Beachtlicher Start ins Jahr 2022: Wintermonat Januar belastet Arbeitsmarkt so wenig wie nie

Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens für den Januar 2022

01.02.2022 | Presseinfo Nr. 4

Mit dem Jahreswechsel ist die Arbeitslosigkeit in der Westpfalz angestiegen. Für die in der Winterzeit üblichen Arbeitslosmeldungen waren zum einen Kündigungen und das Auslaufen von befristeten Arbeitsverträgen vor den Weihnachtsfeiertagen sowie zum Jahresende verantwortlich. Dazu meldeten sich unter anderem Frauen und Männer aus den witterungs- und saisonanhängigen Bereichen Bau, Verkehr und Gastgewerbe arbeitslos.

Auffallend: Der Anstieg der Arbeitslosigkeit fiel in einem Januar noch nie so gering aus wie in diesem Jahr. Damit verbunden: In der Region wurden in einem Januar noch nie weniger Arbeitslose gezählt.

Es zeigt sich, dass Unternehmen in Teilen weiterhin mit dem Kurzarbeiterfeld die Einschränkungen der Pandemie überbrücken. Damit halten diese ihre Beschäftigten im Unternehmen, sichern Arbeitsplätze und vermeiden Kündigungen. Die insgesamt positive Arbeitsmarktentwicklung im zweiten Halbjahr setzte sich daneben fort: Deutlich weniger Zugänge in die Arbeitslosigkeit und etwas mehr Abgänge bestätigen die stabile Entwicklung am Arbeitsmarkt auch in dieser saisonal eigentlich schwierigeren Zeit.

Die Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens zählte im Januar insgesamt 16.394 Arbeitslose. Das waren 748 bzw. 4,8 Prozent mehr als im November und 2.629 bzw. 13,8 Prozent weniger als im Januar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, lag damit bei 5,9 Prozent. Sie ist gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozentpunkt gestiegen und gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,8 Prozentpunkte gesunken.

„Trotz saisonalem Anstieg ist die Entwicklung sehr erfreulich. Mehr und mehr zeigt sich, dass auch Unternehmen aus witterungsabhängigen Bereichen ihre Mitarbeitenden ganzjährig beschäftigen. Wie in allen anderen Bereichen wird dort erkennbar, dass freigestellte Männer und Frauen schnell eine andere Anstellung finden und dann nicht mehr in den letzten Betrieb zurückkehren. Das sehe ich als klare Auswirkung der demografischen Entwicklung, die neben dem positiven wirtschaftlichen Aufschwung die Fachkräftebedarfe in der Region verstärkt“, stellt Peter Weißler, der Leiter der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens, fest.

Dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit wurden im Januar 806 freie Stellen neu angezeigt. Das waren 250 weniger als im Vormonat und 126 mehr als im Vorjahresmonat. Insgesamt waren im Januar 6.332 offene Stellen gemeldet.

„Mit den aktuellen Entwicklungen starten wir, was die Arbeitslosigkeit angeht, auf Vor-Pandemie-Niveau ins neue Jahr. Die mehr als 6.300 offenen Stellen in der gesamten Westpfalz versprechen eine weiterhin positive Entwicklung in sämtlichen Branchen und bringen weitere Chancen für die Menschen, die aktuell noch auf der Suche nach einer neuen Anstellung sind. Wir setzen alles daran, dass jeweils Betrieb und Arbeitskraft schnell zusammenkommen und unterstützen dabei auch mit Weiterbildung und Qualifizierung“, sagt Weißler.

Entwicklung in den Städten und Landkreisen

Stadt Kaiserslautern

In der Stadt Kaiserslautern waren im Januar 4.470 Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 215 bzw. 5,1 Prozent mehr als im Dezember und 752 bzw. 14,4 Prozent weniger als im Januar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit von 7,8 Prozent im Dezember auf nun 8,2 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie um 1,3 Prozentpunkte zurückgegangen.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Kaiserslautern 314 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 92 weniger als im Dezember und 119 mehr als im Januar des vergangenen Jahres. Zum Zähltag befanden sich 2.171 offene Stellen im Bestand.

Stadt Pirmasens

In der Stadt Pirmasens waren im Januar 2.334 Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 91 bzw. 4,1 Prozent mehr als im Dezember und 188 bzw. 7,5 Prozent weniger als im Januar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit von 10,7 Prozent im Dezember auf nun 11,1 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie um 0,9 Prozentpunkte zurückgegangen.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Pirmasens 78 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 23 weniger als im Dezember und 19 mehr als im Januar des vergangenen Jahres. Es befanden sich zum Zähltag noch 585 offene Stellen im Bestand.

Stadt Zweibrücken

In der Stadt Zweibrücken waren im Januar 1.142 Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 63 bzw. 5,8 Prozent mehr als im Dezember und 219 bzw. 16,1 Prozent weniger als im Januar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit von 5,8 Prozent im Dezember auf nun 6,2 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie um 1,1 Prozentpunkte zurückgegangen.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Zweibrücken 65 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 57 weniger als im Dezember und genauso viele wie im Januar des Vorjahres. Es befanden sich zum Zähltag noch 556 offene Stellen im Bestand.

Donnersbergkreis

Im Donnersbergkreis waren im Januar 2.168 arbeitslose Menschen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter gemeldet. Das waren 126 bzw. 6,2 Prozent mehr als im Dezember und 419 bzw. 16,2 Prozent weniger als im Januar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit von 4,9 Prozent im Dezember auf nun 5,2 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie um einen Prozentpunkt zurückgegangen.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Donnersbergkreis 97 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren fünf weniger als im Dezember und 43 mehr als im Januar des letzten Jahres. Im Bestand befanden sich zum Zähltag noch 781 offene Stellen.

Landkreis Kaiserslautern

Im Landkreis Kaiserslautern waren im Januar 2.714 Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 65 bzw. 2,5 Prozent mehr als im Dezember und 484 bzw. 15,1 Prozent weniger als im Januar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit von 4,7 Prozent im Dezember auf nun 4,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie um 0,8 Prozentpunkte zurückgegangen.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Kaiserslautern 134 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 46 weniger als im Dezember und vier mehr als im Januar des vergangenen Jahres. Es befanden sich zum Zähltag noch 1.172 offene Stellen im Bestand.

Landkreis Kusel

Im Landkreis Kusel waren im Januar 1.619 Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 76 bzw. 4,9 Prozent mehr als im Dezember und 232 bzw. 12,5 Prozent weniger als im Januar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit von 4,2 Prozent im Dezember auf nun 4,4 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie um 0,5 Prozentpunkte zurückgegangen.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Kusel 57 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren elf weniger als im Dezember und 63 weniger als im Januar des vergangenen Jahres. Es befanden sich zum Zähltag noch 504 offene Stellen im Bestand.

Landkreis Südwestpfalz

Im Landkreis Südwestpfalz waren im Januar 1.947 Menschen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 112 bzw. 6,1 Prozent mehr als im Dezember und 335 bzw. 14,7 Prozent weniger als im Januar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit von 3,6 Prozent im Dezember auf nun 3,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie um 0,6 Prozentpunkte zurückgegangen.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Südwestpfalz 61 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 16 weniger als im Dezember und vier mehr als im Januar des vergangenen Jahres. Damit befanden sich zum Zähltag noch 563 offene Stellen im Bestand.