30.09.2022 | Presseinfo Nr. 83

Der Arbeitsmarkt im September 2022

Märkischer Kreis. „Im September ist die Arbeitslosigkeit im Märkischen Kreis erneut gesunken“, berichtet Stefan Steinkühler, Operativer Geschäftsführer der Iserlohner Arbeitsagentur. 14.454 Personen waren insgesamt arbeitslos gemeldet, das sind 212 weniger als im August und 182 weniger als im September des letzten Jahres. Damit liegt die Arbeitslosigkeit etwa auf Vor-Corona-Niveau von 2019, als 14.398 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet waren.
 

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im September 2022 gesunken. Insgesamt waren 14.454 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 212 Personen oder 1,4 Prozent weniger. Im Vergleich zum September des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 182 Personen bzw. 1,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt wie im Vorjahresmonat 6,5 Prozent.                                                                       

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Berichtsmonat gestiegen. 6.255 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 88,4 Prozent (5.531 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 11 Langzeitarbeitslose mehr. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Zahl dieser Arbeitslosen damit um 692 Personen.                                                                                   

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren in diesem Monat 4.164 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat verringert um 167 Personen bzw. 3,9 Prozent. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Verringerung um 484 Personen oder 10,4 Prozent.                                                                              

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

Das Jobcenter Märkischer Kreis betreut aktuell in 15.969 Bedarfsgemeinschaften 21.382 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Die darin enthaltene Zahl der Arbeitslosen ermäßigte sich im August um 45 auf 10.290 Personen. „Mit dem Zugang geflüchteter Menschen aus der Ukraine sind die Fallzahlen zur Jahresmitte stark angestiegen“, berichtet Anna Markmann, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkischer Kreis, und ergänzt: „Bislang verzeichnen wir für diesen Personenkreis einen Zugang von 1.451 Bedarfsgemeinschaften und 2.024 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. Stichtag der Datenerhebung war der 12.09.2022. Einigen geflüchteten Menschen ist der Übergang in den Arbeitsmarkt bereits gelungen. Bei vielen anderen steht der Erwerb von Deutschkenntnissen weiterhin im Vordergrund.“

Stellenangebot

Die Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 975 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet (+59 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 5.767 offene Stellen, 39 weniger als im Vormonat und 571 mehr als im Vorjahresmonat.         

Einschätzung für die kommenden Monate

„Auch im September stellt sich der Arbeitsmarkt im Märkischen Kreis stabil und aufnahmefähig dar“, berichtet Stefan Steinkühler, und führt weiter aus: „Die Arbeitslosenzahlen sind etwas verhaltener zurückgegangen als saisonal üblich. Ein Grund hierfür ist die Erfassung und Registrierung von Menschen ukrainischer Staatsbürgerschaft durch die Jobcenter, die zu einem statistischen Effekt führt. Ob sich in den nächsten Wochen weitere Faktoren wie beispielsweise steigende Energiepreise auf unseren heimischen Arbeitsmarkt auswirken, bleibt abzuwarten. Nach wie vor haben wir mit 5.767 Stellen einen hohen Bestand, der den Arbeitskräftebedarf in der Region zeigt.“

Fachkräfte in der Region zu halten, ist ein wichtiges Ziel, ganz besonders in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. „Wir appellieren daher an Unternehmen, die sich aktuell aufgrund der Situation in einer wirtschaftlichen Notlage befinden, über das Instrument der Kurzarbeit nachzudenken und sich rechtzeitig bei uns in der Arbeitsagentur beraten zu lassen“, sagt Stefan Steinkühler.

Im September sind wieder weniger junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Viele junge Menschen, die sich nach Beendigung ihrer Ausbildungen in den Sommermonaten vorübergehend arbeitslos gemeldet haben, konnten eine neue Arbeit aufnehmen.

Auch für Ausbildungssuchende, die jetzt noch einen Ausbildungsberuf ergreifen wollen, stehen die Chancen gut. „Im nun beginnenden Zeitraum der Nachvermittlung von Oktober bis Dezember bewegen unsere Berufsberaterinnen und -berater gemeinsam mit lokalen Netzwerkpartnern sehr viel dafür, dass möglichst kein Jugendlicher am Übergang von der Schule in den Beruf verlorengeht und die Chancen auf einen Ausbildungsplatz ergriffen werden können“, schildert Stefan Steinkühler.

Hinweis: In diesem Monat werden keine Zahlen zum Ausbildungsmarkt veröffentlicht (statistisches Berichtsjahresende); die Jahresbilanz zum Ausbildungsmarkt 2021/22 wird Anfang November 2022 veröffentlicht.