30.06.2021 | Presseinfo Nr. 44

Arbeitslosenbestand sinkt kontinuierlich

 Märkischer Kreis. Einen weiteren Monat in Folge sinkt die Arbeitslosigkeit im Kreis, der Stellenbestand steigt. Im Juni waren 15.707 Männer und Frauen kreisweit arbeitslos, rund 200 Personen weniger als im Monat zuvor (-1,3%). Die Arbeitslosenquote sinkt mit 6,9 Prozent erstmals wieder unter die 7-Prozent-Marke.
 

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Juni 2021 gesunken. Insgesamt waren 15.707 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 208 Personen oder 1,3 Prozent weniger.  Im Vergleich zum Juni des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 2.692 Personen bzw. -14,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im Juni 6,9 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 8,1 Prozent (-1,2 Prozentpunkte).                                                                         

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Berichtsmonat gesunken. 7.223 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 88,0 Prozent (6.355 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 63 Langzeitarbeitslose weniger.  Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl dieser Arbeitslosen um 867 Personen.                                                               

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren in diesem Monat 5.185 Personen arbeitslos gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 192 Personen bzw. 3,6 Prozent verringert. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Verringerung um 2.231 Personen oder 30,1 Prozent.                                                                        

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

Das Jobcenter Märkischer Kreis betreut aktuell in 16.114 Bedarfsgemeinschaften 22.005 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Die darin enthaltene Zahl der Arbeitslosen hat sich im Juni um 16 auf 10.522 Personen ermäßigt und fällt um 461 Personen geringer aus als vor einem Jahr. „Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften um 3,0 Prozent und die Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten um 2,6 Prozent zurückgegangen“, berichtet Volker Riecke, Geschäftsführer des Jobcenters Märkischer Kreis und ergänzt: „Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben die Abgänge in Erwerbstätigkeit deutlich zugenommen. So konnten im 1. Halbjahr 2021 knapp 600 Menschen mehr in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden als im 1. Halbjahr des vergangenen Jahres. Gleichzeitig verzeichnen wir seit Jahresbeginn dagegen auch einen stärkeren Zugang von Arbeitslosen, deren Leistungsanspruch aus der Arbeitslosenversicherung ausgelaufen ist und die nunmehr auf Leistungen des Jobcenters angewiesen sind“.

Stellenangebot

Dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Iserlohn und des Jobcenters Märkischer Kreis wurden im Juni 1.195 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet (+24 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 4.240 offene Stellen, 116 mehr als im Vormonat und 738 mehr als im Vorjahresmonat.                    

Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit

Mit aktuellstem Datenstand für Mai 2021 sind im Märkischen Kreis insgesamt 55 Anzeigen auf Kurzarbeit (alle Anspruchsgrundlagen) für rund 885 Personen eingegangen, das sind 27 Anzeigen weniger als im Monat zuvor.                                                          

Tatsächlich realisierte Kurzarbeit

Nun stehen den Agenturen für Arbeit Daten über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit im November 2020 zur Verfügung. In dem Monat lag der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit bei durchschnittlich 33,3 Prozent. Im November 2020 haben im Märkischen Kreis insgesamt 1.635 Betriebe für 15.381 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Das waren 2.599 Kurzarbeiter/innen weniger als im Monat zuvor.                                                              

Einschätzung für die kommenden Monate

Sandra Pawlas fasst zusammen: „Aktuell erkennen wir, dass sich der Arbeitsmarkt stetig von den Folgen der Pandemie erholt. Durch die sinkenden Inzidenzen springt der Konjunkturmotor wieder an. Das merken wir vor allem bei den Stellenmeldungen: Nicht nur aus dem verarbeitenden Gewerbe, auch aus Handel und Gastgewerbe wurden uns in diesem Monat doppelt so viele Stellen gemeldet, wie im Monat zuvor. Das bietet Arbeitssuchenden in den kommenden Monaten gute Chancen auf eine neue Beschäftigung.“ Ein Vorteil, so Pawlas, bietet weiterhin das Instrument Kurzarbeit: „Viele Unternehmen können bei volleren Auftragsbüchern nun Kurzarbeit zurückfahren oder beenden und starten direkt mit eingespieltem Personal, das sie durch Kurzarbeit halten konnten. Auf dieser Grundlage kann sich der Bedarf nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickeln. Wenn Unternehmen nicht mehr in Kurzarbeit sind, können sie neu einstellen.“