02.03.2021 | Presseinfo Nr. 10

Kurzarbeit stabilisiert den Arbeitsmarkt weiter

Frühjahr und Lockerungen werden beleben.

In den zurückliegenden Wochen ist die Arbeitslosigkeit in der Westpfalz noch einmal leicht angestiegen. Dem Geschehen am Arbeitsmarkt fehlte damit auch im Februar die Dynamik aus Pandemie-freien Zeiten. Der Aufbau fiel im zweiten Monat des Jahres aber keinesfalls so stark aus wie im Januar, als sich der saisonbedingt deutliche Anstieg bemerkbar machte.

Im Februar überbrückten die Unternehmen in der Region den Lockdown weiter mit den Möglichkeiten der Kurzarbeit. Damit konnten die Beschäftigten weiterhin in den Unternehmen gehalten werden und mussten nicht freigestellt werden. Die aktuellen Zahlen belegen, dass sich weniger Menschen aus der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden mussten – deutlich weniger als im Januar und auch weniger als im Februar des vergangenen Jahres.

Trotz höherer Stellenmeldungen seitens der Unternehmen kam es noch nicht zu verstärkten Neueinstellungen. Die Zahl der Männer und Frauen, die sich aus der Arbeitslosigkeit in Arbeit abmeldeten, war im Februar zwar wie üblich höher als im Januar, sie bewegte sich aber noch unter der des Vorjahresmonats.

Die westpfälzische Agentur für Arbeit zählte in den kreisfreien Städten Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken, den Landkreisen Kaiserslautern, Kusel und Südwestpfalz sowie dem Donnersbergkreis im Februar insgesamt 19.205 Arbeitslose.

Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der arbeitslosen Menschen in der Region um 182 bzw. ein Prozent angestiegen. Mit 2.243 bzw. 13,2 Prozent mehr arbeitslos gemeldeten Männern und Frauen als im Februar 2020 liegt die Zahl aber weiter deutlich, und überwiegend Corona-bedingt wie schon in den vergangenen zehn Monaten, über dem Vorjahresniveau.

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, lag im Februar bei 6,8 Prozent. Sie ist gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte und gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,8 Prozentpunkte angestiegen.

„Wir beobachten weiterhin einen stabilen Arbeitsmarkt. Die Kurzarbeit hilft Unternehmen wie Beschäftigten. Sie vermeidet eine noch höhere Arbeitslosigkeit und hält Fachkräfte in den Unternehmen. Neben den Herausforderungen der Pandemie dürfen die ungebremsten Entwicklungen der Demografie und des Strukturwandels nicht aus den Augen verloren werden. Daran arbeiten wir und dafür appellieren wir“, so Peter Weißler, Leiter der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens.

Dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit wurden im Februar 830 freie Stellen neu gemeldet. Das waren 150 mehr als im Vormonat und 60 weniger als im Vorjahresmonat. Der Gesamtbestand an offenen Arbeitsstellen ist um 63 auf 4.419 gestiegen.

„Nachdem der Januar kein klassischer Einstellungsmonat war sind wir froh, dass die Zeichen mit der Nachfrage nach Arbeitskräften grundsätzlich positiv stehen. Mit den anstehenden Lockerungen für die Wirtschaft wird sicherlich auch die Zurückhaltung bei Neueinstellungen in den Unternehmen geringer. Damit eröffnen sich auch kurzfristig wieder mehr Perspektiven für all diejenigen, die auf Arbeitsuche sind. Damit sollten sowohl Lockerungen als auch die sich verbessernde Witterung im Frühjahr den Arbeitsmarkt spürbar beleben“, sagt Weißler.

Entwicklung in den Städten und Landkreisen

Stadt Kaiserslautern

In der Stadt Kaiserslautern waren im Februar 5.324 Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 102 bzw. zwei Prozent mehr als im Januar und 528 bzw. elf Prozent mehr als im Februar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit von 9,5 Prozent im Januar auf nun 9,7 Prozent gestiegen. Sie lag 0,9 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahresmonats.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Kaiserslautern 273 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 78 mehr als im Januar und 15 weniger als im Februar des vergangenen Jahres. Zum Zähltag befanden sich 1.392 offene Stellen im Bestand.

Stadt Pirmasens

In der Stadt Pirmasens waren im Februar 2.548 Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 26 bzw. ein Prozent mehr als im Januar und 209 bzw. 8,9 Prozent mehr als im Februar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit von zwölf Prozent im Januar auf nun 12,1 Prozent gestiegen. Sie lag 1,1 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahresmonats.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Pirmasens 123 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 64 mehr als im Januar und 20 mehr als im Februar des vergangenen Jahres. Es befanden sich zum Zähltag noch 474 offene Stellen im Bestand.

Stadt Zweibrücken

In der Stadt Zweibrücken waren im Februar 1.363 Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren zwei bzw. 0,1 Prozent mehr als im Januar und 268 bzw. 24,5 Prozent mehr als im Februar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote lag wie im Vormonat bei 7,3 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist sie um 1,4 Prozentpunkte angestiegen.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Zweibrücken 67 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren zwei mehr als im Januar und sieben weniger als im Februar des Vorjahres. Es befanden sich zum Zähltag noch 380 offene Stellen im Bestand.

Donnersbergkreis

Im Donnersbergkreis waren im Februar 2.573 arbeitslose Menschen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter gemeldet. Das waren 14 bzw. 0,5 Prozent weniger als im Januar und 410 bzw. 19 Prozent mehr als im Februar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote lag wie im Vormonat bei 6,2 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist sie um einen Prozentpunkt angestiegen.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Donnersbergkreis 82 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 28 mehr als im Januar und zwölf weniger als im Februar des letzten Jahres. Im Bestand befanden sich zum Zähltag noch 529 offene Stellen.

Landkreis Kaiserslautern

Im Landkreis Kaiserslautern waren im Februar 3.244 Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 46 bzw. 1,4 Prozent mehr als im Januar und 439 bzw. 15,7 Prozent mehr als im Februar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit von 5,6 Prozent im Januar auf nun 5,7 Prozent gestiegen. Sie lag 0,8 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahresmonats.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Kaiserslautern 126 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren vier weniger als im Januar und 54 weniger als im Februar des vergangenen Jahres. Es befanden sich zum Zähltag noch 784 offene Stellen im Bestand.

Landkreis Kusel

Im Landkreis Kusel waren im Februar 1.920 Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 69 bzw. 3,7 Prozent mehr als im Januar und 236 bzw. 14 Prozent mehr als im Februar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit von 4,9 Prozent im Januar auf nun 5,1 Prozent gestiegen. Sie lag 0,6 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahresmonats.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Kusel 74 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 46 weniger als im Januar und elf mehr als im Februar des vergangenen Jahres. Damit befanden sich zum Zähltag noch 393 offene Stellen im Bestand.

Landkreis Südwestpfalz

Im Landkreis Südwestpfalz waren im Februar 2.233 Menschen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 49 bzw. 2,1 Prozent weniger als im Januar und 153 bzw. 7,4 Prozent mehr als im Februar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist damit von 4,4 Prozent im Januar auf nun 4,3 Prozent gesunken. Sie lag 0,3 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahresmonats.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Südwestpfalz 85 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 28 mehr als im Januar und drei weniger als im Februar des vergangenen Jahres. Damit befanden sich zum Zähltag noch 467 offene Stellen im Bestand.