31.08.2022 | Presseinfo Nr. 73

Der Arbeitsmarkt im August 2022

Märkischer Kreis. Im August ist die Arbeitslosigkeit leicht gesunken: Insgesamt waren 14.666 Personen arbeitslos, 79 weniger als im Vormonat und 724 weniger als im August des letzten Jahres. „Der Arbeitslosenbestand liegt deutlich unter dem Niveau von August 2021. Damals waren 15.390 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet“, sagt Sandra Pawlas, Chefin der Arbeitsagentur in Iserlohn.
 

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im August 2022 gesunken. Insgesamt waren 14.666 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 79 Personen oder 0,5 Prozent weniger.  Im Vergleich zum August des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 724 Personen bzw. 4,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im August 6,6 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 6,8 Prozent (-0,2 Prozentpunkte).                                                                               

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Berichtsmonat gesunken. 6.244 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 88,1 Prozent (5.499 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 71 Langzeitarbeitslose weniger. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Zahl dieser Arbeitslosen damit um 828 Personen.                                                                        
Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren in diesem Monat 4.331 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat verringert um 283 Personen bzw. 6,1 Prozent. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Verringerung um 762 Personen oder 15,0 Prozent.                                                                              

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

Das Jobcenter Märkischer Kreis betreut aktuell in 15.996 Bedarfsgemeinschaften 21.448 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. „Aufgrund des Zugangs geflüchteter Menschen aus der Ukraine sind die Fallzahlen seit Juni stark angestiegen“, berichtet Renate Holke, stellvertretende Geschäftsführerin des Jobcenters Märkischer Kreis, und ergänzt: „Bislang verzeichnen wir für diesen Personenkreis einen Zugang von 1.354 Bedarfsgemeinschaften und 1.881 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. Stichtag der Datenerhebung war der 11.08.2022. Einigen geflüchteten Menschen ist der Übergang in den Arbeitsmarkt bereits gelungen. Bei vielen anderen ist der Erwerb von Deutschkenntnissen nun das wichtigste Thema.“

Stellenangebot

Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 916 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet (+69 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 5.806 offene Stellen, 126 mehr als im Vormonat und 757 mehr als im Vorjahresmonat.                                                                           

Einschätzung für die kommenden Monate

„Der Arbeitsmarkt im Märkischen Kreis ist weiterhin stabil und aufnahmefähig“, sagt Sandra Pawlas. Im August sind 5.806 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden, ein Plus gegenüber Juli von 126. Die Vielzahl an Stellenmeldungen verdeutlicht den Bedarf der heimischen Arbeitgeber und gleichzeitig die Chancen, die sich für Arbeitssuchende dadurch ergeben. „Unsere Herausforderung ist es nun, Arbeitssuchende passgenau zu unterstützen und gegebenenfalls durch Förderung zu qualifizieren. Denn ohne diese Unterstützung findet nicht jede und jeder, die oder der eine Arbeit sucht, auch den angestrebten Arbeitsplatz. Ein Großteil der arbeitslosen Menschen sucht eine Anstellung auf Helferniveau, wobei sich die meisten Betriebe an Menschen richten, deren Qualifikation mindestens auf dem Niveau der dualen Ausbildung liegt. Hieran zeigt sich einerseits der Fachkräfteengpass und andererseits das Potenzial, das sich unbedingt zu fördern lohnt, sei es durch Qualifizierung oder – mit Blick auf junge Menschen zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn – durch Aufwertung der dualen Ausbildung.“

Erschwerend im Märkischen Kreis wirken die Brückenproblematik der A45 und die schwierige Situation im öffentlichen Nahverkehr auf den Arbeitsmarkt ein. Die gestörten Pendlerströme zwischen Nord und Süd beeinträchtigt das ohnehin verringerte Besetzungspotenzial für die Arbeitgeber in der gesamten Region. „Die Menschen orientieren sich in Richtung benachbarter Kreise und Städte, wo ebenfalls gute Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt bestehen, um den erschwerten Pendlerbedingungen im Märkischen Kreis auszuweichen.“