Azubi im IT-Systemhaus: „Ich will Freude bei der Arbeit haben"

Auch die Einstellung von Azubis soll wegen Corona gesondert gefördert werden. Wie geht es denn denen, die die BA für sich gewinnen konnte?

Warum sind Sie zur BA gekommen? Mit welchen Erwartungen? Und was ist aus Ihnen geworden? BA aktuell fragte Nathalie Kuczewski, Auszubildende im IT-Systemhaus.

Nathalie Kuczewski ist eine junge Frau in der BA. Sie hat sich für einen MINT-Beruf entschieden. Wir haben Sie im IT-Systemhaus besucht.


Wie sind Sie auf die BA gekommen?

Durch Zufall habe ich in der Jobbörse der BA eine Ausschreibung – Ausbildungsstelle im RIM Düsseldorf gesehen. Da das IT-Systemhaus der BA eine der größten IT-Landschaften Europas hat, es ein zukunftssicherer Arbeitgeber ist und durch die Größe gute Karrieremöglichkeiten bietet, habe ich mich entschlossen, dort meine Bewerbung einzureichen. Bei meinem Vorstellungsgespräch wurde ich gefragt, ob ich es mir auch vorstellen könnte, meine Ausbildung zentral in Nürnberg zu absolvieren. Da ich dann eine Zusage für die Stelle in Nürnberg bekommen habe, bin ich im August 2018 die 520 km von Kevelaer nach Nürnberg gezogen.

Wenn ich meinen Freunden oder Verwandten meine Ausbildung beschreibe, erzähle ich ihnen: Eine bessere Ausbildung hätte ich nicht bekommen können. Durch das Zusammenspiel von internem Seminar, Workshop, Berufsschule und praktischen Einsätzen in unterschiedlichen Abteilungen bekomme ich einen guten Überblick über die Arbeit, die ein Systemintegrator in der BA macht und werde gut ausgebildet.

Welche Erwartungen hatten Sie an eine Ausbildung in der IT?

Ich wollte Spaß und Freude an der Arbeit haben. Dies hat sich schon erfüllt. Ich fühle mich am richtigen Platz. Und bereits in der Ausbildungsstartwoche hatten wir eine lustige teambildende Maßnahme. Nach einem fingierten „Flugzeugabsturz“ mussten wir mit den Überresten ein Floß bauen. Ich hatte sehr viel Spaß mit meiner Gruppe, obwohl wir uns erst drei Tage kannten.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Das kommt immer darauf an, was gerade ansteht: Seminar, Workshop, Berufsschule oder Arbeiten in einer Abteilung.

Die Berufsschule in Erlangen - 14 Tage alle 8 Wochen - beginnt um 07:45 Uhr und dauert bis 12:50 Uhr oder 15:05 Uhr. Neben Wirtschaft und Soziales, habe ich die Fächer Programmieren, vernetzte Systeme, Englisch, Sport und Deutsch. Im Deutschunterricht lernen wir z.B. richtiges Präsentieren und Projektmanagement.

Das Seminar hat die entspannteste Arbeitszeit von 08:30 Uhr bis 15:30 Uhr. Natürlich muss man Zuhause dann noch etwas machen, da wir am Ende jedes Seminars eine Klausur schreiben. Seminar haben wir immer mit unserer Ausbildungsgruppe und einem Ausbilder bzw. Dozenten. Dadurch herrscht dort eine entspannte Atmosphäre.

Workshop bedeutet normale Arbeitszeit – also 7:48 Stunden. Die Workshop-Woche beginnt Montagmorgen mit einem Teammeeting der Ausbildungsgruppe mit dem Ausbilder, der die Woche leitet. Es wird besprochen, was in der Woche alles ansteht und wie es umgesetzt werden soll. Danach startet man mit den entsprechenden Aufgaben. Am Ende der Woche werden die Ergebnisse dann dem oder den Ausbildern in einer Präsentation vorgestellt.

Während der Arbeitsphase ist man in unterschiedlichen Abteilungen tätig. Je nachdem in welche Abteilung man kommt, gibt es unterschiedliche Aufgaben. Bei manchen Abteilungen bekommt man eine Einführungszeit, in der man die Abteilung und deren Aufgaben kennen lernt und danach arbeitet man im täglichen Betrieb mit. Bei anderen Abteilungen bekommt man sogenannte Azubi-Aufgaben. In meiner letzten Abteilung habe ich mich mit dem Thema der Abteilung (IT-Sicherheit) beschäftigt – Berichte und Reporte im Internet gelesen – und dann zu bestimmten Themen eine Präsentation vorbereitet und diese dann dem Team vorgestellt.


Wie ist es als Frau in solch einer traditionellen Männerdomäne?

Ich selbst fühle mich in der IT sehr wohl. Wir teilen hier einfach die gleichen Interessen. Und hier hat man auch sehr gute Perspektiven. Wenn man den nötigen Ehrgeiz hat, kann man es auch als Frau in der IT weit bringen. Anderen Mädchen oder Frauen würde ich auf jeden Fall raten, ein Praktikum in diesem Bereich zu machen. Viele – ganz unabhängig vom Geschlecht – haben ein falsches Bild von den Aufgaben in der IT.

Ich bin stolz der Gesellschaft helfen zu können, auch ohne den direkten Kontakt zu den Kunden zu haben. Das liegt mir nämlich nicht so.  Und neuen Azubis würde ich als erstes den wahnsinnig schönen Ausblick aus dem 17. Stockwerk des Verwaltungszentrums zeigen.

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