ESCAPE THE SCHNITZEL!

Das Event zum Ausbildungsstart!

Dieses Jahr haben wir uns richtig ins Zeug gelegt, um unseren neuen Auszubildenden eine schöne Erinnerung für den Start zu schaffen. Wir haben hierfür eine Schnitzeljagd mit den Prinzipien von Escape Rooms kombiniert. In diesem Beitrag möchte ich euch einen Einblick in dieses Event und ein paar Blicke hinter die Kulissen geben.

Jedes Jahr starten am 01.09. sehr viele Nachwuchskräfte ihre Ausbildung zum Fachinformatiker im IT-Systemhaus. Dieses Jahr waren es 35. Neben den vielen Informationen zu Beginn, wie den Rechten und Pflichten von Azubis, wollen wir unseren Neuen auch immer ein kleines Erlebnis anbieten, das in Erinnerung bleibt. In abenteuerlicher Atmosphäre können sie dabei das erste Mal im Team zusammenarbeiten und auf spaßige Weise ein gemeinsames Ziel erreichen. Beispiele für Events dieser Art aus den letzten Jahren sind zum Beispiel der Bau eines Floßes aus fiktiven Trümmerteilen (Szenario: Flugzeugabsturz auf einer Insel) mit zugehörigem sicheren Transport der Ausbilder (und natürlich sich selbst J ) über einen See oder eine GPS Geocaching Team Rallye.

Dieses Jahr haben sich zwei Ausbilder gemeinsam das Event „Escape The Schnitzel“ ausgedacht. Dabei wurden für vier Gruppen unterschiedliche Pfade, Hinweise und Herausforderungen an verschiedenen Orten vorbereitet. Unterstützt wurden die Ausbilder von weiteren Kollegen und sogar von Außenstehenden, wie dem nahegelegenen Supermarkt oder Bäcker. Es wurden keine Mühen gescheut, um den jungen Menschen ein cooles Event zum Start dieses spannenden Lebensabschnittes bieten zu können. Um Missverständnisse, besonders außerhalb des Gebäudes zu vermeiden, wurde alles natürlich mit allen Teilnehmern vorher abgesprochen und auf allen Hinweisen wurde ein extra Zeichen von uns angebracht, damit es auch Außenstehenden klar war, dass es sich hierbei um ein Spiel handelte. Außerdem hatte jede Azubi Gruppe immer die Option die „Einsatzleitung“ zu kontaktieren, die weitere Hinweise oder Hilfestellungen bei Schwierigkeiten bereithielten.

Am frühen Morgen versammelten sich alle neuen Azubis in unserem großen Sitzungssaal und wir starteten das Event mit folgendem Szenario:

„Der neue Geschäftsführer des IT-Systemhauses wurde entführt!

In einem Überwachungsvideo wurde der Tathergang festgehalten. Unbekannten in einem Transporter sind am Abend herangerast, haben unseren Geschäftsführer gekidnappt und sind auf mysteriöse Weise entkommen. Der Sicherheitsdienst hat mehrere Hinweise sichern können und bittet die Ausbildung um Unterstützung.“

Nachdem das Szenario in einem zusammenfassenden Video allen Azubis gezeigt wurde, wurden verschiedene potentielle Verdächtige identifiziert, bei denen allerdings noch keine Beweise oder Motive vorlagen. Die vier Gruppen von Azubis bekamen im Anschluss jeweils einen Umschlag mit einem der gefundenen Hinweise. Das war der Moment, in dem sich die Pfade der Gruppen aufteilten.

Eine Gruppe erhielt eine Notiz mit Koordinaten zu einem Treffpunkt des vermutlichen Täters mit einer anderen Person im Park in der Nähe. Der zweiten Gruppe wurde ein USB Stick vom Tatort mit unbekanntem Inhalt ausgehändigt. Außerdem gab es den Hinweis wo sie den Inhalt überprüfen können (nachdem dieser von den Auszubildenden auf Sicherheit überprüft wurde, denn etwas lernen sollen die Azubis bei diesem Spiel ja auch ;-) ). Die dritte Gruppe erhielt einen Hinweis auf die hauseigene Poststelle, die auf mystische Weise mehrere Pakete an die Gruppe adressiert erhalten hatte. Die letzte Gruppe bekam einen Kassenzettel vom nächstgelegenen Supermarkt mit verdächtigen Einkäufen. Dort sollten sie sich einmal genauer umsehen. Über diese vier Pfade trennten sich dann die Wege der einzelnen Gruppen und jede Gruppe zog los auf der Jagd nach Hinweisen um am Ende alles gemeinsam aufklären zu können.

