28.10.2021 | Presseinfo Nr. 72

Der Arbeitsmarkt im Oktober 2021

Märkischer Kreis. Die Arbeitslosigkeit sinkt auch im Oktober im Kreis: Insgesamt waren 14.286 Männer und Frauen arbeitslos, 350 Personen weniger als im Monat zuvor (-2,4%) und rund 19 Prozent weniger im Vergleich zum Oktober des Vorjahres.
 

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Oktober 2021 gesunken. Insgesamt waren 14.286 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 350 Personen oder 2,4 Prozent weniger.  Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um -3.363 Personen bzw. -19,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im Oktober 6,3 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 7,8 Prozent (-1,5 Prozentpunkte).                                                                             

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Märkischer Kreis im Berichtsmonat gesunken. 6.849 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 88,9 Prozent (6.087 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 98 Langzeitarbeitslose weniger.  Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Zahl dieser Arbeitslosen damit um 120 Personen.                                                                             

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren in diesem Monat 4.565 Personen arbeitslos gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat verringert um 83 Personen bzw. 1,8 Prozent. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Verringerung um 2.403 Personen oder 34,5 Prozent.                                                                        

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

Aktuell betreut das Jobcenter Märkischer Kreis in 15.349 Bedarfsgemeinschaften 20.705 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Die darin enthaltene Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im Oktober erneut deutlich um 267 auf 9.721 Personen und fällt um 960 Personen bzw. um 9,0 Prozent geringer aus als vor einem Jahr. „Die Anzahl der Arbeitslosen liegt nahezu wieder auf Vorkrisen-Niveau und zeigt, dass von der guten Aufnahmefähigkeit des heimischen Arbeitsmarktes auch der vom Jobcenter betreute Personenkreis profitiert“, berichtet Volker Riecke, Geschäftsführer des Jobcenters Märkischer Kreis und ergänzt: „Durch den damit verbundenen Rückgang der Bedarfsgemeinschaften und der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten haben wir nunmehr bei diesen beiden Kennzahlen den niedrigsten Stand seit Einführung des SGB II erreicht“.

Stellenangebot

Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 1.004 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet (-239 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 5.298 offene Stellen, 102 mehr als im Vormonat und 1.727 mehr als im Vorjahresmonat.                                                                             

Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit

Mit aktuellstem Datenstand für September 2021 sind im Märkischen Kreis insgesamt 57 Anzeigen auf Kurzarbeit (alle Anspruchsgrundlagen) für rund 1.689 Personen eingegangen, das sind 13 Anzeigen mehr als im Monat zuvor.                                                        

Tatsächlich realisierte Kurzarbeit

Nun stehen den Agenturen für Arbeit Daten über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit im April 2021 zur Verfügung. In dem Monat lag der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit bei durchschnittlich 42,6 Prozent. Im April 2021 haben im Märkischen Kreis insgesamt 1.594 Betriebe für 10.266 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Das waren 2.234 Kurzarbeiter/innen weniger als im Monat zuvor.                                                                 

Einschätzung für die kommenden Monate

„Der Arbeitslosenbestand des Vormonats reduziert sich im Oktober erneut um 350 Personen. Eine für Oktober saisontypische Entwicklung“, erklärt Stefan Steinkühler, operativer Geschäftsführer der Iserlohner Arbeitsagentur.

„5.300 offene Stellen in unserem Bestand unterstreichen, dass heimische Arbeitgeber dringend qualifiziertes Personal benötigen. Auch in den kommenden Monaten setzen wir alles daran, Menschen über Qualifizierungsangebote in Arbeit zu bringen. Wir erwarten, dass die hohe Nachfrage an Arbeitskräften den Arbeitslosenbestand weiter moderat schmilzen lässt“, ergänzt Steinkühler.