Externe Speichermedien werden auch groß, bzw. immer kleiner …

Ja groß…früher waren Computer und auch Speichermedien so groß wie Schränke und haben ganze Räume eingenommen. Ihre Rechenleistung und Speicherkapazität war trotz der Größe um ein vielfaches kleiner als wir es heute gewohnt sind.

Aber das ist ein anderes Thema. Ich möchte euch heute etwas über die gängigsten externen Speichermedien im Laufe der Zeit erzählen. (Perfekt vorbereitet für z.B.: eine Präsentation in der Schule? ;-) )


Die Diskette

Beim Personal Computer, kurz PC begann alles mit der 5 ¼ Zoll Diskette. Sie war 5 ¼ Zoll groß, d.h. ca. 13 cm und hatte eine Speicherkapazität von 1,2 MB. Es war eine dünne, biegsamen, beschichtete Kunststoffscheibe in einer Papierhülle – kein Scherz! Diese Form der 5 ¼ Zoll Diskette erschien Anfang bis Mitte der 80er Jahre. Mal zur Info: 1992 kostete das Laufwerk zum Lesen dieser Disketten 125 DM (Deutsche Mark = Vorgängermodell des Euro, damals bei Einführung ca. 1 Euro = 2 DM), die Disketten kosteten extra.

Ihr Nachfolger ist die bekanntere 3,5 Zoll Diskette. Viele kannten sie als Floppy Disk. Das gleiche Prinzip, nur verbessert und verkleinert. Und jetzt in einer Plastikhülle. Auf die knapp 9 cm große Diskette passten jetzt immerhin schon 1,44 MB. In dieser Form erschien sie Mitte bis Ende der 80er. Hier kostete das Laufwerk 1992 115 DM.


Disketten sind magnetische Datenträger, ähnlich wie Festplatten. Allerdings schleifte der Schreib- und Lesekopf über die Scheibe und die Scheibe in ihrem Gehäuse. Bei den 3,5 Zoll Disketten wurden deshalb die Innenseiten beschichtet. Die Lebenserwartung einer häufig genutzten Diskette war trotzdem nicht sehr hoch. Und ganz wichtig… ein Magnet an der Diskette und die Daten waren futsch.

Jetzt wisst ihr zwar wie viel Mega Byte auf eine Diskette gepasst haben, aber wie viel ist den 1 MB? Um es sich besser vorstellen zu können hier ein Beispiel: Ein 3 Minuten Lied als MP3-Datei ist je nach Qualität etwa 3 MB groß.

FunFact: Da man zu Beginn der PC-Äre nur auf Disketten gespeichert hat (Festplatten gab es da noch nicht) ist das „Speichern“-Symbol in vielen Anwendungen eine Diskette J

Bandlaufwerke

Manche nutzten zur Sicherung ihrer Daten auch Bandlaufwerke oder Streamer genannt. Diese gab es schon zu Beginn des PCs in den 70er, aber auch noch weiterentwickelt bis in die 90er. Die Bänder für die Nutzung zu Hause sahen aus wie kleine Kassetten und hatten verschiedenen Speichergrößen. Falls ihr euch jetzt fragt, was Kassetten sind…rate ich zur Suchmaschine ;) das führt sonst zu weit.


CD

Danach kam die Compact Disk, besser bekannt als CD. Sie hat Standardmäßig 650 MB Speicherkapazität und ist ein sogenanntes optisches Speichermedium. Das bedeutet, dass die Daten nicht über magnetische Vorgänge, sondern über Höhen und Tiefen auf der Scheibe gespeichert werden. Anfangs konnte man sie nur gepresst kaufen – also mit festen Daten wie z.B. Musik, später sogar selbst brennen. Die normalen Rohlinge wurden einmal gebrannt und dann waren die Daten fest auf der CD. Wenn beim Brennvorgang etwas schief lief konnte man den Rohling nur noch wegwerfen. Es gab aber auch wiederbeschreibbare CDs, die musste man jedes Mal löschen bevor man sie neu beschreiben konnte. Natürlich ist beim physischen Beschreiben irgendwann ein Ende gesetzt. Wenn kein Material mehr da ist, kann auch nichts mehr auf die Scheibe gerbrannt werden. Den wiederverwendbaren CDs war somit auch ein Limit gesetzt. Viele CD-Player konnten sie nicht richtig lesen, weshalb man sich tatsächlich verschiedene feste Playlisten auf CD brannte und dann z.B. im Auto liegen hatte.