Auf dieser Jagd waren viele Stationen in den Räumen der Ausbildung, aber auch in der näheren Umgebung in Laufreichweite vorbereitet. Wir folgten der letzten Gruppe einfach mal auf ihrem Pfad.

Die Gruppe, die dem Hinweis des Supermarktes gefolgt ist, fand vor Ort, nachdem das Warensortiment natürlich erst einmal ausführlich geprüft wurde ;), an dem Gesucht/Gefunden-Board einen weiteren Hinweis zu einem Autodiebstahl, der sich angeblich zum Tatzeitpunkt in der Nähe des Parkplatzes ereignet hatte und dass man sich an den Sicherheitsdienst wenden soll.

Leider war keine Telefonnummer dabei, sondern nur eine Adresse, die wieder zurück zur Parkplatzeinfahrt des Startgeländes führte. An der Adresse angekommen wurde der Gruppe kurz die Situation erklärt und eine Liste aller Fahrzeuge, die zum Tatzeitpunkt auf dem Gelände waren, ausgehändigt. Mehrere Auffälligkeiten waren darauf zu erkennen. Einerseits waren scheinbar nur sehr wenige Autos zum Zeitpunkt auf dem Gelände und andererseits war nur ein Auto kein Fahrzeug eines Ausbilders. Sehr ungewöhnlich, aber noch ergab das keinen Sinn. In Wirklichkeit erhielt man hier allerdings entscheidendes Wissen um das Gesamtbild am Ende rekonstruieren zu können. Doch hier endete die Spur und man fragte sich, wie es weitergehen soll.

Doch im selben Moment, in dem die Frage nach dem weiteren Vorgehen auftauchte, meldete sich die „Einsatzleitung“ bei der Gruppe. Es sei ein verdächtiger Druckerausdruck abgegeben worden. Sie sollen sich diesen genauer ansehen. Also zurück zum Anfang und den Ausdruck genauer ansehen. Es war eine ungewöhnliche Glückwunschkarte eines Unbekannten an den Geschäftsführer mit dem Angebot auf ein gemeinsames Treffen bei einem Kaffee beim Bäcker. Da war er, der nächste Hinweis. Eventuell gab es Vorort Zeugen? Also schnell online nachgesehen, wo die Bäckerei ist und weiter ging es.

Bei der Bäckerei angekommen wurde direkt das Verkaufspersonal befragt, ob zwei Personen, wobei eine konkret beschrieben werden konnte, aufgefallen sind. Diese konnten das bestätigen, aber mehr auch nicht. Wie der „Zufall“ aber so wollte, war einer der anwesenden Kunden zum geplanten Zeitpunkt des Treffens auch anwesend und hat das Gespräch der Personen teilweise mitbekommen. Die Gesprächs-Bruchstücke, an die sich erinnert werden konnte, deuteten auf den nahegelegenen Luitpoldhain und ein Fliegerdenkmal vor Ort. Anscheinend wollte die Person dort etwas hinterlegen (und den Auszubildenden nebenbei etwas Kultur in der Umgebung zeigen :) ). Nach einer kurzen Online-Recherche wussten die Azubis, wo sie als nächstes hingehen sollten.

Zum Glück war das Wetter an diesem Tag noch recht sommerlich, dadurch war der Spaziergang im Park recht angenehm. Leider wurde hier allerdings zum ersten Mal erlebt, wie wichtig Gründlichkeit bei der Arbeit sein kann, denn die kurze Online-Recherche führte sie an den falschen Ort, nämlich zur Ehrenhalle im Luitpoldhain. Hätte man vorher genauer auf die Karte geschaut, dann hätte man feststellen können, dass das Fliegerdenkmal direkt hinter der Ehrenhalle zu finden ist. Aber nach der kleinen Extratour fand man endlich den Zielort.

Das Fliegerdenkmal ist zu dieser Jahreszeit durch die wuchernde Natur gar nicht so leicht zu finden. Die Gruppe fand es schlussendlich trotzdem. Dort angekommen begann eine kurze Suche nach einem versteckten Hinweis. Jeder Stein und Baumstamm wurde genauer betrachtet. Am Ende wurde gut versteckt der nächste Hinweis gefunden, ein QR-Code. Diesen kurz eingescannt und man wusste nun eine Raumnummer. Also hieß es wieder zurück ins Verwaltungszentrum um dort den besagten Raum zu besuchen. Die Fitness App der Azubis war bisher schon sehr stolz auf die Gruppe ^^.

