Präsentationstraining

Training für den praktischen Teil der Abschlussprüfung - Ein Azubi berichtet

Aufgrund unserer herausragenden Leistungen ist es für uns als verkürzende Azubis bald soweit. Der mündliche Teil der Abschlussprüfung steht, nach unserer bereits erfolgreich abgelegten schriftlichen Prüfung, vor der Tür. Im Rahmen unserer mündlichen Prüfung mussten wir uns ein betriebliches Projektthema aussuchen, dieses durchführen und auf 20 Seiten dokumentieren. Über dieses Projekt müssen wir an einem festgelegten Termin eine 15-minütige Präsentation halten und anschließend ein 15-minütiges Fachgespräch darüber führen. Bei dem Fachgespräch werden Fragen über das Projekt gestellt. Hier müssen wir unser technisches Wissen unter Beweis stellen, das wir uns über die Ausbildung angeeignet haben. Insgesamt dauert die Prüfung also 30 Minuten. Ist diese bestanden, haben wir unsere Ausbildung erfolgreich absolviert und wir werden in unser unbefristetes Berufsverhältnis entlassen. Um dieses Ziel zu erreichen, bekamen wir diese Woche Zeit uns auf die mündliche Prüfung vorzubereiten.


Am ersten Tag der Vorbereitungswoche hielt jeder Azubi einmal seine im Vorfeld angefertigte Präsentation. Hierbei wurde nicht auf die eigentliche Zeitvorgabe von 15 Minuten geachtet. Es ging erstmal darum ein Gefühl für das Präsentieren zu bekommen und sich erstes Feedback einzuholen. Da wir unsere Vortragsmedien selbst zur Prüfung mitnehmen müssen, wollten wir eigentlich am ersten Tag außerdem den Auf- und Abbau von Beamer und Laptop üben. Jedoch gab es technische Probleme und wir entschieden nach einer Stunde an Aufbauversuchen, dass wir dies auf Freitag verschieben wollen. Auch das Fachgespräch wurde am Montag außen vorgelassen. Die nächsten Tage verlief dies anders. Um uns optimal vorzubereiten wurden Prüfungsausschüsse aus den Azubis und Ausbildern gebildet um die Prüfung möglichst realitätsnah zu simulieren. Anschließend an die Präsentation wurden 15 Minuten lang Fragen des „Prüfungsausschusses“ über das Projekt und Allgemeines an den vortragenden Azubi gestellt. Da die meisten Ausbilder selbst bei der IHK Prüfungen durchführen, bekommt man als Vortragender ein Verständnis dafür, welche Fragen gestellt werden könnten und wie man auf diese am besten antwortet. Es half uns aber auch sich einmal in die Rolle der Prüfer hinein zu versetzen, da wir so ein Gefühl für die Situation der Prüfer bekamen. Wir erkannten beispielweise, dass böse Blicke oder Notizen seitens der Prüfer während der Präsentation nicht unbedingt Schlechtes bedeuten. Oft werden lediglich Fragen notiert und die Blicke kommen meistens auch nur, weil man nach 3 Prüfungen irgendwann müde ist. Auch heißt ein „okay“ seitens der Prüfer nach einer im Fachgespräch beantworteten Frage nichts anderes als „Ich stelle jetzt die nächste Frage“. Die Prüfung kam vom Stresslevel sehr nah an die echte Prüfung heran (Anmerkung Redaktion: Das konnte er zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht wissen (¬‿¬) ).

Azubi am Whiteboard

Nach dem Vortrag und Fachgespräch gab es eine Feedbackrunde, die es bei der echten Prüfung nicht geben wird. Hier gab es dann Kritik oder Anmerkungen über das Foliendesign, über die Sprechweise, die Antworten zu den Fragen aus dem Fachgespräch, die Verständlichkeit der Präsentation etc. Zwischendurch, wenn man mal nicht die Präsentation halten oder Prüfer spielen musste, hatte man dann Zeit seine Präsentation anzupassen oder weitere Notizen zu machen. So konnten wir uns stetig verbessern.


Dann hielten wir Anwendungsentwickler die Präsentation vor den Azubis und Ausbildern der anderen Gruppe, den Systemintegratoren. So konnte man die Prüfung nochmal vor Leuten präsentieren, die diese erstens noch nicht kannten und zweitens aus einem anderen Fach kommen. Von Vorteil war das, weil man natürlich als Prüfer irgendwann betriebsblind wird und die Präsentationen seiner Gruppe schon in- und auswendig kennt beziehungsweise sich auch die Fragen nicht mehr groß unterscheiden. Außerdem bekamen wir im Fachgespräch heute Besuch von Karl dem Käfer (bzw. der Kieferwanze). Fragen hatte er aber nicht. Und morgen sehen wir dann ob der Beameraufbau besser klappen wird :D

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