DVD

Die Digital Versatile Disc, kurz DVD ist die Weiterentwicklung der CD. Die DVD ist ebenfalls ein optisches Medium, allerdings mit mehr Speicherkapazität. Diese konnte erreicht werden, weil man mit Lasern aus kürzeren Wellenlängen arbeitet und damit entsprechend kleinere Strukturen gelesen und geschrieben werden können.  Auf eine DVD kann man 4,7 GB Daten packen, bei einer Dual Layer DVD sogar 8,5 GB. Auch hier gibt es natürlich wiederbeschreibbare Versionen, die den gleichen Vor- und Nachteilen unterliegen wie auch die wiederbeschreibbaren CDs.


Bluray

Die Bluray Disc ist der Nachfolger der DVD mit 25 GB Speicherkapazität, bei der Dual Layer Version sogar 50 GB. Die höhere Kapazität wird bei der Bluray erreicht, da die Daten wesentlich dichter nebeneinander auf die Disc geschrieben werden als bei der DVD. Der Laserpunkt ist bei der Bluray viel kleiner und kann daher mehr Daten auf dem gleichen Platz ermöglichen. Durch die hohe Datenmenge konnten mit der Bluray 4K-Auflösung und 3D-Filme für zu Hause ermöglicht werden. Die Bluray ist ebenfalls ein optischer Speicher. Auch hier gibt es einmal beschreibbare oder wiederbeschreibbare Versionen für den Hausgebrauch.


Flashspeicher

Während dieser ganzen Entwicklungszeit von der CD bis zur Bluray, entwickelte sich parallel der Flashspeicher immer weiter. Ein Flashspeicher besteht aus einer bestimmten, von der Speichergröße abhängigen, Anzahl einzelner Speicherelemente. Die Daten werden gespeichert indem die einzelnen Bausteine entweder geladen oder ungeladen sind, das ist wie an und aus, also 1 und 0 in der Informatik.

Flashspeicher sind in Speicherkarten für Kameras, USB-Sticks, MP3 Player aber auch in vielen PCs oder Notebooks bekannt als SSD. Da bei Flashspeichern keine Daten eingebrannt werden, können diese viel häufiger verwendet werden. Er ist kleiner, leichter, bietet viel mehr Speicherplatz und ist einfacher zu handhaben als optische Speichermedien. Deshalb werden sie auch gerne verwendet um Daten von A nach B zu bringen, die nicht dauerhaft gebraucht werden.

Insgesamt sind Disks als persönlicher Datenspeicher für PCs selten geworden, sie werden überwiegend nur noch für Filme, Musik oder Spielekonsolen genutzt.

Wir dürfen gespannt sein, was für Technologien die Zukunft für uns bereithält.

Zum Schluss aber noch eine kleine Anekdote von jemandem, dessen ersten Computerspiele noch auf 3,5 Zoll Disketten gespeichert wurden…

Mein erster MP3-Player war ein USB-Stick mit Display und Knöpfen für Lautstärke oder Track-Auswahl. Das Display hatte eine Zeile zur Anzeige des Songtitels (meistens hieß der Track und hatte noch eine Nummer, z.B. Track1) und eine Minianzeige für die Akkulaufzeit und war blau. 256 MB im Angebot für 100€. Das war ein toller Preis und ich war richtig stolz…das müsste jetzt ungefähr 20 Jahre her sein…

Ich hoffe diese kurze Zusammenfassung hat euch gefallen und wir lesen uns bald wieder.

Ciao!