Im Raum angekommen waren die Azubis sich sehr sicher eine heiße Spur erwischt zu haben. Der Raum war bis an die Nähte gefüllt mit scheinbar kritischen Hinweisen. Verschiedene Bilder mit den Verdächtigen und deren Beziehungen zueinander waren zu sehen, ungewöhnliche Kalendereintragungen an der Wand und eine Azubi-Zeitung mit mehreren Artikeln in denen einige Hinweise enthalten waren. Am auffälligsten waren jedoch mehrere komisch angeordnete Buchstabenfolgen, die scheinbar keinen Sinn ergaben. Zum Glück gab es einen Hinweis auf verschiedene Verschlüsselungstechniken und wie man diese wieder entschlüsselt. Nachdem nun also lange Zeit die Beine und Augen gefordert waren, konnte sich der Körper etwas entspannen, denn nun war eindeutig das Gehirn der Azubis gefragt um diese Rätsel zu lösen.

Doch nach kombinierter „Brainpower“ konnte auch dieses Hindernis nicht standhalten und sie fanden den Weg zum nächsten Hinweis. Mit allen Erkenntnissen wurden sie zur hauseigenen Kantine geschickt. Vor dem Eingang wurden Bruchstücke eines QR-Codes gefunden. Diese haben sie mit eingepackt und sind schlussendlich zu ihrem Start in den Sitzungssaal zurückgekehrt.

Bei der Ankunft konnten sie feststellen, dass auch schon weitere Gruppen zurückgekehrt sind und fleißig dabei waren, deren Erfahrungen auszutauschen und deren gefundene Hinweise zu kombinieren. Denn davon gab es einige. Auch die anderen Gruppen hatten eine abwechslungsreiche Reise hinter sich und haben verschiedene Herausforderungen gemeistert. Sei es das Finden und Knacken von Schatztruhen oder das Berechnen von Codes anhand von kuriosen Hinweisen aus Gedichten.

Mithilfe der verschiedensten Hinweise konnten nun in einer Gesamt-Team-Leistung aller Gruppen einige Tatverdächtige vom Anfang durch ein Alibi ausgeschlossen werden, oder andere bekamen ein direktes Motiv zugewiesen und wurden immer verdächtiger. Jede Gruppe hatte auch einige Bruchstücke mehrerer QR-Codes gefunden, welche zum Schluss ausgetauscht und gemeinsam zusammengebastelt werden mussten. Hinter den Codes steckte jeweils ein Passwort für eine Videodatei. Jedes dieser Videos gab nochmal zusätzliche Infos über den Tathergang und einige Plot-Twists waren auch darunter.

Am Ende war die Verwirrung groß. Keiner der Verdächtigen konnte zu hundert Prozent festgenagelt werden. Immer gab es Hinweise, Zeugenberichte oder Alibis die einen Verdächtigen entlasteten. Somit konnte am Ende nur eine Wahrheit die Richtige sein. Das Opfer war der Täter und die ganze Entführung war inszeniert! *döm döm döööm* ;-)

Ja, so war es. Alles war inszeniert um die Fähigkeiten der neuen Azubis direkt auf die Probe zu stellen. Sie konnten auf ihren Pfaden verschiedene Rätsel lösen, interessante Orte in der Umgebung kennenlernen, etwas über die Kultur der Arbeitsplatzumgebung erfahren und auch diverse Sicherheitsthematiken, wie z.B. Passwortschutz, selbst anwenden.

Am Ende kam sogar unser Geschäftsführer noch hinzu, dieser hat alles aufgelöst und die Azubis für ihre tolle Leistung gelobt. Zusätzlich gab es ein paar wichtige Weisheiten und Tipps für die kommende Zeit als Auszubildender. Abgeschlossen wurde das ganze Event mit einer offenen Fragerunde, in der alle Azubis dem Geschäftsführer offene Fragen stellen konnten. Nach einer anfänglichen Zurückhaltung wurden es immer mehr.

Wir hoffen dieser Einblick hat euch gefallen und ihr seid schon gespannt, was wir uns nächstes Jahr wieder einfallen lassen. Hier, in unserem Blog, werdet ihr es dann wieder lesen können. ;)