26.07.2021 | Presseinfo Nr. 51

Kurzarbeitergeld infolge der Flut

Auch Unternehmen haben große Schäden zu verzeichnen und viele Beschäftigte können nicht arbeiten. Für Arbeitsausfälle, die aufgrund des Hochwassers eintreten, kann grundsätzlich Kurzarbeitergeld gewährt werden.

Die Hochwasserkatastrophe bringt für Arbeitgeber und Arbeitnehmer vielerorts Unsicherheiten mit sich. Einige Betriebe sind nur noch eingeschränkt arbeitsfähig und für andere ist der Arbeitsplatz komplett weggebrochen. Auch in dieser Situation bietet die Agentur für Arbeit Iserlohn Unterstützung und Beratung an.

Die Einführung von Kurzarbeit kommt auch aufgrund eines unabwendbaren Ereignisses in Betracht. Das Hochwasser ist ein solches Ereignis. Der Arbeitsausfall muss dabei unmittelbar auf dem unabwendbaren Ereignis beruhen. Der Betrieb kann aber auch nur mittelbar von den Auswirkungen der Naturkatastrophe betroffen sein, weil er z. B. deshalb nicht produzieren kann, da Zulieferbetriebe durch unmittelbare Hochwasserbetroffenheit nicht liefern können. Auch hierfür kann Kurzarbeitergeld gezahlt werden. Es kann auch für die notwendige Dauer der Aufräumarbeiten bis zur Aufnahme der Produktion gewährt werden.
Sollte eine Betriebsversicherung abgeschlossen worden sein, die die Lohnkosten
deckt, besteht allerdings kein Anspruch auf Kurzarbeitergeld.

Beratung und Informationen für Unternehmen

Arbeitgeber erreichen die Agentur für Arbeit montags bis freitags von 8 Uhr bis 18 Uhr telefonisch unter Telefon 0800 45555 20. Die aktuell geltenden Anspruchsvoraussetzungen
sowie die befristeten Neuregelungen zum Thema Kurzarbeit sind zu finden unter www.arbeitsagentur.de/kurzarbeit.