30.11.2022 | Presseinfo Nr. 99

Der Arbeitsmarkt im November 2022

Märkischer Kreis. Im November ist die Arbeitslosigkeit gestiegen: Insgesamt waren 14.478 Personen arbeitslos, 94 mehr als im Oktober und 277 mehr als im November des letzten Jahres.
 

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im November 2022 gestiegen. Insgesamt waren 14.478 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 94 Personen oder 0,7 Prozent mehr. Im Vergleich zum November des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 277 Personen bzw. 2,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im November 6,5 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 6,3 Prozent (+0,2 Prozentpunkte).

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Berichtsmonat November gestiegen. 6.212 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 89,6 Prozent (5.566 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 5 Langzeitarbeitslose mehr. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Zahl dieser Arbeitslosen damit um 534 Personen.                                                                                   
Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren in diesem Monat 4.114 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat erhöht um 42 Personen bzw. 1,0 Prozent. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Verringerung um 441 Personen oder 9,7 Prozent.                                                                            

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

Das Jobcenter Märkischer Kreis betreut aktuell in 16.142 Bedarfsgemeinschaften 21.754 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die Grundsicherungsleistungen nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) erhalten. Die darin enthaltene Zahl der Arbeitslosen nahm im November um 52 auf 10.364 Personen zu. „Infolge des Zugangs geflüchteter Menschen aus der Ukraine sind die Fallzahlen seit Jahresmitte deutlich angestiegen“, berichtet Anna Markmann, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkischer Kreis, und führt weiter aus: „Bislang verzeichnen wir für diesen Personenkreis einen Zugang von 1.697 Bedarfsgemeinschaften und 2.420 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. Stichtag der Datenerhebung war der 14.11.2022. Einigen geflüchteten Menschen ist der Übergang in den Arbeitsmarkt bereits gelungen. Bei vielen anderen steht der Erwerb von Deutschkenntnissen zunächst weiterhin im Vordergrund.“

Stellenangebot

Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 790 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet (-91 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 5.347 offene Stellen, 391 weniger als im Vormonat und 126 mehr als im Vorjahresmonat.                                                                           

Einschätzung für die kommenden Monate

„Mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit liegen wir im Märkischen Kreis im November etwas unterhalb der erwartbaren saisonalen Dynamik.“,Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Arbeitgeber in der Region versuchen, ihre

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung (3. Dezember) legt die Agentur für Arbeit bundesweit vom 28. November bis zum 2. Dezember einen besonderen Fokus auf Arbeitslose mit Schwerbehinderung. Motto der Woche der Menschen mit Behinderungen: Inklusion – eine Win-Win-Situation. Doch die Realität für Menschen mit Behinderungen sieht anders aus. Sie verdienen die gleichen Chancen am Arbeitsmarkt, profitieren aber nicht so sehr wie andere Arbeitslose davon, dass sich der Arbeitsmarkt von pandemiebedingten Effekten erholt hat. So waren im Zeitraum vom November 2021 bis Oktober 2022 im Märkischen Kreis durchschnittlich 1.455 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 56 Personen oder 3,7 Prozent weniger als im Jahresdurchschnitt 2021. Der Anteil der schwerbehinderten Menschen an allen Arbeitslosen stieg im gleichen Zeitraum hingegen an und liegt nun im gleitenden Jahresdurchschnitt erstmalig über 10 Prozent. Zum Vergleich: in Nordrhein-Westfalen liegt er bei 7,7 Prozent.
Fast die Hälfte der schwerbehinderten Arbeitskräfte im Märkischen Kreis sind im verarbeitenden Gewerbe beschäftigt, gefolgt von der Öffentlichen Verwaltung sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen. Allein diese drei Branchen nehmen über drei Viertel aller Menschen mit Behinderung in Beschäftigung auf. „Menschen mit Handicap werden als Fachkräfte leider oft vergessen und haben noch Schwierigkeiten, auf dem ersten Arbeitsmarkt unterzukommen. Dabei sind sie nicht weniger leistungsfähig. Damit mehr Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben teilhaben können, werben wir dafür, Inklusion, Chancengleichheit und Gleichberechtigung zu stärken“, erklärt Sandra Pawlas. Die Arbeitsagentur unterstützt Unternehmen, die Menschen mit Behinderung einstellen möchten mit einem vielfältigen Förderungs-Portfolio. Dazu zählen Reha-spezifische Berufs- und Ausbildungsvorbereitungen, Weiterbildungen, Kraftfahrzeughilfen oder die behinderungsgerechte Ausstattung der Arbeitsplätze. „Unsere spezialisierten Beraterinnen und Berater stehen hier mit Rat und Tat zur Seite. Sprechen Sie uns jederzeit an!“

Zum 1. Januar 2023 wird das Bürgergeld die Grundsicherung ablösen. Die Jobcenter arbeiten nun mit Hochdruck an der Umsetzung. „Wir werden die erhöhten Regelsätze pünktlich zum Jahreswechsel auszahlen. Unsere Kundinnen und Kunden müssen dafür keine neuen Anträge stellen, denn das Arbeitslosengeld II geht nahtlos in das Bürgergeld über. Wer also über den Jahreswechsel hinaus Leistungen des Jobcenters bezieht, bekommt automatisch den höheren Regelsatz ausgezahlt“, erklärt Anna Markmann, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkischer Kreis. Die weiteren Kernelemente des Bürgergelds greifen ab Juli. Mehr Fördermöglichkeiten bei Weiterbildungen, mehr Motivation durch das neue Weiterbildungsgeld und der Wegfall des Vermittlungsvorrangs stehen für einen klaren Fokus auf Bildung und Nachhaltigkeit der Vermittlung. „Darauf bereiten wir uns nun vor und schulen unsere Kolleginnen und Kollegen“, so Anna Markmann.

Ausblick zum Jahresende:

Die Arbeitsmarktzahlen zum Berichtsmonat Dezember werden am Dienstag, dem 3. Januar 2023 veröffentlicht.

Die Jahrespressekonferenz in der Arbeitsagentur Iserlohn findet am Donnerstag, dem 5. Januar 2023 um 13.30 Uhr statt – Einladung folgt!