02.11.2022 | Presseinfo Nr. 89

Der Arbeitsmarkt im Oktober 2022

Märkischer Kreis. Im Oktober ist die Arbeitslosigkeit wie in den Vormonaten gesunken: Insgesamt waren 14.384 Personen arbeitslos, 70 weniger als im Vormonat und 98 mehr als im Oktober des letzten Jahres.
 
 

Arbeitslosigkeit
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Oktober 2022 gesunken. Insgesamt waren 14.384 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 70 Personen oder 0,5 Prozent weniger.  Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 98 Personen bzw. 0,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im Oktober 6,4 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 6,3 Prozent (+0,1 Prozentpunkte).                                                                            

Langzeitarbeitslosigkeit
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Berichtsmonat gesunken. 6.207 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 89,3 Prozent (5.545 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 48 Langzeitarbeitslose weniger. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Zahl dieser Arbeitslosen damit um 642 Personen.                                                                             

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren in diesem Monat 4.072 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat verringert um 92 Personen bzw. 2,2 Prozent. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Verringerung um 493 Personen oder 10,8 Prozent.                                                                          

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II
Das Jobcenter Märkischer Kreis betreut aktuell in 16.010 Bedarfsgemeinschaften 21.502 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Die darin enthaltene Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich im August um 22 auf 10.312 Personen. „Aufgrund des Zugangs geflüchteter Menschen aus der Ukraine sind die Fallzahlen seit Jahresmitte stark angestiegen“ berichtet Renate Holke, stellvertretende Geschäftsführerin des Jobcenters Märkischer Kreis, und führt weiter aus: „Bislang verzeichnen wir für diesen Personenkreis einen Zugang von 1.549 Bedarfsgemeinschaften und 2.193 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. Stichtag der Datenerhebung war der 13.10.2022. Einigen geflüchteten Menschen ist der Übergang in den Arbeitsmarkt bereits gelungen. Bei vielen anderen steht der Erwerb von Deutschkenntnissen nach wie vor im Vordergrund.“

Stellenangebot
Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 881 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet (-94 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 5.738 offene Stellen, 29 weniger als im Vormonat und 440 mehr als im Vorjahresmonat.                                                                           

Kommentar und Einschätzung für die kommenden Monate
„Bei den Arbeitslosenzahlen verzeichnen wir im Märkischen Kreis im Oktober einen Rückgang und liegen damit im NRW-weiten Trend. Der Arbeitsmarkt stellt sich weiterhin robust dar und hat sich saisontypisch entwickelt, wenngleich nicht ganz so dynamisch, wie wir es von der sonst üblichen Herbstbelebung kennen“, berichtet Sandra Pawlas, Chefin der Iserlohner Arbeitsagentur.
Die Faktoren, die sich dämpfend auswirken, liegen auf der Hand: Die Folgen des Kriegs in der Ukraine, steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie Materialengpässe, die zum Teil noch immer auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückgehen, beeinflussen weiterhin den Arbeitsmarkt. Auch die hohe Inflation, die die Erwartungen im Handel zurückgehen lässt, ist eine Einflussgröße. Der statistische Effekt durch die Erfassung und Registrierung von Menschen aus der Ukraine durch die Jobcenter ist noch sichtbar, spielt aber im Märkischen Kreis nicht mehr so eine große Rolle wie in den Vormonaten.
Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten haben die heimischen Arbeitgeber im Oktober wie schon in den Vormonaten verhaltener neue Stellen gemeldet. Es kamen 881 neue Stellen hinzu, das sind 94 weniger als im Vormonat. „Dass die Arbeitgeber die insgesamt 5.738 Stellen im Bestand aber auch nicht abmelden, ist ein positives Signal. Die Unternehmen warten die weitere Entwicklung ab und tun alles dafür, um ihre Belegschaften zu halten“, beschreibt Sandra Pawlas.
„Gleichzeitig bleibt der Fachkräftebedarf in vielen Branchen auch in unserer Region ein drängendes Thema. Die Qualifizierung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist daher der zentrale Schlüssel für den Arbeitsmarkt der nahen Zukunft. Auch in den kommenden Monaten setzen wir alles daran, Menschen über Qualifizierungsangebote in Arbeit zu bringen.“