 Personen oder 24,0 Prozent.                                                                                

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

Aktuell betreut das Jobcenter Märkischer Kreis in 16.230 Bedarfsgemeinschaften 22.098 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Die darin enthaltene Zahl der Arbeitslosen hat sich im Mai um 58 auf 10.538 Personen reduziert und fällt um 401 Personen geringer aus als vor einem Jahr. „Sowohl die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften als auch die Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist im Vergleich zu Mai letzten Jahres um knapp 2 Prozent rückläufig“, berichtet Jörg Otto, Bereichsleiter des Jobcenters Märkischer Kreis und ergänzt: „Neben den in diesem Jahr deutlich zugenommenen Abgängen in Erwerbstätigkeit verzeichnen wir seit Jahresbeginn allerdings auch einen vermehrten Zugang von Arbeitslosen, deren Leistungsanspruch aus der Arbeitslosenversicherung ausgelaufen ist und die nunmehr auf Leistungen des Jobcenters angewiesen sind“.

Stellenangebot

Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 1.171 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet (+171 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 4.124 offene Stellen, 222 mehr als im Vormonat und 479 mehr als im Vorjahresmonat.                                                                                

Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit

Mit aktuellstem Datenstand für April 2021 sind im Märkischen Kreis insgesamt 82 Anzeigen auf Kurzarbeit (alle Anspruchsgrundlagen) für rund 766 Personen eingegangen, das sind 31 Anzeigen weniger als im Monat zuvor.                                                          

Tatsächlich realisierte Kurzarbeit

Nun stehen den Agenturen für Arbeit Daten über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit im November 2020 zur Verfügung. In dem Monat lag der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit bei durchschnittlich 33,3 Prozent. Im November 2020 haben im Märkischen Kreis insgesamt 1.635 Betriebe für 15.381 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Das waren 2.599 Kurzarbeiter/innen weniger als im Monat zuvor.                                                              

Einschätzung für die kommenden Monate

„Auch für den Monat Mai ziehen wir eine positive Bilanz: Die Arbeitslosigkeit sinkt weiter und ist erstmals seit März 2020 wieder unter die 16.000er-Marke gerutscht“, bilanziert Sandra Pawlas für den Berichtsmonat Mai.

Vor allem der Stellenmarkt sendet erfreuliche Nachrichten: „Mit wieder über 1.100 neu gemeldeten Stellen in diesem Monat, haben wir nun über 4.000 sozialsversicherungspflichtigen Stellen zur Besetzung bei uns gemeldet. Wir merken: Der Motor springt an und Betriebe brauchen Personal“, ergänzt Pawlas. Gemeldet werden Stellen auch nahezu jeder Branche, vor allem aus dem verarbeitende Gewerbe.

Positiv ist vor allem die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit: Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der arbeitslosen Jüngeren (15 bis unter 25 Jahre) mit rund 27 Prozent (-464) im Kreis deutlich zurückgegangen. „In diese Gruppe fallen vor allem die jungen Fachkräfte, die zu Beginn des Jahres ihre Ausbildungen beendet haben. Nach rund zwei Monaten Arbeitslosigkeit, profitieren sie nun mit als Erste vom Aufschwung“, so Pawlas.

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