31.05.2022 | Presseinfo Nr. 43

Der Arbeitsmarkt im Mai 2022

Märkischer Kreis. Wie schon in den Vormonaten entwickelt sich der heimische Arbeitsmarkt im Mai weiterhin positiv: Insgesamt waren 13.530 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 129 weniger als im Vormonat und 2.385 weniger als im Mai 2021.
 

„Auch im Mai sehen wir wieder einen überdurchschnittlich starken Rückgang der Arbeitslosigkeit im Märkischen Kreis“, sagt Sandra Pawlas, Chefin der Arbeitsagentur in Iserlohn. „Mit einer Arbeitslosenquote von 6,0 Prozent liegen wir nah am Mai-Tiefstand aus dem Jahr 2018 mit 5,9 Prozent.

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Mai 2022 gesunken. Insgesamt waren 13.530 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 129 Personen oder 0,9 Prozent weniger.  Im Vergleich zum Mai des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 2.385 Personen bzw. 15,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im Mai 6,0 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 7,0 Prozent (-1,0 Prozentpunkte).                                                                         

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Berichtsmonat leicht gestiegen.  6.297 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 88,5 Prozent (5.575 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 14 Langzeitarbeitslose mehr. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Zahl dieser Arbeitslosen damit um 989 Personen.   

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren in diesem Monat 4.184 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat verringert um 176 Personen bzw. 4,0 Prozent. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Verringerung um 1.193 Personen oder 22,2 Prozent.                                                                           

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

Im Jobcenter Märkischer Kreis ist die Anzahl der Leistungsempfänger gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Aktuell werden in 14.836 Bedarfsgemeinschaften 20.121 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Alter zwischen 15 und 65 Jahren betreut. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich im Mai um 47 auf 9.346 Personen und fällt um 1.192 Personen bzw. 11,3 Prozent niedriger aus als vor einem Jahr.

Kommentar SGB II

„Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften um 8,1 Prozent und die Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten um 8,6 Prozent zurückgegangen“, berichtet Anna Markmann, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkischer Kreis und ergänzt: „Seit vergangener Woche verzeichnen wir allerdings einen verstärkten Zugang von Menschen aus der Ukraine, die aufgrund des Rechtskreiswechsels ab dem 1. Juni 2022 Grundsicherungsleistungen des Jobcenters erhalten werden.“

Stellenangebot

Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 908 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet (-222 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 5.537 offene Stellen, 85 weniger als im Vormonat und 1.413 mehr als im Vorjahresmonat.                                                                             

Einschätzung für die kommenden Monate

„Die Belebung am Arbeitsmarkt setzt sich auch im Mai weiter fort, der Märkische Kreis übertrifft dabei die NRW-weit saisontypische Entwicklung“, sagt Sandra Pawlas, Chefin der Arbeitsagentur Iserlohn. „Gleichzeitig sehen wir im Vergleich zum Vormonat, dass die Arbeitgeber verhaltener neue Stelle melden. Im Mai sind 908 sozialversicherungspflichte Stellen neu gemeldet worden, das sind 222 weniger als im April.“

Einige Unternehmen halten sich mit der Ausschreibung neuer Stellen vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftslage zurück - auch wenn der Arbeitsmarkt bislang den Schwierigkeiten trotzt, die durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, den Corona-Lockdown in China und damit verbundenen Lieferengpässen oder durch die Sperrung der Rahmedetalbrücke auf der A45 zustande kommen.

Der Stellenbestand ist weiterhin ungebrochen hoch über alle Branchen, Berufe und Regionen im Märkischen Kreis hinweg. „Wir gehen davon aus, dass diese Situation in nächster Zeit ähnlich bestehen bleibt. Aus Arbeitnehmersicht sieht der Arbeitsmarkt gut aus mit vielen Chancen und Perspektiven für die berufliche Entwicklung“, fasst Sandra Pawlas die Mai-Bilanz zusammen.